Multimatic Annahme und Ausgabe jederzeit

Der Kunde kann rund um die Uhr Wareabgeben und abholen.Foto: Mulitmatic - © Multimatic

Annahme und Ausgabe jederzeit

Für das Logistikmanagement in der professionellen Textilpflege bietet Multimatic verschiedene Lösungen an.

KFür die Annahme und Ausgabe rund um die Uhr stehen zwei Versionen zur Verfügung: als Einbau in ein bestehendes Ladengeschäft oder als freistehende Filiale. Technik und Handhabung sind in beiden Fällen gleich. Der Kunde zieht aus der von außen zugänglichen Annahmebox einen Kleiderbeutel. Darin verstaut er seine abzugebenden Teile, markiert sie auf dem Touchscreen-Monitor und wirft den Beutel in die Sicherheitsschute. Er erhält ein Abholticket mit Barcode. Der Kleiderbeutel wird von zwei Angestellten der Reinigung geöffnet und kontrolliert (Vier-Augen-Prinzip). Es gilt die Zählung des Betriebes. Bei Differenzen wird der Kunde sofort angerufen. Nach der Bearbeitung im Betrieb werden die Kundenaufträge in den Speicherförderer gehängt. Dazu wird der Barcode eingelesen. Der Rechner weist die Nummer des Warenträgers zu und fährt ihn in die Eingabeposition. Das System registriert, wo sich jeder Auftrag befindet. Beim Abholen hält der Kunde das Abholticket vor das Lesegerät, der Speicherförderer wirft den Auftrag in der Ausgabeschleuse ab, die wie ein Geldautomat rund um die Uhr von außen zugänglich ist. Der Abholer bezahlt automatisch mit EC-Karte. Das System ist serienmäßig für Onlinewartung ausgestattet.

Mit dieser Technik hat das Unternehmen unter der Marke „cleanissimo – geben & nehmen“ ein Marketingkonzept für die nach eigenen Angaben nahezu personalfreie Filiale entwickelt. Damit, so das Unternehmen weiter, können Standorte genutzt werden, die bisher für die Textilpflege nicht mehr bezahlbar waren. Die Lösung kann im Eingangsbereich von Supermärkten, in Bahnhöfen und Flughäfen, also an Plätzen mit hoher Kundenfrequenz stehen. Der Reiniger bedient seine automatische Filiale je nach Inanspruchnahme einmal oder mehrmals täglich.

KDas Transport- und Organisationssystem MultiTrans für die Textilreinigung besteht aus mehreren Modulen. Sie können laut Anbieter beliebig kombiniert werden, das System kann wachsen. Das Herzstück ist ein PC, er steuert die Kasse. An jedem Arbeitsplatz kann ein Lesegerät installiert werden. Dort meldet sich die Mitarbeiterin an und liest jedes Teil ein, bevor sie es weitergibt. Dadurch weiß das System, wo sich jedes Stück befindet und wer es wie lange bearbeitet hat. Neben PC und Lesegeräten sorgt weitere Hardware für Ordnung: Zunächst das Sortierband, ein modifizierter Speicherförderer, der über eine Lesestation erkennt, wenn ein Auftrag komplett ist. Von jedem Bügelplatz und von jedem Hemdensatz wird das fertiggestellte Teil auf Drahtkleiderbügel wahllos in das Sammelband gehängt. Einzige Bedingung: Der Barcode muss kurz vor das Lesegerät gehalten werden. Sollte das vergessen werden, wirft das System das Teil auf der „Fehlerstange“ ab. Richtig eingelesene Teile kreisen so lange auf dem Sammelband, bis der Kundenauftrag komplett ist. Dann werden alle Teile des Auftrages auf der „Komplettstange“ abgeworfen. Teuere Sortierfehler sollen so vermieden werden. Die Kundenaufträge auf der „Komplettstange“ werden auf Qualität kontrolliert, verpackt und manuell in den Speicherförderer gehängt. Dabei wird wieder der Barcode gelesen. Das System weist die Nummer des Warenträgers zu, in den der fertige Auftrag eingehängt werden soll, und fährt diesen Warenträger automatisch in Eingabeposition. Und auch hier erkennt das System, wo sich der Auftrag befindet. Die Lösung ist laut Anbieter mit Onlinedatenzugang ausgestattet.

KEbenfalls im Sortiment des Unternehmens sind Sortieranlagen zur Lagerung und Sortierung von hängender Ware, entweder mit Barcode oder RFID-Chip gekennzeichnet. Laut Anbieter ist die Lagerung von 500 bis 5.000 Teilen möglich.

Infos: Tel. 05422/1000 oder www.multimatic.de