Österreich -

Reform der Gewerbeordnung WKÖ: Richtungsweisende Maßnahmen

3 Im Vorfeld der Verabschiedung der Gewerbeordnungsreform sagte Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich: „Qualität und Qualifikation müssen weiterhin die Grundpfeiler des österreichischen Wirtschaftsstandorts sein. Die Qualifikation unserer Mitarbeiter und die Qualität der Produkte im Sinne der Konsumentensicherheit sind zentral.“ Die deutliche Entlastung der Unternehmer, zu der es im Zuge der Reform der Gewerbeordnung komme, sowie die umfassende Organisationsreform, die man mit WKO 4.0. angestoßen habe, seien richtungsweisende Maßnahmen für die Mitglieder, so Hochhauser.

Im Hinblick auf weniger Bürokratie und unternehmensfeindliche Regelungen gelte es, die Verbesserungen im Betriebsanlagenrecht ebenfalls umzusetzen. „Wer Bürokratieabbau einfordert, muss ihn auch leben. Der Standort Österreich ist ein Umweltvorzeigeland. Die Dichte an bürokratischen Vorschriften ist hoch, die Chance, hier den Dschungel ein wenig zu lichten, darf nicht verschenkt werden“, so Hochhauser. Österreichs Stärke sei die Leistungsfähigkeit seiner Betriebe und diese werde über die Qualifizierung der Mitarbeiter gewahrt. „Diesen Voraussetzungen muss jede Änderung des Gewerberechts entsprechen“, so die WKÖ-General­sekretärin.

Nachvollziehbarkeit bei Nebenrechten

Der Geschäftsführer der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Reinhard Kainz, meint: „Aus Sicht von Gewerbe und Handwerk, das hauptbetroffen von der vorliegenden Reform ist, gilt es, den Bereich der dualen Ausbildung auch in Zukunft zu sichern und weiterhin eine hohe Qualität handwerklicher Produkte und Dienstleistungen für die Konsumenten zu gewährleisten.“ Die weitreichende Liberalisierung der Nebenrechte könne nur dann funktionieren, wenn beim Hineinarbeiten in andere Gewerbe die Nachvollziehbarkeit gegeben sei. „Unsere Betriebe sind der Motor, der in Österreich dafür sorgt, dass junge Menschen eine ausgezeichnete berufliche Qualifikation erlangen. Dieser Wert sollte auch für die Zukunft gelten, denn die Chancen Österreichs liegen in unseren wettbewerbsfähigen Betrieben und ihren Fachkräften“, so Kainz.

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