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Europäische Forschungsvereinigung Innovative Textilpflege Untersuchung neuer Lösungsmittel für die Textilreinigung: Materialspenden gesucht

Seit Juni 2017 läuft das Projekt der europäischen Forschungsgemeinschaft innovative Textilpflege (EFIT) „Untersuchung des Verhaltens weiterer neuer Lösemittel für die professionelle Textilpflege“. Untersucht werden sollen die Lösungsmittel Sensene, intense und HiGlo. Der Nutzen für die textile Kette ist laut Verband groß und somit auch das Interesse der Textilpflegebranche ebenso wie der Textil- und Bekleidungsindustrie an den Ergebnissen. Die Bereitschaft zur Spende von Textilien für die Untersuchungen sei jedoch bisher gering.

Mit dem Projekt "Neue Lösungsmittel 2.0" will die EFIT eine Grundlage für die Klassifizierung der neuen Lösungsmittel Sensene, intense und HIglo in die Pflegekennzeichnung erarbeiten.

Mit dem Vorhaben knüpft der Verband an das im Oktober 2014 abgeschlossene Projekte an, bei dem eine Empfehlung für die Klassifizierung der neuen Lösemittel Cyclosiloxan und Dibutoxymethan (DBM) in die Pflegekennzeichnung erarbeitet wurde. Die Ergebnisse sind schon vom technischen Komitee der GINETEX mit einem entsprechenden Passus in die technische Richtlinie für die Pflegekennzeichnung aufgenommen worden. Auszug aus der technischen Richtlinie der GINETX, Version 6: „Durch verschiedene Prüfverfahren konnte gezeigt werden, dass das Lösemittel Dibutoxymethan (DBM) ähnliche Resultate zeigt wie Tetrachlorethen und Cyclosiloxan (D5) zeigt ähnliche Resultate wie Kohlenwasserstoffe. Jedoch gibt es zurzeit keine veröffentlichte internationale Prüfnorm, die die Testresultate bestätigt.“

Auch der europäische Normenausschuss berücksichtigt die Empfehlung bereits bei der Überarbeitung der Normenreihe zu den Pflegeverfahren in organischen Lösungsmitteln in der Textilreinigung. Für die textile Kette bedeutet das laut EFIT mehr Sicherheit im Hinblick auf eine uneingeschränkte Pflegbarkeit mit den neuen Lösungsmitteln und bietet daher großen Nutzen.

Beteiligung der Hersteller notwendig

Um auch das Nachfolgeprojekt erfolgreich führen zu können, ist die EFIT auf Mitarbeit angewiesen: Die Beteiligung der Hersteller der verschiedenen Lösungsmittel, von Textilreinigern ebenso wie die Mitarbeit von Textilherstellern (Stoffe), Herstellern von Bekleidung und textilen Zutaten sowie Interessenvertretungen der Textil- und Bekleidungsbranche ist erforderlich. Spenden von Textilien und Bekleidung, die in die Untersuchungen einbezogen werden können, werden dringend benötigt.

Je Versuch sind 11 gleiche Bekleidungsteile bzw. Zutaten (Knöpfe, Ziersteine, Reißverschlüsse, etc.) oder auch mindestens 3 m textile Fläche erforderlich. Die Versuchsteile /-materialien müssen nicht aus der neusten Kollektion stammen. Die EFIT ist um jede Spende dankbar, um das Projekt weiterführen und damit einen Nutzen für die Branche erbringen zu können.

Für weitere Informationen steht die Projektleiterin Birgit Jussen unter der Rufnummer +49-211-24860750 oder b.jussen@fashioncare.de zur Verfügung.

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