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ORF-Sendung „heute leben“ mit Bundesinnungsmeister KommR Walter Imp Über Fusseln und Flusen aufgeklärt

3 Fusseln und Flusen? Ist doch dasselbe, würde der Laie sagen. Doch der Fachmann weiß: Sie klingen zwar ähnlich, sind es aber nicht. Was genau ihren Unterschied ausmacht, erklärte KommR Walter Imp, Bundesinnungsmeister der Textilreiniger, Wäscher und Färber, in einer neuen Folge der beliebten Fernsehsendung „heute leben“ auf ORF 2. Die Moderatorin Verena Scheitz sprach mit dem Textilpflegefachmann am 10. April 2017 über das Thema „Fusseln und Flusen leicht entfernt“. Dabei gab Imp den Zuschauern Tipps, wie sie Fusseln, Flusen sowie hartnäckige Katzen- und Hundehaare am besten von Bekleidungsstücken entfernen.

Zuerst zu den Fusseln: An Bekleidungsstücken entstehen Fusseln überall dort, wo mechanischer Abrieb einsetzt, wie z.B. an den Ärmeln. In der Fachsprache wird dieser Vorgang als „Pilling“ bezeichnet. Die aufgebrochenen Fasern bilden kleine Knötchen und treten vor allem bei Wolle auf. Flusen hingegen sind der staubartige Abrieb von Stoffen. Sie bleiben z.B. an einem Mantel haften, wenn er in der Garderobe neben einem anderen Textil hängt.

Wie entferne ich Flusen?

Für die Entfernung von Flusen gibt es verschiedene Möglichkeiten: „Zum einen gibt es sogenannte Flusenbürsten“, erklärt Imp. Fährt man mit dieser über das Textil, wird die Fluse von der Bürste mitgenommen. Aber Vorsicht: Wendet man die Bürste in der falschen Richtung an, streicht man die Flusen wieder auf das Textil. Eine Flusenbürste reibt sich mit der Zeit ab und verliert die Wirkung, dann sollte laut Imp eine neue gekauft werden. Zum anderen gibt es den Flusenroller. „Dieser hat einen speziellen Klebstoff, der die Flusen aufnimmt“, sagt Imp. Die Handhabung ist einfacher als bei der Flusenbürste: Egal, in welche Richtung man über das Textil rollt, die Flusenrolle nimmt alle Flusen auf. Als günstigste Variante empfiehlt Imp jedoch eine andere Methode: „Man befeuchtet die Handflächen mit Wasser und streicht die Flusen mit der nassen Fläche ab.“ Das Ergebnis: Die Flusen haften an der Handfläche. „Das ist zwar nicht die schnellste Methode“, sagt Imp, „aber die günstigste.“

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