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Bundestagswahl 2021 Wer zieht in die "Bundeswaschmaschine"?

Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) oder Annalena Baerbock (Grüne), welcher Kanzlerkandidat hat bei der Bundestagswahl die Nase vorn? Am 26. September wird gewählt. Damit beginnt nicht nur im Parlament das Stühlerücken, sondern auch im Bundeskanzleramt – der "Bundeswaschmaschine", wie das mittlerweile 20 Jahre alte Gebäude auch genannt wird.

2001 nahm der damalige Kanzler Gerhard Schröder (SPD) den Schlüssel für das neue Bundeskanzleramt am Spreebogen entgegen: die Bundeswaschmaschine, wie der Bau wegen der Fensterfassade an der Seite spöttisch bezeichnet wurde. "Hier wird nicht geherrscht, hier wird regiert", versprach der SPD-Politiker beim Erstbezug am 2. Mai 2001.

"Bundeswaschmaschine" und das "Band des Bundes"

Hinter dem Entwurf für die "Bundeswaschmaschine" stecken die Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank sowie die Idee, einen symbolischen Brückenschlag zwischen den ehemals getrennten Stadthälften von Berlin zu schlagen. Das Konzept nennt sich daher das "Band des Bundes". Das rund 900 m lange "Band" umfasst von West nach Ost betrachtet, den Kanzlerpark am rechten Spreeufer, das gegenüberliegenden Bundeskanzleramt am linken Spreeufer, das Paul-Löbe-Haus und verbunden über eine Fußgängerbrücke, dem Marie-Elisabeth-Lüders-Steg und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (wieder auf der rechten Uferseite), in dem das Parlamentsarchiv und eine Bibliothek zu finden sind.

Herzstück der "Bundeswaschmaschine"

Herzstück der Bundeswaschmaschine ist natürlich keine Waschtrommel, sondern ein 36 m hohes, würfelförmiges sogenanntes Leitungsgebäude, das nördlich und südlich von Verwaltungsflügeln flankiert wird. Der Eingangsbereich ist die Regierungszentrale. Neben Platz für 450 Mitarbeitende in 370 Büros beherbergt das Gebäude den Kabinettssaal, in dem die Bundesregierung zusammentrifft.

Wer zieht ins Kanzlerbüro?

Seit November 2005 ist Angela Merkel (CDU) die Hausherrin. Wenn sie auf den Balkon ihres Büros in der siebten Etage tritt, blickt sie auf den nahen Reichstag und hat somit die Vertretung des Volkes im Blick.  Nach der Wahl am 26. September 2021 zeigt sich, wem sie nach 16 Jahren ihren Stuhl in der Bundeswaschmaschine überlässt.

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