Rentokil Initial führt Geschäftsbereiche zusammen Zwei Services aus einer Hand

Aus zwei wird eins: Der Rentokil-Initial-Konzern hat die bislang getrennten Geschäftsbereiche Textil- und Waschraumservice miteinander verschmolzen. Laut Unternehmen ist dadurch der größte Anbieter Europas in diesem Segment entstanden.

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    Die neue Firmenzentrale von Initial Textil- und Waschraumservice befindet sich in Köln.
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    Zum Waschraumservice zählt unter anderem die Versorgung mit Handtuchspendern.
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    Das Unternehmen hat auch Bekleidung speziell für Reinräume in seinem Produktportfolio.

Zwei Services aus einer Hand

„Unsere Kunden möchten den perfekten Service“, sagt Gerhard Huber, Verkaufsleiter von Initial Textil- und Waschraumservice. „Sie erwarten von uns hochwertige und stets gepflegte Kleidung für Mitarbeiter; Waschräume, die hygienisch durchdacht ausgestattet sind, und einen attraktiven Mattenservice“. Bislang mussten die Kunden zwei Unternehmen beauftragen, wenn sie das komplette Angebot nutzen wollten. Seit kurzem bekommen sie alles von einem Anbieter.

Der Konzern Rentokil Initial hat seine beiden Firmen Initial Textil Service GmbH & Co. KG und Initial Waschraumservice GmbH unter der neuen Marke Initial Textil- und Waschraumservice verschmolzen. „Vor der Zusammenlegung waren die Angebote der beiden Bereiche nicht immer gut abgestimmt. Das funktioniert jetzt viel besser“, erklärt Eva Berndzen vom Marketing. Das Unternehmen koordiniert ab sofort alle Aktivitäten von der neuen Firmenzentrale in Köln aus. „Unser Ziel für die kommende Zeit ist es, die bundesweit 19 Standorte logistisch so zu erschließen, dass unsere Kunden zukünftig flächendeckend mit Textil- und Waschraumservice aus einer Hand versorgt werden können“, beschreibt Geschäftsführer Holger May die weiteren Pläne.

Initial Textil- und Waschraumservice fokussiert sich auf drei Bereiche: Berufskleidung, Waschraumhygiene und Saubermatten. Bei der Berufskleidung können die Kunden auf verschiedene Kollektionen in mehreren Farbkombinationen zurückgreifen, darunter auch Sicherheits-, Hygiene- und Reinraumkleidung. Auf Wunsch bringt Initial Firmenembleme auf den Kleidungsstücken an oder stickt die Namen der Mitarbeiter ein. Ab einer bestimmten Auftragsgröße sind individuelle Wünsche möglich.

Der Mietvertrag läuft in der Regel über drei Jahre. Er beinhaltet eine Größenanpassung für alle Mitarbeiter. Auch das Ändern von Kleidungsstücken oder die Nutzung von Sondergrößen sind inklusive. Scheiden Mitarbeiter aus beziehungsweise werden neue eingestellt, meldet das der Kunde an Initial. Anschließend wird das Sortiment des jeweiligen Auftraggebers angepasst.

Als besonderen Service bietet das Unternehmen das Schrankfachsystem an. Der Kunde kann dazu Schränke mieten, die Fächer für alle Mitarbeiter enthalten. Jeder Angestellte hat sein eigenes Fach und einen eigenen Schlüssel dazu. Außerdem enthalten die Schränke ein großes Fach für die Schmutzwäsche. Die Mitarbeiter holen diese Schmutzwäsche in regelmäßigen Intervallen ab und füllen die Fächer, passend für jeden Angestellten, mit sauberer Wäsche auf.

Damit der Mietservice reibungslos funktioniert, unterhält die Firma mehrere eigene Wäschereien. Jedes Wäschestück ist mit einem Barcode gekennzeichnet. Dadurch werden die Kundennummer, der Träger, die Größe und die Art des Artikels ersichtlich. „Der Barcode ist quasi der Personalausweis des Kleidungsstücks“, beschreibt Eva Berndzen. Dadurch lässt sich jederzeit nachvollziehen, wo sich ein bestimmtes Teil befindet. „Manchmal rufen Kunden an und sagen, die haben ihr Portemonnaie in einer Hose vergessen. Durch den Barcode können wir solche Probleme in der Regel sehr schnell lösen“, ergänzt die Marketingfachfrau.

Neben dem Waschen und Aufbügeln kontrollieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Bekleidungsteile auch. Zudem haben die Träger die Möglichkeit, ihre Kleidung selbst mit einer roten Karte zu kennzeichnen, z.B. wenn ein Reißverschluss hakt. Dann werden die Kleidungsstücke entweder repariert oder ausgetauscht. Anschließend laufen sie bei Initial durch eine Sortieranlage und werden für die Fahrer nach Touren zusammengestellt. Es folgt das Legen und Verpacken. Nach der Auslieferung und nachdem die Kunden die Wäschestücke getragen haben, beginnt der Kreislauf erneut.

Kunden, die zusätzlich oder ausschließlich den Waschraumservice in Anspruch nehmen, bekommen zunächst Besuch von den Hygieneberaterinnen. Sie analysieren die Waschräume des Auftraggebers und geben Empfehlungen. Zur Produktpalette zählen unter anderem Seifenspender, Handtuchspender, Händetrockner, Hygienebehälter, WC-Sitz-Reiniger, Toilettenpapierspender, Toilettenbürsten und Airfreshgeräte. „Unser erfolgreichstes Produkt in diesem Bereich ist der Damenhygienebehälter“, erklärt Eva Berndzen. Er zählt zu den Serviceprodukten. Das bedeutet, dass er in regelmäßigen Abständen ausgetauscht wird. Der Behälter ist auch als Sensorversion erhältlich, bei der sich der Deckel durch Darüberstreifen mit der Hand automatisch öffnet.

Zum Angebot zählen darüber hinaus die Saubermatten. Sie halten den Schmutz ab, beispielsweise wenn Personen ein Gebäude betreten und noch Nässe oder Staub von der Straße an ihren Schuhen haftet. So lässt sich der ursprüngliche Bodenbelag schützen. Die Matten sind dazu aus einer speziellen Nylonfaser gefertigt, die Schmutz besonders gut aufnehmen soll. Darüber hinaus wirken die Matten rutschhemmend, was beispielsweise bei glatten Fliesen nützlich sein kann.

Der Leistungsumfang umfasst die Anlieferung, Abholung, Pflege und Aufbereitung der Saubermatten in festen Serviceintervallen. Das Unternehmen hält Standardmatten bereit, die schnell lieferbar sind. Außerdem können sich die Kunden individuelle Matten – beispielsweise mit dem Firmenlogo – anfertigen lassen. Der Auftraggeber kann die Matte in diesem Fall komplett selbst gestalten.

Ob Matten, Wachsraumhygiene oder Berufsbekleidung – Initial hofft, durch den Zusammenschluss der bislang getrennten Bereiche noch stärker am Markt auftreten zu können – auch über Landesgrenzen hinweg. Gerhard Huber:„Für viele unserer Kunden gewinnt es zunehmend an Bedeutung, dass unser Unternehmen international aufgestellt und tätig ist, um so auch Niederlassungen im europäischen Ausland mit dem bekannt guten Service beliefern zu können.“ Sandra Höflacher