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Lieferkette ZDF-Dokumentation zeigt, wie Textilien entstehen

Um die Herkunft der Rohstoffe oder die Arbeitsbedingungen vor Ort, haben sich Unternehmer lange Zeit wenig gesorgt. Laut einer ZDF-Dokumentation mit dem Titel "Wissen, was man kauft" aus der Reihe "plan b", ändert sich das gerade. Der 30-minütige Beitrag porträtiert u.a. Textilhersteller Ralf Hellmann, der Bett- und Tischwäsche produziert.

Zahlen Verbraucher höhere Preise für faire Ware, wenn sie mit eigenen Augen sehen, wie viel Arbeit in einem Produkt steckt? Dieser Frage geht die Dokumentation "Wissen, was man kauft" aus der ZDF-Reihe "plan B" nach und stellt verschiedene Akteure entlang der Lieferkette vor.

Transparenz bei Textilhersteller Ralf Hellmann

Der 30-miütige Beitrag porträtiert beispielsweise einen Textilhersteller. Ralf Hellmann produziert Bett- und Tischwäsche für Hotels, Krankenhäuser und Restaurants. Er lädt seine Kunden deshalb nach Indien ein – zu den Orten, an denen die Baumwolle angebaut und geerntet wird. Rolf Slickers, Geschäftsführer der Servitex GmbH, reist mit. "Das ist für mich eine besondere Erfahrung, an den absoluten Anfang der Lieferkette zu kommen." Wird diese Erfahrung bei dem Geschäftsmann etwas verändern?

Blick hinter die Kulissen der Lieferkette

Neben der Baumwolle stellt die Dokumentation von Anna Aumüller und Gregor Eppinger, die in der ZDF-Mediathek bis zum 2. September 2021 zu sehen ist, zwei weitere Produkte und deren Lieferkette vor: Kaffee und Fisch.

Bei Quijote Kaffee in Hamburg darf jeder alles wissen. Firmengründer Andreas Felsen bezieht das gleiche Gehalt wie seine Mitarbeiter – und das kann auf der Website eingesehen werden. Dort steht auch, woher ganz genau welche Kaffeebohnen stammen. Aufklärung gibt es auch bei Löhnen, Transport, Lagerung und Verpackung. " Transparenz ist für uns wichtig, um den Fokus auf die Leute zu richten, die die wirkliche Arbeit machen", sagt Felsen. "Für die Qualität des Kaffees sind nicht wir als Kaffeeröster verantwortlich, sondern die Bauern und Bäuerinnen, die den Kaffee anbauen. Und es ist wichtig, das Augenmerk auf sie zu lenken."

Antoni Hauptmann begibt sich im Rahmen der ZDF-Reihe auf die Reise zum Ursprung einer Fischfrikadelle. Auf einem Fischtrawler will er protokollieren, wo und wie der Fisch gefangen und weiterverarbeitet wird – und so kontrollierbar machen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Dazu nutzt er die "Blockchain"-Technologie, die eine fälschungssichere Rückverfolgung ermöglichen soll. Hauptmanns Wunsch: ein wirklich nachhaltiger Fischfang – durch Transparenz. "Der Fisch mit der Seriennummer", sagt er, "das ist das, was interessant ist."

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