Energie/Umwelt -

Bundesverband der Energie-Abnehmer Strompreis 2019 steigt um 11,4 Prozent

Auch Wäschereien und Textilreinigungen müssen im Vergleich zum Vorjahr 11,4 Prozent mehr für ihren Strom bezahlen. Das geht aus dem aktuellen Preisvergleich des VEA-Bundesverband der Energie-Abnehmer hervor. Grund dafür seien gestiegene Großhandelsnotierungen.

Industriekunden wie Wäschereien und Textilreinigungen müssen im Vergleich zum Vorjahr 11,4 Prozent mehr für ihren Strom bezahlen, wie ein Preisvergleich des Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) zeigt. „Seit Frühjahr 2016 steigen die Großhandelsnotierungen deutlich. Diese bedeuten – zusammen mit sich ändernden Umlagen – teilweise erhebliche finanzielle Zusatzbelastungen“, erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Grafik Strompreisvergleich 2019


Laut Preisvergleich müssen Kunden bei den Stadtwerken in Rostock mit 17,6 Prozent, Karlsruhe mit 16,4 Prozent und Bochum mit 16,3 Prozent den größten Preisanstieg hinnehmen. Auch bei wesernetz in Bremen sollen sich die Preise um 16,3 Prozent erhöht haben. Die geringste Erhöhung betreffe Wemag Netz (Schwerin) mit 6,7 Prozent und AVU Netz (Gevelsberg) mit 7,6 Prozent.

Hohe Preisuntschiede: Teilweise mehr als 22 Prozent Stromkosten

Auch weiterhin zeigt der Preisvergleich Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. So betrage der durchschnittliche Strompreis im Osten der Republik 17,30 Ct/kWh und sei damit um 0,57 Ct/kWh bzw. 3,4 Prozent höher als der in den alten Bundesländern. Ebenso sei die Differenz zwischen einzelnen Netzgebieten erheblich: 22,5 Prozent sollen die Rheinische Netzgesellschaft als preisgünstigstes (15,31 Ct/kWh) und die Wemag Netz als teuerstes Netzgebiet (18,76 Ct/kWh) trennen.

„Die großen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Regionen und die daraus resultierende Vielzahl an individuellen Angeboten verursachen enormen Aufwand für Unternehmen, die günstigsten Preise zu finden“, sagt Stuke weiter. Bei Fragen stehe der Verband dem Mittelstand deshalb mit professioneller Beratung zur Seite. Mit Hilfe des digitalen Marktplatzes VEA-Online sollen Unternehmen zudem die Möglichkeit haben, ihren Strom- und Gasbedarf schnell und unkompliziert auszuschreiben.

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