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Mahlzeiten: Erleichterungen beim Ansatz des Sachbezugs

 
 
 Mahlzeiten: Erleichterungen beim Ansatz des Sachbezugs
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Befindet sich ein Arbeitnehmer Ihres Unternehmens auf einer beruflichen Auswärtstätigkeit und übernehmen Sie die Kosten für die Mahlzeiten, haben Sie nach den Lohnsteuerrichtlinien 2011 (R 8.1 Abs. 8 Satz 3 LStR 2011) für die Ermittlung des geldwerten Vorteils das folgende Wahlrecht:

Entweder werden die Mahlzeiten anlässlich einer beruflichen Auswärtstätigkeit mit dem üblichen Endpreis, also mit den tatsächlichen Kosten, als Arbeitslohn erfasst und versteuert (kommt immer dann zur Anwendung, wenn die Rechnung auf den Namen des Arbeitnehmers lautet) oder aber

Speisen und Getränke bis zu einem Gesamtwert von 40 € werden mit den amtlichen Sachbezugswerten von 1,57 € (Frühstück) bzw. 2,83 € (Mittag- oder Abendessen) als Arbeitslohn erfasst und versteuert (kommt zur Anwendung, wenn die Gestellung der Mahlzeiten vom Arbeitgeber veranlasst ist).

Neuregelung durch LStR 2011

Neben diesem Wahlrecht wurde in den LStR 2011 auch klargestellt, dass die Sachbezugswerte bei einer Mahlzeitengestellung zum Ansatz kommen, sobald die Mahlzeitengestellung durch den Arbeitgeber veranlasst ist. Das ist der Fall, wenn Sie als Arbeitgeber die Aufwendungen dienst- oder arbeitsrechtlich ersetzen, es muss also eine arbeitsrechtliche Vereinbarung mit dem Arbeitnehmer getroffen worden sein, und wenn die Rechnung auf den Namen Ihres Unternehmens lautet. Diese Regelungen gelten neuerdings nicht nur für ein Frühstück in Übernachtungsfällen, sondern für sämtliche Mahlzeiten und für alle beruflichen Auswärtstätigkeiten sowie im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung (R 8.1 Abs. 2 Nr. 2 LStR 2011).

dhz