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Persönlichkeiten Fritz Walter: Fußballer, Weltmeister – Wäschereibesitzer

Am 31. Oktober hätte Fritz Walter seinen 100. Geburtstag gefeiert. Unter dem Motto "100 Jahre – 100 Tage je eine Geschichte über den großartigen Fußballer und Menschen" erinnert der Fernsehsender SWR Sport an den ehemaligen Nationalspieler und an seine Karriere abseits des Sports: 1952 eröffnete Walter eine Wäscherei.

Er wäre am 31. Oktober 100 Jahre alt geworden: Fritz Walter. Zu diesem Anlass erinnert der Fernsehsender SWR Sport an den ehemaligen Nationalspieler – und Wäschereibesitzer. In einem kurzen Video erinnert sich Hans Walter vom Museumsteam des 1. FC Kaiserslautern an Walters Laden in der Fakelstraße in Kaiserslautern.

Fritz Walters Leben und seine Wäscherei

Schon während seiner Karriere als Sportler, versuchte Friedrich "Fritz" Walter, beruflich Fuß zu fassen. Der 1920 geborene Sohn des Vereinsgaststättenwirts des 1. FC Kaiserslautern kickte zum ersten Mal 1928 in der Schulmannschaft. Er war der älteste von fünf Geschwistern. In seinem ersten Länderspiel gegen Rumänien schoss der gelernte Bankkaufmann drei Tore. Das war 1940. Danach zog ihn die Wehrmacht ein. Später kam in Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand er wieder auf dem Feld, versuchte aber auch beruflich Fuß zu fassen. Er eröffnete eine Wäscherei in der Innenstadt von Kaiserslautern. Grelle Neonbuchstaben prangten über den großen Scheiben des Betriebs. Doch die damaligen Dämpfe und Laugen schadeten nach eigenen Angaben seiner Kondition. Den Betrieb übernahm seine Frau.

Am 4. Juli 1954 holte er als Kapitän der Nationalmannschaft den Weltmeistertitel. Ein großer Erfolg für die damals junge Bundesrepublik. Nach 384 Spielen und 327 Toren beendet er 1959 seine sportliche Laufbahn. Das Finanzministerium widmet dem ehemaligen Fußballweltmeister eine Sonderbriefmarke . Die 95-Cent-Marke ist seit Oktober erhältlich.

Walter galt als genialer Spielmacher, wagte aber nie den Schritt zum Trainer. Neben der Wäscherei, die er später aufgab, führte er ein Kino, schrieb Sportbücher, kommentierte Fußballspiele und engagierte sich bei der Fußballstiftung Sepp-Herberger. Er starb am 17. Juni 2021 im Alter von 81 Jahren in Alsenborn.

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