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Textile Kette verbessern Staatssekretär besucht Hohenstein Group

Hans-Joachim Fuchtel (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, besuchte am 25. Juli 2017 die Hohenstein Group am Stammsitz in Bönnigheim. Im Rahmen des Bündnisses für nachhaltige Textilien tauschte er sich mit den Textilexperten aus, wie die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie neu umgesetzt werden könnte.

Wie lassen sich die Rahmenbedingungen in den Produktionsländern der textilen Kette kontinuierlich verbessern, um flächendeckend soziale Arbeitsbedingungen, ökologische Herstellungsprozesse und Nachhaltigkeit auf wirtschaftlicher Ebene in den Betrieben zu schaffen?

Und wie können Verbraucher erkennen, ob die von ihnen gekauften Textilien auch tatsächlich nachhaltig sind?

Diese Fragen und mehr diskutierte Hans-Joachim Fuchtel (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), mit den Textilexperten der Hohenstein Group bei seinem Besuch am 25. Juli 2017.

Hohenstein legt Wert auf Nachhaltigkeit

"Nachhaltige Produkte und Prozesse sind schon immer einer unserer Arbeitsschwerpunkte, wenn es darum geht, unsere weltweiten Kunden mit unserer Expertise zu unterstützen", betont Prof. Dr. Stefan Mecheels, CEO der Hohenstein Group.

Als Gründungsmitglied der Oeko-Tex Gemeinschaft, ein Zusammenschluss von 18 unabhängigen Textilforschungs- und Prüfinstituten in Europa und Japan, vermarktet Hohenstein beispielsweise seit 1992 ein Portfolio unabhängiger Zertifizierungen und Produktlabels, mit denen Markenunternehmen, Hersteller und Einzelhändler ihre Nachhaltigkeitsziele umsetzen können.

Produktlabel Made in Green soll Transparenz bieten

Im Rahmen der VN-Agenda 2030 soll die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie neu aufgelegt werden. Fuchtel dankte der Oeko-Tex Gemeinschaft für ihre aktive Mitarbeit in den Arbeitsgruppen des vom BMZ initiierten Textilbündnisses und würdigte insbesondere die Transparenz für den Verbraucher durch das Produktlabel Made in Green.

Das Zeichen biete mit der Kombination aus Schadstoffprüfung sowie der Kontrolle von Umweltstandards und Arbeitsbedingungen ein einmaliges Transparenztool. Mittels eines Tracking-Codes könne der Verbraucher nachverfolgen, in welchen Betrieben und Ländern sein Bekleidungsstück hergestellt wurde.

Bekleidung für Staatsbedienstete soll nachhaltiger werden

Um selbst mit gutem Beispiel voranzugehen, veröffentlicht die Bundesregierung noch diesen Sommer ihre Roadmap zur Erfüllung der Bündnisziele. Diese sieht u.a. vor, dass bis 2020 mindestens 50 Prozent der Textilien für Staatsbedienstete nach ökologischen und sozialen Kriterien beschafft werden.

Das Portal Kompass Nachhaltigkeit soll bereits heute öffentliche Beschaffer in Bund, Länder und Kommunen bei der Auswahl nachhaltiger Textilprodukte unterstützen.

Bundesregierung startet u.a. Projekt in Pakistan

Durch vier neue gemeinsame Bündnisinitiativen möchte die Bundesregierung direkt vor Ort Wirkung erzielen, so Fuchtel. Im Fokus stehen dabei die nachhaltige Wassernutzung beim Baumwollanbau in Pakistan, die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Anhebung des Lohnniveaus in Spinnereien und Konfektionsbetrieben in Südindien sowie die Vermeidung schädlicher Chemikalien in mehreren asiatischen Partnerländern.

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