Österreich -

Neue Cyber-Security-Hotline Rasche Hilfe für betroffene Betriebe

3 Cybercrime wird für Österreichs Betriebe zu einer immer größer werdenden Bedrohung. Im Vorjahr stieg die Zahl der angezeigten Fälle von Computer- und Internetkriminalität um ein Drittel auf mehr als 13.000. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe (KMU) seien vermehrt betroffen. Aus diesem Grund hat die Wirtschaftskammerorganisation (WKO) für alle Unternehmen, die von Cyberkriminalität betroffen sind, eine neue Cyber-Security-Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0800 888 133 stehe den Unternehmen ab sofort eine kostenlose telefonische Notfallhilfe zur Verfügung. Diese „Erstversorgung“ ist rund um die Uhr, sieben Tage die Woche erreichbar. Für Hilfe darüber hinaus sorge von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 18 Uhr ein ebenfalls neu eingerichteter Bereitschaftsdienst von IT-Security-Experten.

Ein erster Schritt im Zuge der Kammerreform

Getragen und finanziert wird dieses Pilotprojekt gemeinsam von den Wirtschaftskammern (WK) Steiermark, Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Vorarlberg und Tirol sowie der WKÖ. „Besonders stolz“ zeigte sich WKO-Präsident Christoph Leitl darüber, dass mit der Cyber-Security-Hotline ein erster Schritt im Zuge der Kammerreform WKO 4.0 geglückt ist: „Die Kammerreform bringt neben einer finanziellen Entlastung der Mitglieder auch neue Services für die Betriebe“, sagt der Präsident.

Leadorganisation als Grundmodell

Zur Steigerung der Effizienz der Gesamtorganisation diente bei der Cyber-Security-Hotline der Grundgedanke des Leadorganisationsmodells als Vorbild. Dabei müssen bestimmte Leistungen nicht mehr parallel von allen Landeskammern angeboten werden, sondern eine Kammer übernimmt die Initiative und fungiert als Leadorganisation. In diesem Fall war das die WK Steiermark. „Dafür bedanke ich mich beim steirischen Wirtschaftskammerpräsidenten Josef Herk und seinem Team“, erklärte Leitl. „Dieses Projekt zeigt auch, dass die Befürchtungen, das Leadkammermodell könn­te zu einem Wiener Zentralismus führen, unberechtigt sind.“  Know-how und Kompetenzen könnten laut Leitl überall dort gebündelt werden, wo jemand die Initiative ergreife.

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