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Wäscherei-Gruppe Elis auf Wachstumskurs Puschendorf Textilservice übernimmt MTR

Am 10. Mai 2017 hat die Puschendorf Textilservice GmbH die insolventen Mittelsächsische Textilreinigungs- und handels AG (MTR) übernommen. 150 Arbeitsplätze in Riesa sollen erhalten bleiben. MTR hatte Anfang Januar 2017 Insolvenzantrag gestellt. Puschendorf ist als Spezialist für Textilversorgung im Gesundheits- und Sozialwesen bisher an fünf Standorten tätig. Das Unternehmen ist Teil der internationalen Wäscherei-Gruppe Elis.

Die Zukunft der insolventen Mittelsächsische Textilreinigungs- und handels AG (MTR) ist laut einer Pressemitteilung gesichert: Insolvenzverwalter Dr. iur. hc Rainer M. Bähr, Partner bei der bundesweit tätigen Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm, hat einen Käufer gefunden: die Puschendorf Textilservice GmbH.

Bähr freut sich über den Erfolg bei der Investorensuche: „Wir haben für die MTR eine sehr gute Lösung gefunden. Der Verkauf stellt sicher, dass der Geschäftsbetrieb in Riesa fortgeführt und die MTR-Mitarbeiter eine Zukunft unter dem Dach eines erfolgreichen Unternehmens haben.“

Puschendorf Textilservice ist als mittelständisches Dienstleistungsunternehmen auf die Textilversorgung für das Gesundheits- und Sozialwesen spezialisiert. An fünf Standorten bearbeiten über 650 Mitarbeiter täglich 140 t Wäsche für Krankenhäuser, Altenheim- und Pflegeeinrichtungen. „Wir freuen uns, die MTR und ihre Mitarbeiter in Riesa in unser Unternehmen aufzunehmen. Mittelfristig planen wir, den Standort weiterzuentwickeln“, erklärt Carsten Puschendorf, Geschäftsführer von Puschendorf. Das Unternehmen ist seit Ende 2016 Teil der internationalen Wäscherei-Gruppe Elis, die in 14 Ländern mit mehr als 25.000 Mitarbeitern aktiv ist.

Niederlassung Niesky Anfang März geschlossen

MTR hatte Anfang des Jahres einen Insolvenzantrag gestellt. Insolvenzverwalter Dr. iur. hc Rainer M. Bähr hatte seit 1. März den Geschäftsbetrieb fortgeführt. Um das Unternehmen nachhaltig – am Hauptstandort Riesa – zu stabilisieren, wurde die Niederlassung in Niesky Anfang März 2017 geschlossen, so Bähr. Davon betroffen waren 23 Mitarbeiter. Das Gebäude und die Wäschereitechnik im Gewerbegebiet Niesky konnte der Insolvenzverwalter Ende April 2017 an das Martinshof Rothenburg Diakoniewerk verkaufen.

Parallel dazu hatte Bähr den Investorenprozess vorangetrieben. „Der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen mit dem Investor zeigt, dass sich unser Sanierungskurs und der große Einsatz aller Beteiligten in den letzten Monaten ausgezahlt haben. Vor allem die Kunden haben MTR weiterhin die Treue gehalten und wollen mit dem Unternehmen weiter langfristig zusammenarbeiten“, so der Verwalter.

„Besonders dankbar bin ich aber auch für die große Unterstützung und Loyalität der Belegschaft.“ In Riesa sollen 150 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Für 18 MTR-Mitarbeiter, die nicht vom Investor übernommen wurden, hat der Insolvenzverwalter eine Transfergesellschaft eingerichtet. Dort werden sie für bis zu neun Monate weiterbeschäftigt mit dem Ziel, die Mitarbeiter in dieser Zeit weiterzubilden und sie so schnell wie möglich in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln.

Hintergrund: Über Textildienstleister Elis

Elis ist einer der europäischen Marktführer im Bereich der textilen Versorgung von Hotels, Restaurants, dem Gesundheitswesen sowie dem industriellen Textilservice und Services im Bereich Waschraumhygiene. Mit weltweit 320 Produktions- und Serviceniederlassungen sowie 25.000 Mitarbeitern ist Elis in diesem wachsenden Markt nach eigenen Angaben auch weltweit eines der größten Unternehmen.

In Deutschland ist Elis seit 2001 präsent und hat seine Marktposition mit dem Ausbau von ursprünglich sechs Niederlassungen im Jahr 2012 auf nunmehr 17 Niederlassungen eine bundesweite Präsenz aufgebaut. Der deutsche Markt soll in Zukunft eine weiter wachsende Rolle einnehmen. Durch die Integration von Puschendorf Textilservice als starke Marke im Gesundheitswesen ist neben der Hotelversorgung das Gesundheitswesen für Elis ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld in Deutschland. Die nun anstehende Integration des Betriebes in Riesa wird laut Unternehmen insbesondere diese Bereiche weiter vorantreiben.

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