„Das Internet der Dinge und Dienste oder Industrie 4.0 wird die kommenden Jahre enorm beeinflussen“, ist sich Eugen Socher von der Infomax GmbH sicher. Produkte kommunizieren durch Informations- und Kommunikationstechnologie mit anderen Produkten und mit den bearbeitenden Maschinen. Neuartige Geschäftsmodelle und erhebliche Optimierungspotenziale in Produktion und Logistik lassen sich erreichen. Hinzu kommen neue Dienstleistungen für wichtige Anwendungsgebiete.
Mit der Lösung für „prozess- und verfügbarkeitsorientierte Instandhaltung“, kurz „provi 4.0“, bietet Infomax nach eigenen Angaben schon heute eine Lösung der zukünftigen Instandhaltungsorganisation. Neben der selbstverständlichen und bewährten Verarbeitung von Geschäftsprozessen sollen auch pragmatische und einfach zu handhabende Arbeitsschritte zur Verfügung stehen.
Wartung und Instandhaltung via Smartphone: Nachdem Wartungspläne erstellt oder kopiert wurden, sind diese zeitgerecht abzuarbeiten. Dies kann in der herkömmlichen Methode geschehen oder per Smartphone. Das Handling ist laut Infomax einfach und jedem Smartphonenutzer bekannt: Nach Einscannen der Maschinennummer über einen NFC-Chip (andere Verfahren wie QR-Code und Barcode sind ebenfalls möglich) werden z.B. die Wartungsplanung der eingescannten Maschine und die auszuführenden Tätigkeiten angezeigt und können abgearbeitet werden. Steht ein NFC-Chip nicht zur Verfügung, können alle zur Wartung anstehenden Maschinen abgefragt und nach Auswahl der Maschine die dazugehörenden Tätigkeiten angezeigt werden. Als weiteres Hilfsmittel gibt es einen Gerätelebenslauf, der alle vergangenen Instandhaltungen der Maschine beinhaltet. Nach Abschluss der Wartungsarbeiten wird der Wartungsauftrag sofort aktualisiert und entsprechende Statistiken werden fortgeschrieben, so Infomax. Damit entfalle eine zeitraubende schriftliche Aufzeichnung von Wartungstätigkeiten.
Folgende Vorteile der Smartphonelösung sieht Infomax:
- Der Instandhalter, der sich überall im Betrieb aufhalten kann, erhält sekundenaktuelle Informationen über den Zustand des Maschinenparks und kann sofort reagieren, wenn z.B. eine Engpassmaschine nicht mehr läuft.
- Störmeldungen können über eine Berührung des NFC-tags sofort z.B. an den Instandhaltungsleiter übermittelt werden. Damit soll es der Vergangenheit angehören, dass das hausinterne Telefon besetzt ist, wenn es dringend gebraucht wird.
- Eine sekundenaktuelle Situation über den gesamten Maschinenpark lässt eine korrekte Beurteilung und Handlung zu.
- Durch aktuelle Rückmeldung der erledigten Instandhaltungsaufträge werden der Maschinenlebenslauf aktualisiert und die gesetzlichen Vorschriften der Betriebssicherheitsverordnung eingehalten.
- Ein korrekter Maschinenlebenslauf informiert über vergangene Reparaturen und verhindert so teure Fehleinschätzungen des Reparaturbedarfs.
- Behobene Fehler werden zeitaktuell übermittelt und es kann somit eine korrekte Kosten-/Fehlerstruktur erstellt werden.
Eugen Socher betont: „Durch geplante Wartung entsteht gegenüber einer ungeplanten Wartung – der sogenannten Feuerwehrstrategie – ein enormer Kostenvorteil, den man allerdings nur dann hat, wenn vorbeugende Wartung auch durchgeführt wird.“
Wartungsplanung über das Internet: Mit diesem Weg könne Infomax die Integration vom Hersteller bis zum Nutzer der Maschinen ebnen. Es sei problemlos möglich, dass maschinenbezogene Wartungspläne angelegt, modifiziert und kopiert werden können.
Folgende Rationalisierungsmöglichkeiten sieht Infomax damit:
- Ein einmal angelegter Wartungsplan (z.B. durch den Maschinenlieferanten) mit oftmals vielen Tätigkeitspositionen je Maschine könne von jedem Nutzer dieser Maschine aus dem Internet heruntergeladen und weiterverwendet werden (z.B. für Smartphonewartung). Viele Stunden Pflegeaufwand pro Benutzer werden so vermieden.
- Bedienungsbedingte Fehlerquellen und somit falsche oder zu späte Wartung wird vermieden (die häufigste Fehlerursache ist nach Erfahrung von Infomax die zeitlich nicht korrekte Ausführung).
- Durch den Hersteller aktualisierte Wartungspläne lassen neue Kenntnisse zum Vorteil des Nutzers einfließen.
Infos: www.besser-warten.de