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Verband Textilpflege Schweiz Darum gehört Berufsbekleidung in die Textilpflege

Berufsbekleidung schützt vor Bakterien und Infektionen oder Gefahren wie Feuer, Elektrizität und Verkehr. Der Verband Textilpflege Schweiz empfiehlt, die Bekleidung von einem professionellen Textilpflege-Unternehmen aufbereiten zu lassen.

Viele Unternehmen finden es praktisch, wenn Mitarbeitende ihre Arbeitsbekleidung zu Hause waschen. Der Verband Textilpflege Schweiz (VTS) rät jedoch, diese professionell reinigen zu lassen. Arbeitgeber sind von Gesetzes wegen für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz ihrer Angestellten verantwortlich. Die Berufsbekleidung spielt dabei eine zentrale Rolle. Arbeitnehmer übersehen im Umgang mit privaten Haushaltswaschmaschinen häufig die Unterschiede zwischen sauber, hygienisch und sicher.

Private Reinigung birgt Risiken

Die Arbeitsbekleidung ist für viele Berufsgruppen (z.B. Schweisser, Elektriker, Feuerwehrleute, Logistiker etc.)  ein Schutz vor direkter oder indirekter Gefährdung durch ihre Tätigkeit. PSA ist zudem durch Normen und Verordnungen definiert. Eine priv ate Reinigung dieser Textilien birgt Risiken, denn eine Gewährleistung von Sicherheitsattributen wie Schutzstreifen oder Imprägnierung lässt sich laut VTS nicht garantieren. Reflexstreifen von Warnschutzbekleidung verlieren bei zu heißer Wäsche ihre Leuchtkraft. Auch die Verwendung von Weichspülern kann PSA mit Hitze- und Flammschutz entflammbar machen. Die Schutzwirkungen über die Lebensdauer der Bekleidungsstücke müssen jedoch garantiert und dokumentiert sein. Für den Arbeitgeber ist es unmöglich, Prozesse nachzuvollziehen und zu kontrollieren, wenn Angestellte die Bekleidung zu Hause waschen.

VTS: Merkblatt macht auf Risiken aufmerksam

Der VTS erachtet die Risiken, die das Waschen von Berufsbekleidung zu Hause mit sich bringt, als ernst zu nehmende Gefahr. Der Verband verweist deshalb mit dem Merkblatt "Arbeitskleidung – nicht nur sauber, sondern sicher" auf die Problematik. Das Merkblatt zeigt die Vorteile des industriellen Waschens auf und beleuchtet detailliert die Risiken der Haushaltswäsche.

Ziel des VTS ist es, Arbeitgebern ins Bewusstsein zu rufen, dass es ineffizient und gefährlich ist, Mitarbeiter ihre Arbeitsbekleidung zu Hause waschen zu lassen. Es lohne sich, mit einem Textilpflege-Unternehmen zusammenzuarbeiten. Dieses bereite die Textilien hygienisch auf und wasche PSA nach Normen für die Schutzwirkung professionell. Dadurch lassen sich unnötige Risiken vermeiden.

Bakterien und Rückstände entfernen

Auch das private Waschen von Berufsbekleidung aus dem Gesundheits- und Sozialwesen ist heikel. Auf diesen befinden sich unsichtbare Krankenhauskeime, die somit in die eigenen vier Wände gelangen. Privathaushalte waschen Textilien im Allgemeinen und damit auch die Arbeitsbekleidung vermehrt bei niedrigen Temperaturen. Den Arbeitnehmern ist häufig nicht bewusst, dass Bakterien nur mit entsprechenden Waschmitteln oder bei Temperaturen über 60°C wirksam absterben, so der VTS. Bakterien wie das "Staphylococcus aureus" oder "Escherichia coli" sind pathologische Erreger. Sie verursachen speziell bei Menschen mit schwachem Immunsystem schwerwiegende Erkrankungen wie Wundinfektionen, Blutvergiftungen oder Durchfall. Diese Keime überleben auf Baumwollfasern bis zu 21 Tage. In der Gastronomie- und der Lebensmittelbranche ist der Hygieneaspekt ebenso wichtig.

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