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Textile Care, Fabric and Leather Technologies Markt für Wäscherei- und Textilreinigungsmaschinen stark geschrumpft

Die Nachfrage nach textilverarbeitenden Maschinen wächst wieder. Das gab der Fachverband VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies bekannt. Der Verkauf von Wäscherei- und Textilreingungsmaschinen hingegen ist infolge der Pandemie stark eingebrochen. Besserung sei aber in Sicht, so der Verband.

Die Zeichen stehen gut: "Nach pandemiebedingt starken Auftrags- und Umsatzeinbrüchen im Jahr 2020 füllen sich die Auftragsbücher vieler Firmen wieder sukzessive", sagte Elgar Straub, Geschäftsführer des Verbands VDMA. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten deutsche Hersteller von textilverarbeitenden Maschinen einen Auftragszuwachs von 69 Prozent. Mehr als jede zweite Bestellung (55 Prozent) stammte aus dem Inland, rund 80 Prozent orderten aus dem Ausland.

VDMA: Branche verzeichnet 9,5 Prozent mehr Umsatz

Den größten Zuwachs erfuhren Hersteller aus den Euro-Staaten: Die Bestellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 158 Prozent, aus Nicht-Euro-Ländern wuchsen die Aufträge um gut 22 Prozent. Der Anstieg führte zu einem Umsatzplus von 9,5 Prozent im Vergleich zu 2020. Die Auftrags- und Umsatzzahlen beziehen sich auf die gesamte Textile Care, Fabric and Leather Technologies-Branche, d.h. Näh- und Bekleidungstechnik, Schuh- und Ledertechnik, Wäscherei- und Textilreinigungstechnik sowie Maschinen zur Verarbeitung von technischen Textilien.

Trotz der positiven Entwicklung stehen Hersteller Straub zufolge noch immer vor großen Herausforderunge n:

Nach wie vor gelten internationale Reisebeschränkungen, in vielen Ländern herrscht weiterhin eine schwierige Pandemielage,die Rohstoffpreise schnellen nach oben. Letzteres wiederum treibe die Transportkosten in die Höhe und ziehe teilweise massive Lieferverzögerungen für Vorprodukte nach sich. Zudem mangelt es laut Straub zum Teil erheblich an Verpackungsmaterialien.

Wäscherei- und Textilreinigungsmaschinen: Markt schrumpfte um 11,7 Prozent

Der Außenhandel im Bereich Wäscherei- und Textilreinigungsmaschinen zeichnet laut VDMA ein anderes Bild. Insgesamt schrumpfte der Markt um 11,7 Prozent im Vergleich zu 2019. In den EU-Ländern sanken die Exporte sogar um 12,6 Prozent.

Der Wert ergibt sich aus teilweise starken Marktschwankungen: In Litauen stiegen die Verkäufe z.B. um 276 Prozent, in Lettland schrieben die Hersteller hingegen ein Minus von 87,4 Prozent. Die wichtigsten Abnehmer deutscher Textilpflegemaschinen bleiben Polen, die USA und die Türkei. Die Exporte nach Polen und in die Türkei nahmen im Vergleich zu 2019 sogar zu, um 18,2 bzw. 60,5 Prozent. Außerhalb der EU erschlossen sich die Hersteller neue Märkte wie den Oman, Turkmenistan oder Kambodscha.

Im Corona-Jahr 2020 exportierten die Hersteller der Branche laut VDMA Maschinen im Wert von 788 Millionen Euro. Das entspricht 9,5 Prozent weniger als 2019 (872 Millionen Euro). Als den wichtigsten Exportmarkt 2020 nennt der Verband Polen, gefolgt von den USA und Frankreich. Die Exporte nach Polen legten im vergangenen Jahr um 69 Prozent auf 89 Millionen Euro zu. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten schrumpften in diesem Zeitraum um 12 Prozent auf 77 Millionen Euro. Die Exporte nach Frankreich sanken um 8 Prozent auf 68 Millionen Euro.

Im ersten Quartal 2021 setzte sich der Trend bei wichtigsten Exportländern aus dem Jahr 2020 fort: Polen bleibt der wichtigste Exportmarkt für die Branche, gefolgt von Frankreich und den USA. Positiv entwickelten sich laut VDMA im ersten Quartal 2021 zudem die E xporte innerhalb der EU: Sie legten um 3 Prozent auf 90 Millionen Euro zu.

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