Oft falsche Textilkennzeichnung
Für die Mitarbeiter der Abteilung Warenprüfung gehören sie zum Arbeitsalltag: Fehler bei der Textilkennzeichnung.
Vor allem die sogenannten „Bambus-Textilien“ stellen nach Angaben der Hohensteiner Institue, Bönnigheim, in den letzten Monaten häufig Problemfälle dar: Angaben wie „100% Bambus“ wären nur zulässig, wenn tatsächlich Naturfasern aus Bambus verarbeitet würden.
Zur Verwendung in Bekleidung sind Bambusfasern laut Forschungsinstitut jedoch nicht geeignet. Die Spinnstoffanalyse ergibt, wie die Hohensteiner Institute mitteilen, entsprechend ausnahmslos, dass in den fraglichen Fällen Viskosefasern, deren Celluloserohstoff aus Bambus gewonnen wurde, zum Einsatz kommen.
Laut Gesetzgeber müsse aber die Faserart und nicht der Rohstoff, aus dem diese gewonnen wurde, am Textil deklariert werden. Korrekterweise müsse die Kennzeichnung deshalb z.B. „100 % Viskose“ lauten. Wird die Angabe des Rohstoffes gewünscht, ist auf dem Textiletikett allenfalls ein Zusatz wie zum Beispiel „100% Viskose (Bambus)“ gestattet.
Infos: www.hohenstein.de