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Mitarbeitersuche Wie finde ich Fachkräfte? 3 einfache, aber wirkungsvolle Tipps

Der Fachkräftemangel trifft die Textilpflegebranche hart. Betriebe suchen oft monatelang, manchmal finden sie auch überhaupt keine geeigneten Fachkräfte. Welche Wege gibt es also, gute Angestellte zu finden? meinestadt.de hat ein paar Tipps zusammengetragen.

Es ist kein Geheimnis: In der Textilpflegebranche herrscht ein Fachkräftemangel. Betriebe suchen oft monatelang nach Textilreinigergesellen und die Azubisuche kann zur Tortur werden. Woran liegt das? Und wie kann der Unternehmer trotzdem Mitarbeiter für sich gewinnen? meinestadt.de gibt da ein paar einfache, aber wirkungsvolle Tipps.

1. Dort suchen, wo die Bewerber wirklich sind

In den letzten Jahren hat sich unsere Art zu kommunizieren grundlegend verändert, unser Alltag ist heute zu großen Teilen digitalisiert. Vom Finden der großen Liebe über das Networking bis hin zum Einkaufen – wir greifen auf alle möglichen Medien zurück. Wieso also sollte das bei der Jobsuche anders sein? 9 von 10 Befragten geben in der aktuellen Mobile Recruiting Studie von meinestadt.de an, online nach Jobs zu suchen. 76 % nutzen dazu ihr Smartphone. Und nicht nur die Stellensuche findet heute überwiegend mobil statt. Auch der Wunsch, sich direkt mit dem Smartphone zu bewerben, nimmt stetig zu. Derzeit springt jeder zweite Kandidat ab, wenn Stellenanzeigen und Karriereseiten nicht mobil angepasst sind. Mobil optimierte Bewerbungsverfahren werden daher in naher Zukunft zum absoluten Muss. Auch das Warten sind wir übrigens nicht mehr gewohnt: In der digitalen Welt läuft alles schneller. Das hat ebenfalls Folgen für Recruiting-Prozesse. Schon heute erwarten zwei Drittel der Bewerber innerhalb von einer Woche eine Rückmeldung, ob es für sie einen Schritt weitergeht. Die Verfahren sollten daher schneller und transparenter werden.

2. Es den Bewerbern nicht unnötig schwer machen

Wer Fachkräfte gewinnen will, sollte es den Bewerbern einfach machen. Es muss nicht immer die ausführliche Bewerbungsmappe inklusive aufwändigem Anschreiben sein. Stattdessen kann die klassische Bewerbung durch schlanke und effiziente Formen der Kurzbewerbung abgelöst werden. Ein knapper Fragenkatalog zu Beginn hilft beispielsweise, zügig die wichtigsten Voraussetzungen abzustimmen. Bei einem Verkaufsfahrer können darüber zum Beispiel der Führerschein einer bestimmten Klasse, die Sprachkenntnisse oder die Erfahrung im Kundenkontakt kompakt abgefragt werden. Praxisbeispiele zeigen, dass mobile Kurzbewerbungen eine Lösung sein können, um mehr passende Bewerber zu finden. Bestes Beispiel: Der Tiefkühl-Heimservice eismann erhält seit Einführung der mobilen Direktbewerbung 25 % mehr Bewerbungen und freut sich zeitgleich über beschleunigte Recruiting-Prozesse. 

3. Auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen

Nicht nur der Bewerbungsprozess sollte schneller gehen, auch die Stellenausschreibung muss etwas hermachen. Betriebe sollten mit ihrem Inserat deutlich mehr auf die Bedürfnisse und das Nutzungsverhalten von Fachkräften mit Berufsausbildung eingehen. Viel zu oft wird in Stellenausschreibungen noch der Karrierebegriff überstrapaziert. Doch Altenpfleger, Mechatroniker oder LKW-Fahrer haben in der Regel kein Interesse daran, „Karriere“ zu machen. Viel wichtiger sind ihnen ein gutes Unternehmensklima, ein sicherer Arbeitsplatz sowie eine pünktliche Gehaltszahlung. Die Employer Branding Studie von meinestadt.de macht deutlich, dass nur jede fünfte Fachkraft bei der Jobsuche Wert auf Aufstiegschancen im Unternehmen legt. „Das Employer Branding muss für nicht-akademische Fachkräfte neu gedacht werden. Eine zielgruppenspezifische und bedarfsorientierte Kommunikation kann die entscheidenden Vorteile bringen”, findet Wolfgang Weber, Geschäftsführer von meinestadt.de.

So sieht es in der Textilpflegebranche aus

Dieser Meinung ist auch Meinrad Himmelsbach, Geschäftsführer der Himmelsbach Reingung Fäberei GmbH in Freiburg. In der aktuellen Ausgabe von R+WTextilservice hinterfragt Himmelbach die Ausbildungssituation in der Branche. In seinem Kommentar plädiert er dafür, auf die Erwartungen und Bedürfnisse der Azubis einzugehen und damit den Ruf der Ausbildung dauerhaft zu steigern.

Funktioniert das Employer Branding, haben Betriebe übrigens auch bessere Chancen, die gefundenen Fachkräfte dauerhaft zu beschäftigen. Was Unternehmer sonst noch tun könnnen, um Personal nicht nur zu finden, sondern auch zu binden, lesen Sie hier.

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