Textilien -

Lyocellfasern Tencel-Fasern machen sich gut im Kopfkissen

Die Lenzing-Gruppe ließ die markengeschützte Lyocellfasern ihrer Marke Tencel für den Einsatz in Kissen testen. Wie die Fasern im Bereich Feuchtigkeitsmanagement, Volumen und Pflegeleichtigkeit abschnitten, lesen Sie hier.

Lyocellfasern der Marke Tencel werden bereits in allen Bereichen des Schlafens - angefangen bei Komponenten für Matratzen und Unterbetten über Bettdecken bis hin zu Bettwäsche - eingesetzt, so die Lenzing-Gruppe. Ein weiteres Anwendungsgebiet im Bettbereich liegt für den Hersteller daher auf der Hand: Kissen. Jene neuen Tencel-Kissen präsentierte Lenzing bereits auf der Heimtextil 2018 in Frankfurt am Main.

Tipp: Sie wollen mehr über Lyocellfasern wissen? Dipl.-Ing. Bekleidungstechnik Birgit Jussen nahm die Faser für R+WTextilservice unter die Lupe. Sie zeigt u.a. auf, was Lyocell von Baumwolle, Viskose und Co. unterscheidet. Zum Beitrag gelangen Sie hier.

Hohenstein testet mit Tencel erstmals Lyocellfasern

Mittels eines Prüfgeräts für Bekleidungsphysiologie des Instituts Hohenstein, eine schwitzend thermische Gliederpuppe namens „Sherlock“, wurden erstmals Kissen mit Füllungen aus Tencel-Fasern getestet. „Sherlock wird verwendet um Tragekomfort von textilen Produkten aller Art zu untersuchen. Bei den Kissen aus Tencel Fasern-kam Sherlock erstmals zum Einsatz für diese Produktkategorie“, erklärt Miriam Scheffelmeier, Projektmanagerin bei Hohenstein. „Sherlock arbeitet unter definierten Bedingungen in einer Klimakammer“, so Scheffelmeier weiter. Mehr über Hohensteins Untersuchung von Füllmaterialien und zu Manikin Sherlock erfahren Sie hier.

Tests ergeben gutes Feuchtigkeitsmanagement

Die Untersuchungen mit Sherlock zeigen laut Lenzing, dass Tencel-Fasern in Kissen zu einem guten Feuchtigkeitsmanagement führt. Als Mischungspartner mit Polyester würden Tencel-Fasern helfen, die Feuchtigkeitsaufnahme zu verbessern. Die Test würden auch zeigen: je höher der Anteil von Tencel-Fasern im Kissen, desto besser die Feuchtigkeitsregulierung.

Weitere eigene Untersuchungen zu Volumen sowie Waschtests zeigen nach Angaben von Lenzing ebenfalls, dass Tencel-Fasern in Kombination mit Polyester gute Ergebnisse aufweisen. Kissen mit dieser Faserkombination würden sich rasch nach Einwirkung von Gewicht und Feuchtigkeit erholen. Verlierer unter den Testkissen war die Füllung aus Daune und Federn, da sich das Volumen nur sehr langsam rückgebildet hat, wie die Gruppe berichtet. Nach dem Waschen hätten sich die Kissen mit Tencel-Fasern gut gehalten und seien somit auch für die Haushaltswäsche geeignet.

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