
3 Der Einsatz von Apps, also mobilen Softwarelösungen auf Smartphones oder Tablets, verändert den Markt für Softwareanbieter immer stärker. Der Wäschereisoftwarespezialist AdvanTex Software GmbH & Co. KG in Rheine ist sich sicher: Mit ihnen erweitert sich der Funktionsumfang etablierter Softwaresysteme nicht nur inhaltlich, insbesondere die direkte Beteiligung bisher nicht angebundener Akteure führt zu einer deutlich gesteigerten Effizienz in vielen Bereichen und zu einer Transparenz, die ohne den Einsatz sauber aufeinander abgestimmter Anwendungen nicht möglich wäre.
So umfasst die Produktfamilie AdvanTex neben dem klassischen „AdvanTex ERP“ – gerade frisch in der Version 7.20 erschienen – eine Fülle von Zusatzprodukten, die diesen Trend widerspiegeln. Geschäftsführer Stephan Leiwering meint: „Die alten Windows-Mobile-Lösungen haben ausgedient, kein Unternehmen wird mehr in diese Technik investieren.“ Die Vorteile der Nutzung von Apps z.B. auf Basis von Android liegen auf der Hand: Die Geräte sind deutlich günstiger, oftmals schon als Handys vorhanden und erlauben einen vielseitigeren Einsatz als die alten Lösungen. „Wir haben den größten Teil unserer bisherigen mobilen Lösung nun als App verfügbar und noch nie haben unsere Kunden diese Module so schnell eingeführt wie in diesem Fall“, so Leiwering. Dies liege sicherlich daran, dass heute jeder mit dem Umgang mit Smartphones und Apps vertraut ist. „Die Geräte sind oft schon vorhanden, so dass wir Lösungen teilweise in wenigen Stunden komplett ausrollen können.“
Das neueste Mitglied der AdvanTex-Familie ist der Nachfolger der bewährten Fuhrparklösung, die nun unter dem Namen „AdvanTex App Service Driver“ zunächst auf Android-Basis angeboten wird. Optimiert ist die Lösung für den Einsatz auf Handys. Sie soll den Fahrer bei seiner täglichen Arbeit unterstützen: Welche Kunden sollen in welcher Reihenfolge angefahren werden, ggf. mit Unterstützung durch Navigation zum Ziel, Einholen von Unterschriften beim Kunden, Erfassen von Liefermengen und vieles mehr. So können laut AdvanTex z.B. vor Ort Reklamationen („Schrankfach 7 Schloss defekt“) oder auch Verkaufspotenziale („Schmutzfangmatte anbieten“) aufgenommen und auf Wunsch durch ein Foto ergänzt werden. Diese Infos gelangen dann über Workflow-Nachrichten im zentralen „AdvanTex ERP“ an den jeweils zuständigen Sachbearbeiter und können von dort weiterbearbeitet werden.
Für den Außendienst steht die „AdvanTex App Sales“ bereit, die jedem Verkäufer oder Kundenbetreuer genau die von ihm betreuten Kunden auf einem Tablet darstellt. Dabei hat er Zugriff auf alle Vertragsdaten, aber auch auf die bisherige Kommunikation. So wird ihm beispielsweise das Verkaufspotenzial, welches der Fahrer im obigen Beispiel mit seiner Info zur fehlenden Schmutzfangmatte erfasst hat, in seiner App wieder angeführt.
Die vom Fahrer eingeholte Unterschrift landet genau wie alle irgendwo im Prozess erhobenen Daten in der zentralen Datenbank, von wo aus sie wieder in allen anderen Anwendungen zur Verfügung steht, so AdvanTex. Der Kunde könne diese dann beispielsweise im „AdvanTex Webportal“ einsehen oder erhalte diese zusammen mit der Monatsrechnung per E-Mail.
„Viele Betriebe haben den Einsatz zusätzlicher Geräte bisher gescheut und sind dankbar, diese Funktionalitäten nun auch mit einem Smartphone erledigen zu können“, berichtet Leiwering. Der Fuhrparkleiter könne mit den erhobenen Daten die geplanten Touren mit den tatsächlich gefahrenen gegenüberstellen und sich dieses live in der Karte anzeigen lassen. Bei zusätzlich einzuplanenden Stopps sei diese Transparenz echtes Geld wert.
Zusammen mit dem steigenden Einsatz von RFID-Lösungen, die ebenfalls Daten aus Bereichen liefern, die bisher nicht verfügbar waren (Beispiel: Scan vor Ort beim Kunden), steigt die Datenflut enorm, mit ihr aber auch die Auswertungsmöglichkeiten, so AdvanTex. Auch ergeben sich neue Ansätze für Geschäftsmodelle, die aber nur mit durchgängigen Lösungen garantiert werden können. AdvanTex Software entwickelt nach eigenen Angaben alle diese Softwarekomponenten inhouse am Standort in Rheine und liefert so eng aufeinander abgestimmte Lösungen, die eine Durchgängigkeit auch langfristig ermöglichen sollen.
Bei AdvanTex sieht man, dass die Entwicklung weitergehen wird und zukünftig auch die Endkunden der Wäschereien via Apps mit einbezogen werden, bei Bedarf bis hin zu den Mitarbeitern der Endkunden, die z.B. den Status ihrer Berufsbekleidung einsehen oder Reparaturwünsche erfassen wollen. „Hier ist noch vieles denkbar“, sagt Stephan Leiwering.
Infos: www.advantex.de