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DTV-Kostenindex Kostenanstiege im Textilservice für zweite Jahreshälfte erwartet

Der Deutsche Textilreinigungs-Verband hat seinen halbjährlichen Kostenindex für die Unternehmen des Textilservice veröffentlicht. Insbesondere bei den Lohnkosten sei im Jahresverlauf mit einer deutlichen Steigerung zu rechnen, da die Tarife der TATEX-Tarifgemeinschaft auslaufen und der Mindestlohn angehoben wird.

Der Deutsche Textilreinigungs-Verband (DTV) veröffentlicht halbjährlich einen Kostenindex, der die Entwicklung der Gesamtkosten und ihrer einzelnen Komponenten für die Unternehmen des Textilservice zeigt.

Ziel ist, für die Unternehmen, aber auch für Kunden eine größtmögliche Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Kosten zu gewährleisten. Als Basis für den Kostenindex dienen einzelne Kostengruppen aus den Daten des Statistischen Bundesamtes.

Mitte 2017 lag der Kostenindex auf dem Niveau des Jahres 2015 und war damit in den vergangenen beiden Jahren relativ konstant. Damit liegen die Kosten des Textilservice jedoch voll im Trend der gesamten Erzeugerpreisentwicklung, die nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2016 sogar um 1,7 Prozent gesunken sind. Zwischen 2010 und Mitte 2017 haben sich die Gesamtkosten um rund 12,4 Prozent gesteigert.

Lohnkosten werden im Jahresverlauf steigen

Insbesondere bei den Lohnkosten sei im Jahresverlauf mit einer deutlichen Steigerung zu rechnen. Zum einen laufen die Tarife der TATEX-Tarifgemeinschaft aus, ab 1. Oktober 2017 sollen neue Tarife in Kraft treten.

Darüber hinaus wird der tarifliche Mindestlohn von 8,75 €/h auf 8,84 €/h angehoben. Da die Lohnkosten der bei weitem größte Kostenblock sind, wird sich diese Erhöhung laut DTV auch auf den Kostenindex auswirken.

Strompreise gestiegen, Gaspreise gesunken

Die Textilpreise von inländischen Partnern sind in der Berufsbekleidung und der Flachwäsche ebenfalls gestiegen. Auf der anderen Seite verringerten sich die Importpreise. Zudem gehen laut DTV auch von der derzeit steigenden Entwicklung bei den Baumwollpreisen Risiken für die Entwicklung der Preise für Textilien aus.

Bei den Energiepreisen zeigt sich hingegen ein zweigeteiltes Bild. So stiegen die Strompreise fühlbar, während Gas (und Diesel) sanken.

Fazit: DTV rechnet mit einem höheren Kostenniveau

Die gestiegene Inflationsrate von zuletzt 2,2 Prozent zeigt laut DTV, dass zukünftig mit einem höheren Kostenniveau gerechnet werden muss. Dies zeigte sich bereits im ersten Halbjahr 2017, beispielsweise durch leicht steigende Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen und Betriebsmitteln.

Über den DTV-Kostenindex

Der Kostenindex soll die Entwicklung der relevanten Kostenpositionen im Textilservice repräsentativ widerspiegeln. Ausgehend vom Basisjahr 2010 stellt er die Kostenveränderungen dar. Dafür wurde die Kostenstruktur eines typischen Mischbetriebs herausgearbeitet, welcher repräsentativ die Kostenstruktur der gesamten Branche widerspiegelt.

Alle Kostengruppen aus dem Textilservice sind dabei in dem Index berücksichtigt. Die wichtigsten davon sind die Personal- und Textilkosten sowie Energie und Abschreibungen.

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