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Berufsbekleidung Hygienische Arbeitsbekleidung als Corona-Schutzmaßnahme

Zu den Arbeitsschutzstandards im Kampf gegen Covid-19 zählt auch die regelmäßige Reinigung von Berufsbekleidung, fordert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Ein Job für die professionelle Textilpflege, denn: Wer zu Hause wäscht, riskiert Hygienemängel.

Nicht alle Angestellten können zuhause arbeiten und für die langsam wieder hochfahrende Wirtschaft hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) kürzlich Arbeitsschutzstandards speziell für die Zeiten des Coronavirus veröffentlicht. Um Infektionsrisiken zu reduzieren, wird auch die regelmäßige Reinigung von Berufskleidung gefordert. Die heimische Waschmaschine garantiert in der Regel jedoch keine ausreichend hygienischen Waschergebnisse. Dazu bedarf es der professionellen Textilpflege.

Die speziell für die Corona-Pandemie veröffentlichten Arbeitsschutzstandards des BMAS sehen neben angemessenem Schutzabstand auch die Verwendung hygienisch einwandfreier Arbeitskleidung vor, so der Deutsche Textilreinigungs-Verband (DTV). Die Verantwortung liege dabei klar auf Seiten der Unternehmen – selbst dann, wenn Mitarbeiter private
Bekleidung tragen. Die professionelle Pflege von Kleidung und Berufskleidung gehört zu den wichtigsten Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern.

Wer zuhause wäscht, riskiert deutlich höhere Keimbelastung

Nehmen Angestellte ihre potenziell kontaminierte Berufskleidung zum Waschen mit nach Hause, exportieren sie die Keimumgebung der Arbeitsstätte in ihr privates Umfeld. Es sei laut DTV zu befürchten, dass durch dieses Vorgehen ein zusätzlicher Infektionsherd in den eigenen vier Wänden geschaffen werde. Eine Untersuchung des Gesundheitsamtes in Frankfurt am Main hatte 2017 gezeigt, dass Berufsbekleidung, die zu Hause gewaschen wurde, nach dem Waschen eine deutlich höhere Keimbelastung aufweist, als Bekleidungsteile, die in professionellen Wäschereien mit nachvollziehbar sicheren Verfahren aufbereitet wurden.

Der DTV empfiehlt, sich bei der Pflege der Arbeitsbekleidung nicht auf die heimische Waschmaschine zu verlassen, denn: Erst kürzlich zeigte eine Studie der Universität Bonn gezeigt, können Haushaltswaschmaschinen keine Keimfreiheit garantieren, da sie häufig die für die Inaktivierung des Coronavirus notwendige Temperatur von 80 °C nur kurze Zeit oder auch gar nicht erreichen. Der aktuelle Trend zur Energiesparwaschmaschine trägt daran Anteil. Der gewünschte Hygieneeffekt bleibt also aus. In Pumpe, Schublade, zwischen Gummi und Waschmaschinenfenster sammeln sich zudem Bakterien, Pilze und Viren an, da an diesen neuralgischen Punkten die Temperaturen für eine sichere Virusinaktivierung nicht erreicht werden. Dies kann bei Be- und Entladen der heimischen Waschmaschine zu einer Rekontamination führen.

"Arbeitgeber stehen in Zeiten der Corona-Pandemie in einer besonderen Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern und deren Familien", so DTV-Geschäftsführer Andreas Schumacher. "Diese Verantwortung können Arbeitgeber aber mit gutem Gewissen an professionelle Textildienstleistungsunternehmen weitergeben." Die Textildienstleistungsunter-nehmen reduzierten mit modernen Wasch- und Reinigungsverfahren die Zahl der Mikroorganismen und würden so helfen, die Pandemie einzudämmen. Ausgebildete Textilreiniger und qualifizierte Mitarbeiter orientierten sich dabei an standardisierten Hygieneleitfäden und achteten, von der Abholung bis zur Lieferung der sauberen Textilien, auf eine hygienische Behandlung.

Professionelle Textildienstleister bieten Unterstützung

Professionelle Wäschereien und Textildienstleistungsunternehmen waschen und trocknen mit exakt auf einander abgestimmten Verfahren und können mit ihrer technischen Ausstattung die richtige Pflege der Bekleidung sicherstellen. Nicht zuletzt ist die Ausstattung von Wäschereien und Reinigungen darauf ausgelegt, auch schwierigen hygienischen Anforderungen zu entsprechen.

Neben Arbeitsbekleidung, die in erster Linie dem Schutz der tragenden Personen dient, gibt es heutzutage einen großen Markt im Bereich der funktionalen, trendigen Berufsbekleidung, die in zahlreichen Branchen eingesetzt wird. Nicht nur klassische Handwerksbetriebe, sondern auch der Einzelhandel, Hotels, Versicherungen und Fluggesellschaften setzen heute auf professionelle Corporate Fashion. Oftmals entscheiden sich die Unternehmen dabei für Leasingmodelle. Die getragene Bekleidung verbleibt dabei im Besitz der Reinigung bzw. Wä-scherei, die dann nicht nur für die Pflege, sondern auch für die Reparatur oder einen Ersatz sorgt. Deshalb setzen immer mehr Unternehmen auf die hygienisch einwandfreie Versorgung mit Berufskleidung aus einer Hand: 2018 wurden rund 5,32 Millionen Träger von den DTV-Verbandsmitgliedern mit Berufskleidung (inkl. Persönlicher Schutzausrüstung) ausgestattet.

 

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