Am 21. und 22. Oktober 2009 trafen sich die Leiter der Oeko-Tex Prüfinstitute erstmals in Peking zu ihrer jährlichen Tagung und würdigten damit die stark wachsende Zahl der Oeko-Tex Standard 100 Zertifikate für Textil- und Bekleidungshersteller in China sowie aus dem gesamten asiatischen Raum.
Im Mittelpunkt der Tagesordnung standen die Beschlüsse zur Neufassung des ab Januar 2010 geltenden Kriterienkatalogs sowie die interne Abstimmung über die Maßnahmen zur Sicherstellung des einheitlichen Sicherheitsniveaus für die Produkte der textilen Branche.
Laut Oeko-Tex Generalsekretär Raimar Freitag nimmt die Zahl der Oeko-Tex Standard 100 Zertifikate weltweit auch weiterhin kontinuierlich zu. Alleine 2008 wurden knapp 10.000 Zertifikate für Textilprodukte aller Verarbeitungsstufen ausgestellt die bisher höchste jährliche Anzahl überhaupt und ein Zuwachs von 11% gegenüber dem Vorjahr. Ein starker Anstieg ist vor allem in den asiatischen Ländern zu verzeichnen, wobei vor allem Unternehmen aus China ihre Produkte zunehmend nach Standard 100 zertifizieren lassen. Während Asien bereits 2008 Europa als Region mit den meisten Oeko-Tex Zertifikaten abgelöst hat, führt China (vor Deutschland) nun auch erstmals die Statistik der Zertifikatsverteilung nach Ländern an.
Einstimmig beschlossen wurde in Peking darüber hinaus die Fortführung der QM-Maßnahmen, welche die Oeko-Tex Gemeinschaft jährlich in Form von Produktkontrollen, Betriebsprüfungen und internen Ringversuchen der Mitgliedsinstitute zur Einhaltung der geforderten Prüfkriterien sowie der Gewährleistung eines einheitlichen Prüfniveaus aufwenden.
Die Neufassung des Oeko-Tex Kriterienkatalogs wird im Januar 2010 veröffentlicht.