„Großbritannien verzeichnet derzeit 4323 bestätigte Schweinegrippe-Infektionen. Damit ist das Land das am stärksten betroffene in Europa“, so die Angaben der Ärzte-Zeitung-Online (Stand Redaktionsschluss). Für Deutschland werden 366 Fälle genannt. „Grundsätzlich ist dieses Grippevirus nicht gefährlicher als andere Grippeviren. In den Industriestaaten ist die Sterberate bei Grippeerkrankungen aufgrund des guten Allgemeinzustandes der Bevölkerung und der erstklassigen medizinischen Versorgung sehr gering“, sagt Dr. Helmut Mucha vom Institut für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten. Auch im Hinblick auf den Umgang mit Wäsche seien alle Maßnahmen getroffen.
Die Gefährdungseinstufung der Schweinegrippe (Mexikanischen Grippe) ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vergleichbar mit SARS (Schweres Akutes Respiratorische Syndrom). Eine Ausbreitung dieser Grippe scheine zumindest in den westlichen Industrieländern unter Kontrolle zu sein. Behandlungsmöglichkeiten liegen ebenfalls vor. Informationen bietet das RKI unter www.rki.de.
Jede Erkrankung dieser Grippe ist in Deutschland meldepflichtig und obliegt somit der Überwachung durch die Gesundheitsbehörden. Im Rahmen der Infektionsschutzmaßnahmen werden diese bei Verdachtsfällen die Vernichtung von Textilien anordnen, die im Kontakt mit möglicherweise erkrankten Personen gekommen sind, klärt der Hygieneexperte auf. Insofern sei nicht zu erwarten, dass die Mitglieder der Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege und deren Mitarbeiter entsprechende Textilien zur Aufbereitung erhalten werden.
Grundsätzlich werden Grippe-Viren durch Anwendung von RKI-gelisteten Verfahren (A,B) für infektiöse Wäsche zuverlässig abgetötet. Dies sei auch bei den Erregern der Mexikanischen Grippe zu erwarten.
Infos: www.hohenstein.de