Österreich -

Arbeitsmarkt Vorgehen der Bundesregierung positiv

Mit der Einschränkung der Aktion 20.000 setzt die Bundesregierung den richtigen Schritt, sagt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Damit wird auf die aktuell veränderte Konjunktursituation reagiert. Zudem war von Beginn der Aktion 20.000 an klar, dass die dadurch künstlich geschaffenen Stellen keinen nachhaltigen Beschäftigungseffekt haben.” Nur in Betrieben organisch gewachsene Stellen seien wirklich nachhaltig und würden den Arbeitnehmern realistische Perspektiven bieten.

In Bezug auf den Beschäftigungsbonus begrüßt Leitl das umsichtige Vorgehen bei der Beendigung der Maßnahme. Mit dem Setzen der Frist Ende Jänner 2018 können noch offene Anträge von Betrieben bearbeitet werden. Vor dem Hintergrund eines prognostizierten Wirtschaftswachstums von rund drei Prozent sei es so möglich, das Vertrauen dieser Betriebe zu schützen.

Mit dem Stopp des Bonus schafft die Regierung nach Angaben des WKÖ-Präsidenten Spielraum für die notwendige allgemeine Lohnnebenkostensenkung. „Statt Jobs am zweiten Arbeitsmarkt zu subventionieren, müssen jetzt prioritär jene Schritte gesetzt werden, die die gute Beschäftigungslage wirksam und flächendeckend absichern.” Eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten, die Verstärkung der bewährten Eingliederungsbeihilfe und die Förderung von Ausbildungen, die direkt in den Betrieben stattfinden, sollen dazu gehören. „Das sind erwiesenermaßen die wirksamsten Förderungen in der Kosten-Nutzenrelation. Arbeitnehmer und Betriebe profitieren davon gleichermaßen“, sagt Leitl.

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