
Für eine lange Lebensdauer
Ralf Frache, Textilreinigermeister und Mitarbeiter der Veit GmbH aus Landsberg am Lech, hat im Folgenden praktische Tipps für die Pflege und Wartung von Bügelplätzen zusammengestellt.
Um ein gleichmäßig gutes Bügelergebnis zu erzielen, ist es auch bei einem Bügeltisch wichtig, die empfohlenen Pflege- und Wartungsarbeiten regelmäßig durchzuführen. Die Bügelgeschwindigkeit und das Bügelergebnis werden entscheidend vom Luftdurchsatz des Tischs und der Dampfqualität des Handbüglers bestimmt. Aus diesem Grund sollten der Bügeltisch und das Abstandsgewebe alle zwei Wochen gereinigt werden. Sinnvollerweise hält man dafür einen Ersatzbezug bereit. Der Bezug kann bei 30 °C in der Maschine gewaschen werden; das Abstandsgewebe wird entweder mit Druckluft durchgeblasen oder unter Wasser ausgespült, um darin befindliche Verschmutzungen wie Fasern und Flusen zu entfernen. Wenn das regelmäßig durchgeführt wird, kommt es weniger häufig zu Verfärbungen und Brechen des Bezugs. Diese sind häufiger auf das Verbrennen bzw. Hartwerden des darin befindlichen Schmutzes zurückzuführen als auf die Qualität oder das Alter des Bezugs.
Auch das Lüfterrad sollte einmal im Monat oder nach Aufforderung durch die Wartungsanzeige gereinigt werden. Dabei sollten mit Druckluft die Lüfterlamellen gereinigt werden. Sollte keine Druckluft zur Verfügung stehen, ist es auch möglich, die Lamellen mit einem Pinsel zu reinigen. Der Kamin sollte einmal jährlich ausgesaugt werden. Diese Maßnahmen sind wichtig für eine gleichbleibende Saug-Blas-Leistung und somit die „Geschwindigkeit“ des Tischs.
Zusätzlich ist es sinnvoll, die Fußschaltleiste regelmäßig zu reinigen. Je nach Betrieb sammeln sich dort Flusen, Nadeln, Knöpfe oder andere Gegenstände, die die zuverlässige Funktion verhindern.
Versorgen Sie Ihren Bügelplatz mit einem eigenen Dampferzeuger, sollten Sie darauf achten, dass dieser täglich, wie in den Bedienungsanleitungen beschrieben, abgeschlämmt wird. Unabhängig von Ihrer Wasserqualität können nur so im Wasser befindliche Schwebstoffe zuverlässig ausgeschwemmt werden. Diese Stoffe würden sich anderenfalls im Dampferzeuger absetzen und eine einwandfreie Funktion verhindern. Außerdem besteht die Gefahr, gelöste Stoffe durch das Bügeln auf bzw. ins Textil und später beim Absaugen in den Bezug des Bügeltisches zu bringen. Während die Bekleidung nur „verschmutzt“, setzen sich diese Stoffe im Bezug ab und es kommt mit der Zeit zum Brechen des Bezugs.
Überprüfen Sie regelmäßig die Einstellungen Ihres Bügeltisches und des Handbüglers. Ein voll aufgedrehter Dampfanschluss ist für das Bügelergebnis nicht von Vorteil. Der Dampfausstoß sollte immer noch einen großen Teil Feuchtigkeit, der zum Quellen der Faser vor dem Formgeben benötigt wird, enthalten. Auch die Büglersohle sollte regelmäßig auf Verschmutzungen hin überprüft und gegebenenfalls gereinigt werden. Auch hierbei empfiehlt sich das Durchblasen mit Druckluft. Noch ein kleiner Tipp: Sollten Ihre Teflonsohlen alle paar Wochen wellig werden, hat das nichts mit der Qualität der Teflonsohlen zu tun. Schauen Sie mal auf die eingestellte Temperatur Ihres Büglers. Wahrscheinlich steht sie auf über 200 °C? Teflonsohlen sind nur beständig bis etwa 200 °C, darüber hinaus gehen sie kaputt, und dann sind diese Temperaturen auch unnötig. Beim Einsatz von Teflonsohlen werden etwa 30 °C absorbiert. Wir empfehlen für die in der Textilreinigung und Wäscherei anfallenden Textilien eine Büglertemperatur von 170 °C und den Gebrauch einer Teflonsohle.
Sollten die aufgeführten Punkte regelmäßig durchgeführt werden, steht dem Tisch eine lange Lebensdauer und Ihnen weiterhin ein leichteres Arbeiten mit einem gleichbleibend effizienten Bügelergebnis bevor. Bügeltische mit einer Lebensdauer von mehr als 20 Jahren sind keine Seltenheit.
Ralf Frache, Sales Management & Key Accounts, Veit GmbH, Textilreinigermeister