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Schnelldampferzeuger in der Textilpflege In fünf Minuten von kalt zu Dampf

Energieeffiziente, bedarfsgerechte Dampferzeugung ist für Wäscherei und Reinigung wichtig. Viele Betriebe nutzen Schnelldampferzeuger. Clayton Deutschland zeigt Trends und Vorteile für die Textilpflege auf.

Im Textilreinigungsgewerbe sind gasbeheizte Schnelldampferzeuger weiter auf dem Vormarsch. Für alle Anlagen gilt: Man benötigt einen Designdruck von 13 bar bzw. einen Arbeitsdruck von maximal 11 bar, um auch Heißmangeln zu betreiben. Bei Waschmaschinen reichen in der Regel bereits 7 bar Dampfdruck und weniger aus.

Größere Betriebe nutzen zwar nach wie vor Großwasserraumkessel zur Dampf­erzeugung, aber unterm Strich geht der Trend in eine neue Richtung. Ausgangspunkt der Betrachtung ist das geringere Wasservolumen bei Schnelldampferzeugern – gekoppelt an eine zunächst geringere Dampfspeicherfähigkeit, was jedoch nur auf den ersten Blick für den Einsatz von Großwasserraumkesseln spricht. Die großen Dampfmacher erhalten nämlich mittlerweile starke Konkurrenz. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Großwasserraumkessel, der erst nach 60 bis 90 Minuten den erforderlichen Dampfdruck aufbaut, kann die Leistung eines Schnelldampf­erzeugers schon innerhalb von fünf Minuten nach einem Kaltstart abgerufen werden. Auch im Fall einer Betriebsunterbrechung stehen Schnelldampferzeuger rasch wieder zur Verfügung, während sich bei Großwasserraumkesseln die Betriebsbereitschaft deutlich verzögert. Doch wie sieht es mit den weiteren Kriterien aus?

Dampferzeugung auf engstem Raum

Schnelldampferzeuger sind vor allem auch für Betriebsflächen mit Platzmangel ausgelegt: Lediglich 30 Prozent der Grundfläche eines Großwasserraumkessels sind für den Einbau eines Schnelldampferzeugers in vertikaler Bauweise nötig, wie sie z.B. Clayton Deutschland (Düsseldorf/Meerbusch) im Angebot hat. Hinzu kommt: Bis zu einer gewissen Baugröße können Schnelldampferzeuger überwachungs- und genehmigungsfrei betrieben werden.

Stand-by und die Kosten

Um Aspekte der Wirtschaftlichkeit richtig zu beleuchten, stellt sich im Vorfeld eine wichtige Frage: Soll eine Dampfversorgung sporadisch oder kontinuierlich erfolgen? Großwasserraumkessel lassen sich nicht ohne weiteres abschalten – sie bleiben aufgrund ihrer langen Aufheizzeit im Stand-by-Modus und verbrauchen dabei in vielen Fällen unnötige Energie. Das Aufrechterhalten von Druck und Temperatur eines Stand-by-Kessels treibt die Betriebskosten in die Höhe – im Hinblick auf stark schwankende, jedoch langfristig steigende Energiepreise eine nicht zu vernachlässigende Größe.

Außerdem: Hohe Energieverluste lassen sich aufgrund der dreimal größeren Oberfläche der Großwasserraumkessel schlecht kompensieren. Schnelldampf­erzeuger von Clayton Deutschland können hingegen nach Unternehmensangaben für lohnenswerte Zeiträume unbeheizt bleiben, in denen kein Dampf benötigt wird. Ein 20-t-Kessel wie beispielsweise bei der sogenannten E-Serie lasse sich so bei Bedarf innerhalb von 30 Minuten von 20 °C auf Volllast bringen. Speziell bei diskontinuierlichem Dampfbedarf verbuchen Schnelldampferzeuger Pluspunkte: Maximalleistungen von 20 t pro Stunde sind auf diese Weise ohne weiteres auch aus dem „kalten“ Stand-by zu erzielen.

Ein Wort zur Dampfqualität

Clayton Deutschland übernimmt nach eigenen Angaben bei den Anlagen die Gewähr für Sattdampf mit einem Maximalgehalt von 0,5 Prozent Restfeuchte – Messungen über die Spanne des Modulationsbereichs hätten ergeben, dass sogar Restfeuchten von bis zu 0,05 Prozent eher die Regel als die Ausnahme sind. Demgegenüber produzieren Großraumwasserkessel noch Dampf mit einer Restfeuchte von mindestens zwei bis drei Prozent.

