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Preisvergleich des Bundesverbands der Energie-Abnehmer Wasserpreise steigen um 0,75 Prozent

Der aktuelle Wasserpreisvergleich des Bundesverbands der Energie-Abnehmer zeigt erneut einen leichten Preisanstieg: Textilpflegebetriebe müssen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 0,75 Prozent mehr für Trinkwasser bezahlen. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Wasserversorgungsunternehmen erhebliche Schwankungen.

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) berät Unternehmen aus der mittelständischen Wirtschaft und des öffentlichen Sektors bei Fragen der Energiekostenreduzierung und des Energiemanagements. Nun hat der Bundesverband einen neuen Preisvergleich veröffentlicht. Demnach steigen die Wasserpreise im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 0,75 Prozent.

"Der VEA-Wasserpreisvergleich zeigt in diesem Jahr zwar nur einen durchschnittlichen Preisanstieg von unter ein Prozent", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch ein kleiner Preisanstieg Mehrkosten verursacht, die von den Unternehmen erst einmal wieder erwirtschaftet werden müssen."

Nur fünf Wasserversorger senken ihre Preise

Insgesamt 13 der 82 untersuchten Wasserversorgungsunternehmen (WVU) zeigen Preissteigerungen, darunter drei WVU sogar im zweistelligen Bereich. Den stärksten Preisanstieg verzeichnet der VEA-Preisvergleich mit 19,6 Prozent auf jetzt 4,46 €/m³ bei den Stadtwerken Emden. Es folgen mit 12,5 Prozent MAINOVA in Frankfurt/Main und mit 12,1 Prozent die Stadtwerke Augsburg. Der Durchschnittspreis für Unternehmenskunden mit Jahresabnahmemengen von 7.500 m³ bzw. 100.000 m³ steigt damit auf 4,01 €/m³.

Nur fünf der untersuchten Wasserversorger senkten ihre Preise: Mit jeweils -1,2 Prozent führen der Kommunalbetrieb Ingolstadt und Purena Helmstedt diese Liste an. Es folgen EVI Hildesheim (-0,2 Prozent) sowie Halle und Krefeld (jeweils -0,1 Prozent).

Die drei günstigsten Anbieter

Als Grundlage des Preisvergleichs dienen die veröffentlichten Frisch- und Abwasserpreise (einschließlich Mess- und Grundpreise) von 82 deutschen Städten. Eingeschränkt wird die Aussagekraft des Preisvergleichs dadurch, dass vor allem die Abwassergebühren aufgrund uneinheitlicher Berechnungen der Grundstücksflächen nur bedingt vergleichbar sind. Mit diesen Einschränkungen erweisen sich im Gesamt-Durchschnittspreis – also Wasser plus Abwasser – Ingolstadt (2,72 €/m³), Worms (2,84 €/m³) und Augsburg (2,96 €/m³) als die drei günstigsten, Potsdam (5,84 €/m³), Krefeld (5,64 €/m³) und Saarbrücken (5,48 €/m³) als die drei teuersten Versorgungsgebiete.

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