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TCCV Österreich baut Textilkompetenzzentrum aus

Das Vorarlberger Textilkompetenzzentrum (TCCV) im österreichischen Dornbirn wird ausgebaut. Das Projekt TCCV² hat zum Ziel, ein international sichtbares Textilforschungszentrum im Herzen Europas zu etablieren und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern.

Das Textilkompetenzzentrum Vorarlberg (TCCV) im österreichischen Dornbirn bündelt die Arbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, Experten entwickeln hier neue Technologien. Diese Zusammenarbeit soll nun gestärkt werden: Das TCCV wird ausgebaut. Für das Projekt TCCV² stehen rund 4,2 Millionen Euro bereit.

 TCCV-Leiter Tung Pham

Textilforschung fördern

"TCCV² ist ein wichtiger Schritt, ein international sichtbares Textilforschungszentrum im Herzen Europas zu etablieren", freut sich TCCV-Leiter Tung Pham, der auch das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik führt, an dem das vor vier Jahren gegründete Textilkompetenzzentrum angesiedelt ist. In Dornbirn verknüpfen laut Phan Forscher seitdem ihr akademisches Wissen über Materialien und die Chemie der Textilien mit den praktischen Erfahrungen von Unternehmen und entwickeln daraus neue Programme.

Forschungszentrum internationaler ausgerichtet

Mit dem Ausbau soll das bestehende Forschungszentrum stärker international ausgerichtet werden, etwa indem man spezifische Expertise von internationalen Partnern – u. a. aus Deutschland, Schweiz, Italien und Spanien, einbindet. Im Zentrum forschen die Beteiligten dann an innovativen Textilen, textilen Hochleistungsmaterialien, E-Textilien und textilbasierten Energiespeicher- und Sensorsystemen. Darüber hinaus legt das TCCV² einen zusätzlichen Schwerpunkt auf nachhaltige und umweltfreundliche Technologien. Als wesentliche Themen gelten dabei Wiederverwendung, Recycling, Kreislaufwirtschaft und biobasierte Produkte.

"Die Weiterentwicklung Kompetenzzentrums wird den Textilforschungsstandort Vorarlberg zu einem europaweit sichtbaren Leuchtturm der Textiltechnologie machen", sagt Tilmann Märk. Der Rektor der Universität Innsbruck ist überzeugt, dass von dem Ausbau v. a. auch regionale Unternehmen profitieren, insbesondere die, die eng mit dem Forschungszentrum zusammenarbeiten. Durch das Einbinden neuer Partner aus der Automobilbranche, dem Gesundheitswesen oder dem Bereich Elektronik weite das TCCV seine Strahlkraft künftig aus.

Das TCCV ist eines von sieben Forschungsprojekten, die im Rahmen des Förderprogramms COMET des Österreichischen Umweltministeriums und Wirtschaftsministeriums Mitte November genehmigt wurden und für die nächsten vier Jahre mit insgesamt 10 Millionen Euro gefördert werden. 1,2 Millionen davon fließen nach Dornbirn. Weitere 600.000 Euro steuert das Land Vorarlberg dem Ausbau des TCCV bei.

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