Auf eine minimale Restfeuchte kommt es an: Sie stellt einen optimalen Wärmeübergang zum Dampfverbraucher sicher und vermeidet Wasserschläge in der Dampfleitung. Inzwischen zählen hochwertige Schnelldampferzeuger von Clayton zum Standard, die konstanten Dampfdruck bei schwankendem Bedarf liefern. Durch den geringen Wasser­inhalt und die geringe Stahlmasse ist die Reaktionszeit von Schnelldampferzeugern zum Erreichen des benötigten Betriebsdrucks kurz und kann auch bei Lastzunahme ohne Druckabfall gehalten werden. Durch die Zuschaltung oder Nachrüstung von Einzelaggregaten, die auch über ein externes Signal vorgenommen werden können, ist die Dampfleistung beliebig erweiterbar. Als Einzelaggregate liefern Schnelldampferzeuger von Clayton Dampfmengen jeweils bis zu 20 t pro Stunde, so das Unternehmen.

Energieeinsparung vs. Verschleiß

Der Verdacht, dass Betriebskosteneinsparungen der Schnelldampferzeuger zu einem späteren Zeitpunkt überhöhten Wartungs- und Instandhaltungskosten gegenüberstehen, erhärtet sich laut Clayton nicht: Die Standzeiten der Speisewasserpumpen seien weitaus höher, wobei deren Wartung kaum noch Kosten verursache. Betrachtet man den Bedienkomfort, definieren Schnelldampferzeuger den neuen Standard: Moderne Anlagen besitzen eine intelligente Regelungstechnik (programmierbare SPS-Steuerung und Onlineüberwachung), die sich ohne zeitintensive Einweisung in Betrieb nehmen lässt.

Steam Master für kleinere Betriebsgrößen

Neben der bewährten E-Serie (bis 20 t Dampf pro Stunde) von Clayton liefert dem Unternehmen zufolge die neue Generation des Typs Steam Master je nach Anforderungen Dampfleistungen von 60 bis maximal 700 kg pro Stunde. Aufgrund kompakter Baugrößen (L × B × H/1.800 × 1.174 × 2.458 mm) eignen sie sich auch für kleinere Wäschereien. Über ein Touchscreendisplay bekommt der Bediener stets den aktuellen Betriebszustand und den Dampfstatus angezeigt. Der Steam Master kommt laut Anbieter entweder mit 110 oder 220 V aus – unabhängig davon, ob er mit Öl oder Gas befeuert wird. Beide Befeuerungsarten sind möglich. Betreiber, die sich für die Anlage interessieren, können prinzipiell zwischen sechs Ausstattungsvarianten wählen: Das Kraftstoffsparpaket be­inhaltet einen zusätzlichen Economiser für etwa fünf Prozent Energieeinsparung. Das Premiumdampfpaket soll dem Betreiber über 99 Prozent gesättigten Dampf garantieren. Die dafür erforderliche Zusatzausstattung – Dampfabscheider, Kondensatableiter und ein automatisches Abschlammsystem – sind darin enthalten.

Mittlerweile gibt es auch ein geeignetes Water-Preparation-Package (Wasseraufbereitungspaket) für ein bis drei Steam Master, die in Reihe geschaltet werden: Es beinhaltet einen 300-l-Edelstahlwasserbehälter sowie einen 140-l-Chemikalienbehälter mit einem 40-l-Abschlammbehälter sowie entsprechender Kühlung. Diese Zusatzeinrichtung ist komplett verkabelt und betriebsbereit, so Clayton.

Ein entsprechendes Paket zur Betriebs- bzw. Langzeitüberwachung für PC oder mobile Endgeräte (zur Wasserfüllstandskontrolle oder Wasserqualität) rundet das Leistungsspektrum des Unternehmens ab.

Fazit: Schnelldampferzeuger sind ihren Kinderschuhen entwachsen – sie produzieren mittlerweile große Dampfmengen zu respektablen Kosten. Gut für das Klima und effizient für die betrieblichen Zahlen.

www.clayton-deutschland.de

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