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Einbruchschutz So schützen Sie Ihre Textilreinigung vor Einbrechern

Immer wieder werden kleine und mittlere Unternehmen Opfer von Einbrüchen. Gerade jetzt, in den Sommerferien, ist die Einbruchsrate besonders hoch. Wie Sie sich schützen und beruhigt in den Betriebsurlaub gehen können, erklärt Ralf Michl von der Nürnberger Versicherung.

Vergangenen Freitag, 13. Juli 2018, berichtete Focus Online, wie unbekannte Täter sich in der Nacht zuvor mittels brachialer Gewalt Zugang zu einer Textilreinigung im baden-württembergischen Gerlingen verschafft hatten. Die Einbrecher hatten die Schublade der Ladentheke durchwühlt und Schränke aufgebrochen. Entwendet wurde nichts, der Sachschaden beträgt etwa 1.800 Euro. Einbrüche wie dieser sind keine Seltenheit. Über 300 Millionen Euro – so hoch ist die Schadenssumme, die jährlich durch Einbrüche in kleine und mittlere Betreibe wie Textilreinigungen, entsteht. Gerade jetzt ist die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden, hoch. Denn viele Unternehmen nutzen aktuell die Sommerferien, um ihren Betrieb zu schließen und in den Urlaub zu fahren. Dabei haben die Einbrecher nicht unbedingt große Unternehmen oder teure Maschinen im Visier. Oft haben sie es auf die Ware in kleineren Geschäften abgesehen – etwa die Zigaretten aus dem Zeitschriftenkiosk um die Ecke. Durch Einbruchschäden am Gebäude, an Türen und Fenstern kommen schnell hohe Kosten zusammen.

Wie kleine und mittlere Betriebe ihr Einbruchsrisiko senken können, wie smarte Technik unterstützt und wer im Ernstfall für den Schaden aufkommt, erklärt Ralf Michl, Experte von der Nürnberger Versicherung.

1. Erarbeiten Sie ein Sicherheitskonzept

Der Alltag im Betrieb ist häufig hektisch: Einbruchschutz steht da bei den meisten Firmen ganz unten auf der Agenda. Dabei sollten gerade KMUs entsprechende Schutzvorkehrungen treffen. Denn hier können die Folgekosten eines Einbruchs schnell existenzbedrohend werden. Aber welche Maßnahmen helfen, Einbrüche zu verhindern? „Zunächst empfiehlt es sich, ein S icherheitskonzept für das Unternehmen zu erarbeiten“, so der Experte Michl. Hier lohne sich ein Blick in die Unterlagen der Inhaltsversicherung: Manche Policen setzten bestimmte Schutzmaßnahmen gegen Einbruch und Diebstahl voraus. Außerdem liefert die VdS Schadenverhütung Orientierung für nötige Schutzmaßnahmen: Europas größtes Institut für Unternehmenssicherheit bewertet Betriebsarten nach ihrem Einbruchsrisiko. Entsprechend dieser Sicherungsklassen empfiehlt die VdS dann bestimmte Schutzvorkehrungen für den jeweiligen Betrieb . Auch von Experten der (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen erhalten Betriebe Unterstützung. Sie helfen direkt vor Ort bei der Ermittlung von Schwachstellen am Gebäude und auf dem Grundstück.

2. Rüsten Sie gegen die Einbruchsgefahr auf

Steht das Sicherheitskonzept, geht es an die konkrete Umsetzung. Schwachstellen sind häufig Türen und Fenster: „Daher lohnt es sich, in den Gebäudeschutz zu investieren“, sagt Michl. Um großen Gewalteinwirkungen standzuhalten, sollten Fenster und Türen, aber auch Rollläden oder Gittertüren mit einer entsprechenden Widerstandsklasse nachgerüstet werden. Schaufenster und Kellerfenster sollte das Sicherheitskonzept ebenfalls miteinschließen. Bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen unterstützen sogenannte „Errichterfirmen“. „Diese sollte von der VdS Schadenverhütung zertifiziert und geprüft sein, um eine fachgerechte und professionelle Nachrüstung zu garantieren“, rät der Experte der Nürnberger Versicherung. Die VdS bietet auf ihrer Website eine Auflistung aller Firmen, die diese Kriterien erfüllen.

3. Nutzen Sie smarten Schutz

Neben Nachrüstungen am Gebäude selbst unterstützen auch Smarthome-Technologien beim Einbruchschutz. Dazu werden Bewegungsmelder, Überwachungskamera, Alarmanlage und Smartphone miteinander vernetzt. Firmeninhaber können dann festlegen, was geschehen soll, wenn bestimmte Sensoren ausgelöst werden. Machen sich Einbrecher an Türen oder Fenstern zu schaffen, könnte beispielsweise das Licht im Inneren angehen, die Überwachungskamera die Aufnahme starten, ein Alarm ausgelöst oder automatisch die Polizei und der Unternehmer alarmiert werden. Bei vielen smarten Systemen dient das Smartphone zusätzlich als Fernsteuerung, mit der während eines Einbruchs die unterschiedlichen Sicherheitsmaßnahmen auch manuell eingeschaltet werden können. Dazu zählt etwa das Livebild der Überwachungskamera. „Ist die Kamera mit einer Sprachfunktion ausgestattet, ist es teilweise sogar möglich, direkten Kontakt mit den Einbrechern aufzunehmen und sie so zu vertreiben“, erklärt Michl.

4. Holen Sie die Mitarbeiter mit ins Boot

Zusätzlich zu mechanischen und elektronischen Schutzvorkehrungen sind die Mitarbeiter ein entscheidender Faktor beim Einbruchschutz. Selbst die modernste Technik ist nur wirksam, wenn die Belegschaft darüber informiert ist, wie sie damit umgehen muss. Der Experte empfiehlt Arbeitgebern, klare Regeln für den Umgang mit Sicherungsmaßnahmen schriftlich festzulegen: Wer ist wann für welche Maßnahmen verantwortlich? Wer schließt die Räumlichkeiten ab und aktiviert die Alarmanlage?

5. Was passiert im Ernstfall?

Selbst die höchsten Sicherheitsstandards und modernsten Technologien können keinen hundertprozentigen Schutz vor Einbrechern gewährleisten. Werden Unternehmer Opfer von unerwünschten Eindringlingen, wird es oft teuer. Unter Umständen können sich die Betriebe nur schwer von den Schäden erholen. „Um für den Ernstfall abgesichert zu sein, ist daher eine G eschäftsinhaltversicherung sinnvoll“, empfiehlt Michl. Sie umfasse das gesamte Betriebsinventar von der Büroeinrichtung bis zu Arbeitsgeräten und Materialien. So sind zum Beispiel auch Schäden an Türen, Schlössern, Fenstern, Rollläden, Schutzgittern oder Wänden nach einem Einbruch oder einem Versuch mitversichert. Auch für mögliche Ertragsausfälle aufgrund gestohlener Arbeitsgeräte kommt die Geschäfts-Inhaltsversicherung auf — bis zu 24 Monate deckt sie die laufenden Betriebskosten.

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