Nachrichten -

Handel mit Wäschereitechnik Kannegiesser kritisiert US-Einfuhrzölle auf Waschmaschinen

Martin Kannegiesser, Geschäftsführer von Herbert Kannegiesser, kritisiert die amerikanische Zollpolitik. Denn am 22. Januar 2018 beschloss die US-Regierung hohe Strafzölle für Waschmaschinen.

Am Montag, den 22. Januar 2018, hat die US-Regierung hohe Einfuhrzölle für Solaranlagen und Waschmaschinen angekündigt. Sie sollen sogar bis zu 50 Prozent auf Waschmaschinen betragen. Martin Kannegiesser, Geschäftsführer des Unternehmens Herbert Kannegiesser und Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, übt Kritik an der neuen US-amerikanischen Zollpolitik. "Wenn die USA jetzt anfangen, selektiv einzelne Bereiche, in denen die US-Industrie nicht so erfolgreich ist, mit Zöllen zu belegen, brechen sie ein Prinzip, das wir alle nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt haben", sagte der Firmeninhaber im Gespräch mit der "Neuen Westfälischen".

Deutsche Unternehmen sind betroffen

"Wahrscheinlich ist mein Unternehmen, wie viele andere, von den neuen Schutzzöllen betroffen", sagte der Unternehmenschef. Kannegiesser erwirtschaftet nach eigenen Angaben in den USA einen Umsatzanteil von knapp zehn Prozent. US-Waschmaschinen sind laut Martin Kannegiesser nur deshalb preiswerter als deutsche, weil amerikanische Hersteller in den vergangenen 30 Jahren keine Neuentwicklungen auf den Markt gebracht hätten.

Gegen Abschottungspolitik der USA

Kannegiesser warnt in der Mittwochsausgabe der Neuen Westfälischen vom 24. Januar 2018: "Wir wissen, wohin der Protektionismus vor dem Krieg geführt hat." Die USA würden mit ihrer Abschottungspolitik weltweit Reaktionen auslösen. Eine protektionistische Weltwirtschaft werde Folgen für die USA haben.

© rw-textilservice.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen