Historischer Fund Die älteste funktionstüchtige Miele-Gewerbewaschmaschine

Eine Miele-Gewerbewaschmaschine aus den 1920ern sorgt bei der Feuerwehr Burgdorf-Schillerslage für staunende Blicke – Sie zieht nicht nur Besucher in ihren Bann, sondern gewinnt jetzt auch den bundesweiten Wettbewerb von Miele Professional als älteste funktionstüchtige Gewerbewaschmaschine.

Michael Arendes, Professional-Marketingmanager Miele Deutschland (Zweiter von links), überreichte die Siegerurkunde an (vlnr.) Ortsbrandmeister Timo Scheffler, Heiner Wehrs, erster Vorsitzender des Fördervereins und „Restaurator“ Wolfgang Heldt.
Michael Arendes, Professional-Marketingmanager Miele Deutschland (Zweiter von links), überreichte die Siegerurkunde an (vlnr.) Ortsbrandmeister Timo Scheffler, Heiner Wehrs, erster Vorsitzender des Fördervereins und „Restaurator“ Wolfgang Heldt. - © Miele

Wenn beim Dreschefest im niedersächsischen Burgdorf-Schillerslage Rauch aus dem Schornstein steigt und die alte Trommel zu rotieren beginnt, zieht sie die Blicke der Besucherinnen und Besucher magisch an: die vermutlich älteste funktionstüchtige gewerbliche Miele-Waschmaschine Deutschlands.
Seit den 1920er Jahren zuverlässig im Einsatz, schafft sie noch heute das, wofür sie einst gebaut wurde – saubere Wäsche.

Im Frühjahr dieses Jahres hatte Miele Professional in einem deutschlandweiten Wettbewerb nach der ältesten betriebsbereiten Waschmaschine gesucht. Und sie bei der Ortsfeuerwehr Burgdorf-Schillerslage in der Nähe von Hannover gefunden. Mit deutlichem Abstand belegte die etwa hundertjährige Maschine den ersten Platz.

Als „Finderlohn“ erhielt der Förderverein eine Gewerbewaschmaschine neuester Bauart: die Miele PWM 511.
Sie fasst elf Kilogramm Textilien, ist über ein Touch-Farbdisplay in über 30 Sprachen bedienbar und bereits für die digitale Vernetzung mit Miele MOVE Connect vorbereitet. Die neue Maschine soll bei den nächsten Feuerwehr-Veranstaltungen zum Einsatz kommen und unter anderem künftig die historische Festkleidung der Feuerwehr reinigen. Für deren Wäsche sei dank der neuen Waschmaschine gesorgt, so Heiner Wehrs, erster Vorsitzender des Fördervereins.

Einer der Publikumsmagneten beim alljährlichen Dreschefest in Burgdorf-Schillerslage ist die Miele-Trommelwaschmaschine aus den 1920er Jahren.
Einer der Publikumsmagneten beim alljährlichen Dreschefest in Burgdorf-Schillerslage ist die Miele-Trommelwaschmaschine aus den 1920er Jahren. - © Ortsfeuerwehr Burgdorf-Schillerslage
Etwa hundert Jahre alt ist dieses Typenschild der Trommelwaschmaschine.
Etwa hundert Jahre alt ist dieses Typenschild der Trommelwaschmaschine. - © Miele

Restauriert in liebevoller Handarbeit

Dass die alte Miele-Trommelwaschmaschine überhaupt noch läuft, ist Wolfgang Heldt zu verdanken. Der gelernte Hufschmied und frühere Vereinsvorsitzende restaurierte die Maschine, nachdem der Förderverein sie Anfang der 1990er Jahre geschenkt bekam. Für Heldt ist die 400 Kilogramm schwere Kupfermaschine ein Meisterstück früher Ingenieurskunst:„Sie ist mit Kohle ruckzuck angeheizt, schnell in Betrieb und dann so leise, dass man sich neben ihr problemlos unterhalten kann“, erzählte er. „Und die Leute, die sie live erleben, sind beeindruckt. Die sagen, das sei typisch Miele: So alt und läuft und läuft", erzählt er stolz. Vor dem nächsten Dreschefest will er die Kupferabdeckung noch einmal auf Hochglanz bringen.

Ein Stück Miele-Geschichte

„Mit einer Waschmaschine wie dieser hat die Geschichte unserer gewerblichen Wäschereitechnik begonnen“, betont Michael Arendes, Marketingmanager Professional Wäschereitechnik in der Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland. Die Waschmaschine zählt zu den ersten gewerblichen Modellen, die Miele ab 1924 für Hotels, Sanatorien, Krankenhäuser und Wäschereien produzierte. Er überreichte den Verantwortlichen des Fördervereins feierlich die Siegerurkunde – als Symbol für das gewonnene Gerät. Heute erwirtschaftet die Business Unit Miele Professional rund 20 Prozent des gesamten Umsatzes von Miele.