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Rückstellung durch Resturlaub

 
Heft 3/2012
 
 Rückstellung durch Resturlaub
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Urlaub ist für Sie ein Fremdwort? Dann können Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer eine gewinnmindernde Rückstellung bilden. Foto: MEV

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MEV

Sind Sie Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH und haben wegen Ihres stressigen Berufsalltags seit Jahren keinen Urlaub genommen? Wenn ja, können Sie in der Bilanz eine gewinnmindernde Rückstellung bilden. Das Finanzamt muss diese akzeptieren.

Sammelt der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH über mehrere Jahre seinen Urlaub an, stuft das Finanzamt die Rückstellung dafür meist als verdeckte Gewinnausschüttung ein. Folge: Die Rückstellung darf den Gewinn nicht mindern und beim Gesellschafter liegen Kapitaleinkünfte vor. Die Begründung des Finanzamts: Ein fremder Geschäftsführer würde niemals mehrere Jahre auf seinen Urlaubsanspruch verzichten.

Doch die Richter des Bundesfinanzhofs sahen das anders. Bei plausiblen Gründen (Großauftrag über mehrere Jahre, Verhinderung der finanziellen Schieflage, lange Krankheit eines wichtigen Mitarbeiters), darf eine Rückstellung für jahrelang nicht genommenen Urlaub gebildet werden (Az. I B 28/06).


Praxistipp: Bilden Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH also eine gewinnmindernde Rückstellung für Ihren jahrelang angesammelten Resturlaub, halten Sie unbedingt schriftlich die Gründe fest, warum Sie Ihren Urlaub so lange angesammelt haben. So stehen Sie im Zweifel auf der steuerlich sicheren Seite.