CleanTex Textilpflege Auf Expansionskurs

Vor mehr als 50 Jahren legte Gitta Langemeyer mit dem Bügeln von Privatwäsche den Grundstein für ein erfolgreiches Textilpflegeunternehmen. Heute sind in der CleanTex Textilpflege mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zeichen stehen auf Wachstum: 2009 wurden zwei Betriebe übernommen.

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    CleanTex Textilpflege
    © Fresenius
    Links Marco Schneppenheim und Siegfried Lange vor der Neuinvestition.
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    CleanTex Textilpflege
    © CleanTex Textilpflege
    In einem gut organisierten Betrieb kommt der Sortierung eine wichtige Bedeutung zu.

In den 50er Jahren fing alles an. Der Nachbar, ein Junggeselle, begegnet "Oma Gitta" Langemeyer öfter schon mal mit schlecht gebügelten Hemden. Als Frau der Tat bietet sie ihm an, seine Hemden zu bügeln. Es dauert nicht lange, bis sich das Angebot herumspricht. Bald häufen sich die Aufträge und im Haus Langemeyer werden nicht mehr nur Hemden, sondern auch Tisch- und Bettwäsche gebügelt.

Als dann auch zwei Restaurants anfragten, ob man ihre Wäsche regelmäßig übernehmen könne, wurde aus der Nachbarschaftshilfe die Wäscherei Langemeyer. Zwei Waschmaschinen werden angeschafft, Ehemann Arnold kündigte seinen Job und arbeitet von nun an zusammen mit seiner Frau. In Königswinter/Stieldorf wurde der Grundstein für ein erfolgreiches Familienunternehmen gelegt. Später wurden die beiden Bereiche Textilreinigung und Wäscherei getrennt. Im Jahr 2000 wurde aus Textilpflege Langemeyer die CleanTex Textilpflege. 2009 war schließlich für das Familienunternehmen, das mittlerweile von den Enkelkinder von "Oma Gitta" in dritter Generation geführt wird, das wohl ereignisreichste Jahr seit der Gründung.

CleanTex Textilpflege expandiert

Die beiden Geschäftsführer und Geschwister Nadine und Marco Schneppenheim übernahmen Anfang 2008 die Wäschereich Hennes in Bensberg. Außerdem wurde im Sommer 2009 die Textilpflege Lange aus Köln übernommen. An den beiden neuen Standorten in Bensberg (Wäscherei) und Köln (Reinigung), werden in der Woche zurzeit 5 t Wäsche sowie 5.000 Oberhemden durch die Betriebe geschleust.

Sowohl in der Wäscherei Hennes als auch in Köln wurde und wird die Qualität großgeschrieben. "Wir möchten unsere Kunden durch Qualität und Flexibilität überzeugen. Über den Preis kann man immer nur einen kurzfristigen Erfolg erzielen", ist Nadine Schneppenheim überzeugt. Der Familienbetrieb, der sich mittlerweile zum mittelständischen Unternehmen entwickelt hat, beschäftigt an seinen Standorten und in zwölf eigenen Annahmestellen insgesamt mehr als 50 Mitarbeiter. Dazu kommen noch 30 weitere externe Annahmestellen.

Hemdenfinisher und KWL-Maschinen

Bevor Siegfried Lange die Textilpflege Lange in Köln an seinen Nachfolger übergeben hatte, ist noch kräftig investiert worden. Angeschafft wurde ein neuer Doppelhemdenfinisher und auch die Reinigungsmaschine wurde erneuert. Das "Herzstück des Betriebes" nennt Schneppenheim die Anlage. Wie bereits in Bad Honnef setzt Schneppenheim auf Technik "made in Germany". Die KWL-Maschine EazyClean EC 135 (35 kg) von Fresenius bewältigt nun zusammen mit der bereits im Jahr 2007 angeschafften EC 124 (24 kg) rund 5.000 Teile in der Woche.

Für Schneppenheim ist es wichtig, dass der Service von Seiten des Maschinenherstellers sichergestellt wird. Die Anlagen von Fresenius sind mit einer Fernwartung ausgestattet. "Ich bin ja nicht immer im Betrieb. Wenn doch einmal etwas ist, rufen meine Mitarbeiter bei der Hotline an und die können dann über die Telefonleitung eingreifen." Neben der "normalen Garderobe" aus den Annahmestellen werden in den beiden KWL-Maschinen auch Pelze und Arbeitsbekleidung gereinigt. "Zuerst war ich skeptisch, Arbeitsbekleidung in KWL zu reinigen", sagt Siegfried Lange, der nun die gewonnene Zeit mehr in seine Ehrenämter bei der Innung in Köln und im DTV-Landesverband investiert.

"Aber das Resultat und die Maschine haben auch mich überzeugt." Lange hat vorher mit einer 30-kg-Tandem-Per-Anlage gereinigt. Zu den zufriedenen Kunden gehören unter anderem der Flughafen Köln, die Lufthansa City Line sowie die Berufsfeuerwehr Köln. Auf die Frage, wie es denn jetzt weitergeht, schmunzeln die beiden Geschwister und antworten in ihrer rheinischen Art "et kütt wie et kütt" (es kommt wie es kommt). Für Nichtrheinländer: Gemeint ist mit diesem Ausspruch, keine Angst vor neuen Wegen zu haben.