Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn hat im Rahmen einer europaweiten Vergleichsstudie der Europäischen Kommission die Dauer und Kosten der administrativen Verfahren einer Unternehmensgründung in Deutschland untersucht.
Der Vergleich umfasst fünf idealtypische Gründungsunternehmen in der Rechtsform einer GmbH und basiert erstmals auf einheitlichen methodischen Vorgaben der EU-Kommission für alle 27 EU-Mitgliedstaaten. In Deutschland lässt sich laut Studie deutlich schneller gründen als im Durchschnitt der EU-Staaten. Während die administrativen Verfahren in Deutschland durchschnittlich 6,3 Tage in Anspruch nehmen, sind es im EU-Durchschnitt zwölf Tage. Bei den administrativen Gründungskosten liegt Deutschland hingegen mit durchschnittlich 792 Euro über dem entsprechenden EU-Mittelwert von 554 Euro, aber noch unter der von der Kommission gesetzten Obergrenze von 800 Euro. Betrachtet man die drei deutschen Untersuchungsorte im Hinblick auf Dauer und Kosten einer Unternehmensgründung, so zeigen sich keine grundlegenden regionalen Unterschiede.
Im Schnitt kann man in Meißen genauso schnell gründen wie in München oder Bremerhaven und auch die Kosten unterscheiden sich kaum.
Infos: www.ifm-bonn.org.