Heckelsberg & Wiesner Aufbereiten in mehreren Schritten

Die Unternehmen Heckelsberg &Wiesner, Berlin, und Maxx Process sind eine Kooperation eingegangen und bieten Abwasseraufbereitungstechnik für Wäschereien an.

Die Aufbereitung der Abwässer geschieht in mehreren Schritten, die mittels Fernüberwachung kontrolliert werden können. In einem ersten Behandlungsschritt wird das Abwasser durch Sedimentation und Filtration von Fremdkörpern und unlöslichen Prozessrückständen befreit. Diese Rückstände werden im viertel- bis halbjährlichen Rhythmus einer konventionellen Kläranlage zugeführt.

Das so von Feststoffen weitgehend befreite Abwasser wird in einem Speicherbehälter gesammelt. Dieser ist so dimensioniert, dass rund 70% einer Tagesabwassermenge bevorratet werden können, um zufließende Abwasserströme zu vermischen und gleichmäßig zu verteilen. Mittels Schmutzwasserpumpen wird das Abwasser aus dem Speicherbehälter in die Bioreaktoren gefördert. Übersteigt die anfallende Abwassermenge die Durchsatzleistung der Bioreaktoren, so steigt der Füllstand im Speichertank.

Bei geringem Abwasseranfall wird der Speicher langsam entleert und der Durchfluss durch die Reaktoren gedrosselt. Bei extrem hohem Abwasseranfall wird die Belastung der Bioreaktoren nur so weit erhöht, wie es die permanent gemessene Reinigungswirkung zulässt. Die über dieses Maß hinausgehende Abwassermenge wird in die öffentliche Kanalisation abgegeben.

Biologische Abwasserreinigung in Bioreaktor

Die biologische Reinigung des Abwassers findet in speziell hierfür konstruierten Bioreaktoren statt. Diese sind als hohe, schlanke Zylinder (Biosäule) gefertigt und vollständig mit Abwasser gefüllt. Einbauten im Inneren (sogenannte „Festbetten“) dienen den Bakterien, die die biologische Abwasserreinigung vollziehen, als Aufwuchsfläche. Durch die Immobilisation der Bakterien auf einem festen Aufwuchskörper entsteht ein hochspezialisierter Biofilm, der eine große Artenvielfalt auch höherer Organismen ermöglicht.

Der für den biologischen Abbau erforderliche Sauerstoff wird durch das Einblasen von Luft am Fuß der Biosäulen dem Prozess zugeführt.

Die kontinuierlich ermittelten Daten (Durchflussmenge, Temperatur, Schadstoffbelastung im Zulauf und im Ablauf jeder einzelnen Säule) ermöglichen über die computergestützte Anlagensteuerung eine optimale Fahrweise. Durch die integrierte Fernüberwachung kann Maxx Process jederzeit den Zustand der Anlage kontrollieren und in die Steuerung eingreifen.

Abwasser geht durch 2 rückspülbare Kiesfilter

Das biologisch gereinigte Abwasser wird durch zwei rückspülbare Kiesfilter geleitet. Hier wird das Wasser von Bioflocken und anderen Schwebeteilchen befreit. Das biologisch-physikalisch aufbereitete Wasser wird in der nächsten Stufe mit einer geringen Menge Ozon versetzt. Dieses wirkt einerseits als Desinfektionsmittel und andererseits einer möglichen Geruchsbildung entgegen.

Aus dem Reinwasserbehälter, in dem das biologisch-hysikalisch-chemisch behandelte Wasser gelagert wird, fördert eine Druckerhöhungsanlage das recycelte Wasser in den Waschprozess zurück. Das Wasser steht nun in einer guten Qualität für die Nutzung in der Wäscherei zur Verfügung. Bei bereits realisierten Anlagen wird eine Recyclingquote zwischen 60 und 75% erreicht. F

Weitere Informationen unter Tel. 030/6151050 oder www.heckelsberg-wiesner.de.