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Innenminister und WKÖ-Präsident erneuern Kooperation „Unternehmen Sicherheit“ Internetkriminalität präventiv verhindern

Handelsbetriebe in Einkaufsstraßen oder -zentren sind laut Sobotka Orte der Kommunikation und des Informationsaustausches. „Deshalb ist es wichtig, gemeinsam mit Unternehmern und deren Mitarbeitern Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen“, sagt er. Dazu gehören beispielsweise Informationsveranstaltungen und -broschüren oder der Einsatz des Online-Schulungstools „Sicherheit im Handel“ (www.wko.at/service/unternehmensfuehrung-finanzierung-foerderungen/E-Learning--Sicherheit-im-Handel-.html). Die Sicherheits- und Notfall-App für Unternehmen ist laut Innenminister eine zusätzliche, moderne Form, Unternehmen und deren Mitarbeitern Handlungsanleitungen für Notfallsituationen sowie Kontaktmöglichkeiten rasch zur Verfügung zu stellen. Besonders Trafikanten seien aufgrund des Bargeldvorrates einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgesetzt. „Sie sind eine wichtige Drehscheibe der Kommunikation und Sicherheitsmultiplikatoren am Land sowie in den Grätzeln der Städte – daher bedarf es hier besonderer Präventionsmaßnahmen“, sagt Sobotka.

Veranstaltungsreihe für Unternehmer geplant

Ein wirksames Instrument, Angriffe im Cyberraum frühzeitig zu erkennen und Schaden zu minimieren, ist laut Sobotka CERT (Computer Emergency Response Team). Da es derzeit jedoch kaum Erfahrungen hinsichtlich eines entsprechenden Designs für kleine und mittlere Betriebe (KMU) gibt, soll eine Machbarkeitsstudie die Einsatzmöglichkeiten klären. Für Gründer- und Jungunternehmer soll ein analoges und digitales Angebot zur Verfügung gestellt werden, das auf die Situation von Betriebsgründern abgestimmt ist und die Sensibilisierung von Jungunternehmen, beispielsweise durch Webseminare, zum Ziel hat. Die Gefährdung im Bereich der Datensicherheit werde von Unternehmen als die größte Herausforderung im Bereich der Digitalisierung gesehen. Daher kündigte Sobotka an, dass im ersten Halbjahr 2017 zu den Themen „IT-Sicherheit und Datenschutz“ eine eigene Veranstaltungsreihe in den Landeshauptstädten für Unternehmen organisiert wird. Darüber hinaus sollen die bereits durchgeführten Cyberübungen und Planspiele nach Sobotka auch für KMU angeboten werden. „Damit können die Unternehmen solchen Angriffen professioneller und effizienter begegnen.“ In speziellen Veranstaltungen sollen Gewerbetreibende auch über die Bekämpfung von Geldwäsche als organisierte Kriminalität bzw. Terrorismusfinanzierung aufgeklärt werden.

Speziallehrgänge für Berater

Darüber hinaus sei es auch erforderlich, Vertrauenspersonen bzw. Berater aus der österreichischen IT-Wirtschaft als Multiplikatoren in die Kampagnenarbeit zu integrieren. „Daher wird ein Speziallehrgang zur Weiterbildung und Qualifizierung der Beratungs­experten erarbeitet, der auch eine Zertifizierung beinhaltet“, sagt Sobotka. Eine Toolbox bzw. ein Leitfaden werde erstellt, auf der bzw. in dem wissensbasierte Dienstleister Publikationen zum Thema Digitalisierung abrufen können. „Ergänzt wird diese Toolbox durch Veranstaltungen in den Bundesländern, bei denen diese Dienstleister auf die Maßnahmen vorbereitet werden.“

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