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Konjunkturbericht Gewerbe und Handwerk Wie war das erste Quartal 2017?

3 Die KMU Forschung Austria veröffentlicht jedes Quartal einen Konjunkturbericht für die Sparte Gewerbe und Handwerk. Für das erste Quartal 2017 zeigen sich laut Direktor Walter Bornett „nur leichte Frühlingsgefühle“. 18 Prozent der Betriebe beurteilen die Geschäftslage mit „gut“ (Vorjahr: 15 Prozent), 63 Prozent mit „saisonüblich“ (Vorjahr: 60 Prozent) und 19 Prozent mit „schlecht“ (Vorjahr: 25 Prozent). Damit habe sich das Stimmungsbarometer im Vergleich zum Vorquartal leicht verschlechtert, per Saldo überwiegen die Betriebe mit schlechter Geschäftslage um ein Prozent (siehe Grafik 1).

Die Problembereiche der Betriebe habe sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert (siehe Grafik 2). 2017 sind ein Großteil der Betriebe (67 Prozent) durch die Preiskonkurrenz in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, 34 Prozent durch Fachkräftemangel und 13 Prozent durch Lehrlingsmangel.

In den investitionsgüternahen Branchen ist der durchschnittliche Auftragsbestand im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 5,7 Prozent gestiegen. Der Anteil privater/gewerblicher Auftraggeber betrugen 82 Prozent, der Anteil öffentlicher Auftraggeber elf Prozent und die Direktvergaben durch Bund, Länder und Gemeinden sieben Prozent. Dabei verfügen die meisten Betriebe (39 Prozent) über einen Auftragsbestand von ein bis vier Wochen (siehe Grafik 3). Im konsumnahen Bereich verzeichneten 66 Prozent keine Veränderung gegenüber dem ersten Quartal 2016 (Vorjahr: 64 Prozent), 19 Prozent Umsatzrückgänge (Vorjahr: 26 Prozent) und 15 Prozent Umsatzsteigerungen (Vorjahr: zehn Prozent). Per Saldo überwiegen die Betriebe mit Umsatzrückgängen um vier Prozent. Die Situation ist insgesamt jedoch besser als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Optimistischer Blick auf das zweite Quartal

Für das zweite Quartal 2017 hat der Optimismus im Vergleich zum Vorquartal zugenommen. 24 Prozent der Betriebe erwarten steigende Auftragseingänge beziehungsweise Umsätze (Vorjahr: 19 Prozent). 65 Prozent (Vorjahr: 63 Prozent) rechnen nicht mit Veränderungen, elf Prozent (Vorjahr: 18 Prozent) vermuten Rückgänge. Per Saldo überwiegen im Hinblick auf die Entwicklung im zweiten Quartal 2017 die optimistischen Einschätzungen um 13 Prozent.

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