Im sächsischen Wolkenburg an der Mulde produzierte man den begehrten Malimo-Stoff, der sich in fast allen DDR-Haushalten fand. Auch mäßig gut trocknende Handtücher, Kindersachen oder Gardinen wurden daraus genäht.
Malimo aus Wolkenburg
Die Textilindustrie war nach dem Ende der Silberfunde im 18. Jahrhundert für das Erzgebirge zum neuen Standbein geworden. Mit der Industrialisierung entstanden überall Textilfabriken, deren Produkte nicht nur für das Inland produziert wurden, sondern auch in den Export gingen.
Die Strümpfe des Kombinats ESDA trug man, natürlich unter anderem Namen, auch in der Bundesrepublik. Malimo-Stoffe gingen vor allem in den „Bruderländern“ über die Ladentische. Eine Modenschau in der DDR der 50er Jahre: Kleider, Morgenmäntel, ja sogar Badeanzüge aus Malimo, einem zumeist bunt bedruckten Stoff, der Innovation der DDR-Textilindustrie.
„Malimo aus Wolkenburg“, Mittwoch, 14. September 2011, MDR, 20.45 Uhr