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mr.clean "Textilreinigung des Jahres 2019": Konsequent grün ausgerichtet

Eine "grüne" Textilreinigung mit grünen Drinks, grünen Luftballons und grünen Einladungen: Die Putzerei mr.clean machte ihrem Namen bei der Verleihung des Branchenawards "RWin" im österreichischen Oberwart alle Ehre. R+WTextilservice kürte das Unternehmen vor Ort zur "Textilreinigung des Jahres 2019".

Es ist viel los in der Textilreinigung von Ladislaus Szabo: Ein roter Teppich liegt ausgerollt vor dem Geschäft, dutzende grüne Cocktails warten darauf, getrunken zu werden, Mitarbeiter treffen letzte Vorbereitungen. Bald werden Freunde, Familie, Politiker und Geschäftspartner eintreffen, um die Auszeichnung von mr.clean mit dem Branchenaward "RWin" zu feiern. Denn mit seinem rundum "grünen" Geschäftskonzept konnte sich Szabo im internationalen Wettbewerb um den Preis, der jährlich von R+WTextilservice vergeben wird, durchsetzen und eine hochkarätige Expertenjury überzeugen. Die erfolgreiche "Bio-Putzerei" im österreichischen Burgenland nahe der ungarischen Grenze trägt nun den Titel "Textilreinigung des Jahres 2019".

Textilreinigung des Jahres

"Ich kann noch gar nicht glauben, dass er mir gehört", freut sich Szabo, als er den Preis am 3. September 2019 entgegennimmt. Vor vier Jahren, als der Unternehmer Nägel mit Köpfen machte und sein Geschäft eröffnete, glaubten wenige an seinen Erfolg. Seine beiden Brüder – einer Finanzbeamter, der andere Banker – erklärten ihn für verrückt und das Frauenmagazin "Wienerin" schloss sich dieser Meinung an, als es titelte: "Wie deppert muss einer sein, der in Oberwart ein Geschäft aufmacht?" Der Bedarf an Textilreinigungen in dem kleinen Ort mit 7.600 Einwohnern, aus dem auch Szabo selbst stammt, schien gedeckt.

Photovoltaik und Dampferzeuger: ein rundes Energiekonzept

Szabo ist Branchenneuling, doch die Welt der Textilpflege ist ihm nicht gänzlich fremd. "Meine Eltern hatten eine Putzerei in diesem Ort", erzählt er. In seinem eigenen Betrieb legt Szabo Wert auf möglichst ökologische Reinigungsverfahren und Qualität. Gereinigt wird deshalb mit KWL und im Nassreinigungsverfahren. Zum Einsatz kommen moderne Waschmittel mit EU-Ecolabel. Aber auch ökologische Aspekte kommen bei mr.clean nicht zu kurz, z.B. wird in der Reinigungsmaschine des Unternehmens das nötige Kühlwasser im Kreislauf geführt, um den Wasserverbrauch gering zu halten.

Außerdem wird der Strombedarf über die hauseigene Photovoltaikanlage gedeckt. "Wir sind 100 Prozent stromautark und produzieren mehr als wir brauchen. Natürlich vor dem Hintergrund, dass wir dampfbeheizt sind", erklärt Szabo sein Energiekonzept. Im Keller der Textilreinigung stehen zwei Dampferzeuger der Marke Jumag. "Damit arbeiten wir alternierend", so Szabo. "Je nachdem, wie viel Energie gebraucht wird, schaltet einer von beiden zu." Der Unternehmer produziert auf diese Weise genug Energie, um in der Vollauslastung optimal arbeiten zu können. "Zudem geht der Dampf, der an Maschinen und Bügelgeräten verwendet wird, hier rein." Kondensat, das zurückkommt, fließt in den Wärmetauscher. Dieser wechselt das Kondensat in Warmwasser bzw. für die Heizung im Haus. Das Energiekonzept von mr.clean ist bis ins Detail durchdacht: "Das ist eine runde Sache, weil das Haus vom Keller bis zur Decke generalsaniert wurde."

Rund 1,3 Millionen Euro steckte Szabo in Hauskauf, Sanierung und Maschinenpark. Trotz eines finanziellen Puffers sei das Risiko gewaltig gewesen. Mittlerweile ist der Betrieb in Oberwart gut etabliert, sieben Mitarbeiterinnen arbeiten in Voll- und Teilzeit bei mr.clean.

Erfolg als Quereinsteiger

Die Nachfrage steigt und beschränkt sich nicht mehr nur auf den Reiniungssektor. Szabo erklärt: "Es gab Anfragen für Gastrowäsche aus der Region. Also machen wir jetzt auch Mangel-, Tisch- und Mietwäsche." Dafür baute der Unternehmer die ehemalige Garage des Hauses zu einer Wäscherei mit kleinem Foyer aus. Die Kunden gelangen mt einem individuellen Code auch außerhalb der Öffnungszeiten in das Foyer. Dort liefern sie schmutzige Wäsche ab und nehmen die frische Ware mit. "Die Kunden notieren einfach, welche Wäsche sie gebracht haben", fügt Szabo hinzu. Das offene Konzept werde gut angenommen: "Es ist eine Kleinstadt. Wir haben volles Vertrauen in unsere Kunden."

mr.clean

Professionelles Marketing aus Leidenschaft

Im selben Haus leben und arbeiten – viele Jahre war das für den Geschäftsinhaber Szabo ein weit entfernter Traum. Bevor er sein Engagement in die Textilreinigung steckte, arbeitete er im Bereich Marketing beim Chemiekonzern BASF und als Geschäftsführer für eine Erdendünger- und Pflanzenschutzfirma. "Ich war nur unterwegs", erklärt er. Heute sei es ihm wichtig, die Treppe nach unten zu gehen und im Laden zu stehen. Sein Know-how in Sachen Marketing steckt er trotzdem gerne in den Betrieb: "Ich mache Marketing, aber ich müsste es nicht. Das ist für mich eine Herzensangelegenheit", so der Quereinsteiger. Die Wort-Bild-Marke von mr.clean ließ Szabo schützen. Außerdem sind die Maschinen, trotz des Widerstands mancher Hersteller, allesamt weiß und tragen den Schriftzug "mr.clean technologies".

Auch der Ladenbau des Geschäfts ist durchdacht: Von der Straße aus können Kunden die Mitarbeiterinnen in der Reinigung sehen: "Andere haben eine Show-Küche, wir machen eine Show-Wäscherei." Mit regelmäßigen Aktionen wie Weihnachtskarten mit Rabatten bindet Szabo die Kunden an mr.clean. Er weiß, was gut ankommt: "Einmal hatte ich die Idee zu einer 'Ballspende'", erzählt er. Der Unternehmer spendete für Abiturbälle, im Gegenzug verteilten die Abiturienten vor Ort Flyer der Textilreinigung. Wenn die Gäste ihre Ballbekleidung im Anschluss zu mr.clean brachten, erhielten sie Rabatt. Seit Oktober ist auch Szabos neuestes Projekt für Kunden verfügbar: Über den Abhol- und Zustellservice mr.clean: pick-up online können Kunden Reinigungen auf der Homepage des Unternehmens in Auftrag geben. "Das ist ganz neu und das machen wir erst in der Region", stellt Szabo klar. "Irgendwann möchten wir es aber auf das Bundesland ausweiten."

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