Bad Iburger Wäscherei und Bauunternehmen sind von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim für ihre nachhaltige Betriebsführung ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt konkrete Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz, Ressourcenschonung und soziale Verantwortung – und dient zugleich als formaler Nachweis gegenüber Förder- und Finanzinstituten.

Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim hat die Wäscherei Meyer GmbH & Co. KG sowie die Heinr. Möllering Comp. Bauunternehmen GmbH & Co. KG als nachhaltig wirtschaftende Betriebe ausgezeichnet. Die Urkunden bescheinigen den Unternehmen eine systematische Auseinandersetzung mit Umwelt- und Ressourcenthemen in ihren jeweiligen Arbeitsprozessen.
Nach Angaben der Handwerkskammer dient die Auszeichnung auch als formaler Nachweis gegenüber Banken und Förderinstituten. „Finanzinstitute berücksichtigen solche Zertifikate zunehmend bei der Vergabe von Fördermitteln oder Krediten“, erläuterte Kammer-Hauptgeschäftsführer Sven Ruschhaupt im Rahmen der Übergabe. Für die Betriebe könne dies die Planung und Umsetzung von Investitionen erleichtern.
Energieeffizienz und Ressourcennutzung in der Wäscherei
Die Wäscherei Meyer verfolgt insbesondere im Energiebereich einen systematischen Ausbau nachhaltiger Strukturen. Nach Unternehmensangaben erhöht der Betrieb die Photovoltaikleistung am Standort von derzeit 134 Kilowattpeak auf 234 Kilowattpeak. Den erzeugten Strom speist die Wäscherei über eine eigene Trafostation direkt in energieintensive Produktionsanlagen und die Betriebsbeleuchtung ein. Darüber hinaus nutzt das Unternehmen gesammeltes Regenwasser für betriebliche Prozesse und weitet den Einsatz öko-zertifizierter Textilien aus. In die Bewertung floss nach Angaben der Kammer auch die Zusammenarbeit mit regionalen Integrationsträgern ein.
Das Bauunternehmen Heinr. Möllering setzt nach eigenen Angaben bei der Sanierung und Modernisierung von Gebäuden auf klimarelevante und ressourcenschonende Verfahren. Zum Einsatz kommen unter anderem alternative Bau- und Dämmstoffe, Öko-Zemente sowie treibhausgasfreie Druckgase und Schäume. Zudem steuert der Betrieb den Materialeinsatz nach Umweltkriterien. Ein Schwerpunkt liegt auf Dämmkonzepten für Bestandsimmobilien, bei denen das Unternehmen den Einsatz umweltverträglicher Materialien vorab prüft, so die Handwerkskammer.
Das Kennzeichnungsverfahren „Nachhaltiger Handwerksbetrieb“ wird im Rahmen der Niedersächsischen Allianz für Nachhaltigkeit gemeinsam mit der Landesvertretung der Handwerkskammern durchgeführt. Ziel der Initiative ist es, Betriebe schrittweise an eine Nachhaltigkeitsberichterstattung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) heranzuführen und das Thema Nachhaltigkeit stärker im Handwerk zu verankern.