Österreich -

Forderungen des Wirtschaftskammerpräsidenten Aktionsplan für mehr Investitionen nötig

3 Österreichs Bundeskanzler Christian Kern hat kürzlich die Schaffung von 200.000 zusätzlichen Arbeitskräften bis 2020 als wichtiges Ziel der Bundesregierung bezeichnet. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, sieht dies als respektables Vorhaben, das auch die Wirtschaft unterstützt. Er gibt aber zu bedenken, dass es bei einem „Mehr an Beschäftigten nicht automatisch weniger Arbeitslose gibt“. Um die Arbeitslosenzahlen nachhaltig zu reduzieren, seien zusätzliche Anstrengungen und Unterstützungen für Österreichs Betriebe nötig.

In den vergangenen Jahren verzeichnete Österreich trotz niedrigen Wachstums sowohl einen Höchststand bei der Beschäftigung als auch bei der Arbeitslosigkeit. Die steigende Arbeitslosigkeit resultiert auch aus dem steigenden Arbeitskräfteangebot aus dem In- und Ausland. Zugleich lassen sich strukturelle Probleme am Arbeitsmarkt wie steigende Langzeitarbeitslosigkeit, ein Mismatch bei angebotenen und nachgefragten Qualifikationen, starke Zunahme von Flüchtlingen mit Asylstatus etc. feststellen.

Das sagen die Prognosen

Bei einem aktuell prognostizierten Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 1,4 Prozent und einer Beschäftigungsnachfrage von 1,2 Prozent jährlich werden zwischen 2016 und 2021 fast 200.000 Arbeitsplätze von den heimischen Betrieben geschaffen (ein Prozent mehr Wachstum bedeutet rund 25.000 Beschäftigte mehr und 1,5 Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen). Das reicht aber nicht aus, um das weiterhin steigende Arbeitskräfteangebot am Arbeitsmarkt vollständig unterzubringen, so Leitl. Laut Eurostat wird 2020 die Arbeitslosigkeit 6,2 Prozent betragen und damit den Wert 2015 um einen halben Prozentpunkt übersteigen.

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