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Messe Frankfurt und RWTH Aachen Studie belegt: Luftqualität in Messehallen unbedenklich

Ist die Luftqualität in Messehallen hygienisch unbedenklich? Diese Frage untersuchte die Messe Frankfurt gemeinsam mit einem Forscherteam vom Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik, E.ON Energieforschungszentrum, der RWTH Aachen und der Heinz Trox Wissenschaft gGmbH.

Von der "Texcare International 2020" bis zur Heimtextil im Januar 2022 die Liste abgesagter Messe ist lang. Eines haben aber alle gemeinsam: Corona. Da sich die Pandemie über ausgeatmete Aerosole übertragen kann und Gesundheitsämter befürchteten, dass Veranstaltungen somit die Corona-Fallzahlen in die Höhe treiben, setzte man zum Schutz der Bevölkerung Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Räumen zunächst kategorisch aus.

Studie untersucht Luftqualität in der Messe Frankfurt

Empirische Daten, inwiefern vorhandene Lüftungsanlagen in Veranstaltungsräumen wie Messehallen das Infektionsrisiko durch Lüftung und Luftreinigung senken, lagen zum damaligen Zeitpunkt nicht vor. Wie stark die Belastung in der Raumluft typischer Messehallen tatsächlich ist und ob die Luftqualität hygienisch bedenklich ist, untersuchte nun ein Forscherteam vom Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik, E.ON Energieforschungszentrum, der RWTH Aachen, der Heinz Trox Wissenschaft gGmbH und der Messe Frankfurt.

Die Studie leitete Prof. Dirk Müller. In der zweiten Jahreshälfte 2021 nahm sein Team drei Messen unter die Lupe – die Indoor-Air, die Formnext und die Food Ingredients (Fi) Europe – in den Hallen 3 und 12 der Messe Frankfurt. Neben Messungen der Zu- und Abluft der raumlufttechnischen Anlagen sammelten 22 weitere Sensoren in Kopfhöhe der Besucher kontinuierlich Daten während des Messebetriebs an Säulen in Gang- und Standnähe sowie in Randbereichen der Hallen.

In den Hallen 3, 4 und 6 findet vom 21. bis 24. Juni 2022 die Heimtextil statt,

in den Hallen 8 und 9 die Texprocess und

in den Hallen 11 und 12 die Techtextil.

Ergebnis: Gute Luftqualität dank technischer Anlagen

"Die jetzt vorliegenden Studien-Ergebnisse zeigen, dass es in allen untersuchten Messehallen und bei allen drei Veranstaltungen eine gute Mischung der Raumluft ohne erkennbare lokale Anreicherungen gab", sagt Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Die CO2-Konzentrationen an den einzelnen Messstellen und in der Abluft unterscheide sich nur geringfügig. "Es handelt sich daher um eine nahezu ideale Mischlüftung."

Als Indikator für die Belastung der Raumluft wurde die CO2-Konzentration gewählt, da auch die in der Pandemie bedeutsamen und potentiell mit Viren belasteten Aerosole analog zu CO2 bei der Atmung abgegeben werden. "Ziel sollte sein, einen CO2-Wert von 1.000 ppm (parts per million; Anteile pro Million) nicht zu überschreiten. Als hygienisch inakzeptabel gilt die Raumluft ab 2.000 ppm."

Alle gemessenen CO2- Konzentrationen lagen durchgehend und deutlich unterhalb von 1000 ppm – mit zum Teil knapp über 400 ppm hatten die gemessenen Werte annähernd Außenluftqualität. Mit einem Maximalwert von 835 ppm am besucherstärksten Tag konnte außerdem nachgewiesen werden, dass mit den durch die Messe Frankfurt vorgegebenen Luftmengen eine gute und hygienisch unbedenkliche Luftqualität über alle Messetage garantiert werden konnte.

Für die Messe Frankfurt zeigt die Studie eines deutlich: Mit ergänzenden Schutzmaßnahmen und einem abgestimmten Hygienekonzept lassen sich Messen selbst während einer Pandemie sicher abgehalten. Die Luftqualität kann und sollte dabei aber durch die Messung der CO2-Konzentration kontinuierlich überwacht werden.

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