Böwe Maschinen für jedes Lösemittel

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    Fraktionierte Destillation und Hydro-Balance-System bringen laut Hersteller maximale Lösemittel- und Reinigungsqualität und lassen manuelle Arbeiten wegfallen.
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Maschinen für jedes Lösemittel

Der Hersteller von Reinigungsmaschinen Böwe Textile Cleaning, Augsburg, hat sich nach eigenen Angaben stets am Leitbild einer optimalen Maschine für das jeweilige Lösemittel orientiert. Heute bietet der Hersteller in seinem Maschinenprogramm zwei Produklinien an. Zum einen sind das die P-Maschinen, die für Per geeignet sind, und zum Anderen die M-Maschinen, die für KWL und alle ähnlichen Lösemittel entwickelt wurden. Das M steht für den geschützten Begriff Multi Solvent. Beide Linien gibt es in je sechs Größen (12, 15, 18, 21, 26 und 30 kg Beladegewicht). In Kürze wird das Programm durch 100- bis 200-kg-Industriemaschine, der sogenannten Indu Line, ergänzt. Durch die modulare Bauweise kann auch in dieser Größenordnung das für die gewünschte Anwendung optimale Lösemittel eingesetzt werden.

Bei den Per-Maschinen wurde vor allem auf wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Betrieb Wert gelegt. Durch eine ausgeklügelte Schleuder-, Trocknungs-, Reduktions- und Destillationstechnik werden laut Hersteller kurze Chargenzeiten mit geringen Lösemittelverlusten und Emissionen erreicht. So liegen die Lösemittelverbräuche bei voll ausgestatteten Maschinen unter einem Prozent.

Bei den M-Maschinen wurde vor allem auf eines geachtet: optimaler Wasserhaushalt. Hierin liegt das größte Problem. In KWL, aber auch bei Cyclosiloxanen, fühlen sich Bakterien besonders dort wohl, wo Feuchtigkeit ist. Und die Ausscheidungsprodukte dieser Bakterien führen zu unangenehmer Geruchsbildung in den Maschinen und in der Ware. Deshalb muss verhindert werden, dass sich Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum in der Maschine befindet.

Um diese Herausforderung zu lösen, hat der Augsburger Hersteller das sogenannte Hydro-Balance-System (HBS) erfunden. Hier wird durch fraktionierte, temperatur- und zeitgesteuerte Destillation sowie einer getrennten Trocknungsrückgewinnung sichergestellt, dass Wasser und andere Niedrigsieder abgetrennt werden.

Die M-Maschinen können durch Softwaretausch von KWL auf Cyclosiloxane – oder umgekehrt – umgestellt werden. Die modulare Bauweise würde sogar einen Wechsel von Per auf Multi Solvent zulassen, ohne dass die gesamte Maschine ausgetauscht werden muss. Mit Per, KWL und Cyclosiloxanen existieren zurzeit nach Einschätzung von Böwe drei sehr gute Lösemittel, die nahezu alle Anforderungen an eine moderne Textilpflege erfüllen. Maschinen und Verfahren, die mit CO2 als alternativem Lösemittel arbeiten, böten hingegen noch kein befriedigendes Reinigungsergebnis. Welches Lösemittel verwendet wird, bleibt dem Anwender überlassen.

Infos:Tel. 0821/5707-0 oder www.boewe-tc.de.