Die Lavatio Gruppe aus Hünfeld setzt ihre Expansion fort und übernimmt die Großwäscherei Witteler & Burkhardt in Ladenburg bei Heidelberg. Es ist bereits die zweite Akquisition innerhalb von drei Monaten. Zuletzt hatte die Gruppe die Wäscherei Alpenland im Allgäu übernommen.

Durch den aktuellen Zukauf verstärkt Lavatio ihre Präsenz in den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Die Unternehmensgruppe beschäftigt nun mehr als 1.000 Mitarbeitende und verarbeitet rund 300 Tonnen Wäsche pro Tag. Die bisherigen Gesellschafter von Witteler & Burkhardt (W&B) bleiben durch eine Rückbeteiligung an der Gruppe weiterhin mit dem Unternehmen und dem Standort verbunden.
"Modernste Großwäscherei 2019"
"Als wir 2019 als 'Wäscherei des Jahres' für vorbildliches Energiesparen ausgezeichnet wurden, beschrieb uns der Südwestrundfunk als 'weltweit modernste Großwäscherei.' Darauf sind wir stolz", sagen Sven Witteler und Sabrina Burkhardt. Für die bisherigen Eigentümer von Witteler & Burkhardt stand daher fest, dass sie nur an einen neuen Eigentümer verkaufen würden, der ihren Anspruch an Innovation und Nachhaltigkeit teile.
"Bei der Lavatio Gruppe ist das der Fall", findet Geschäftsführer der Wäscherei, Markus Zwaller und ergänzt: "Wir freuen uns darauf, jetzt gemeinsam, in einer starken Gruppe mit noch mehr Nähe zum Kunden unser Geschäft weiter auszubauen und unsere CO2-Bilanz weiter zu optimieren." Zwaller führt die Geschäfte auch unter der neuen Eigentümerschaft unverändert fort.
Wittler und Burkardt: Kundenstamm und Wäscheaufkommen
Witteler & Burkhardt hat seinen Sitz in Ladenburg zwischen Heidelberg und Mannheim. Zum Kundenstamm gehören eigenen Angaben zufolge mehr als 60 Hotels in den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Die Großwäscherei beschäftigt rund 100 Mitarbeitende und hat eine Kapazität von bis zu 55 Tonnen Wäsche pro Tag. Die Wäscherei setzt auf modernste Industrie-4.0-Technologien mit hohem Automatisierungsgrad sowie auf ein umfassendes Energiesparkonzept mit Wärme- und Wasserrückgewinnung und dem Einsatz von Solarenergie.
Warum Lavatio ausgerechnet Wittler & Burkardt übernimmt
"Witteler & Burkhardt ist ein großer Gewinn für unsere Gruppe", sagt Lars Blechschmidt, CEO von Lavatio und fährt fort: "Ein hochmoderner Betrieb mit einem erfahrenen und erfolgreichen Manager an der Spitze."
Laut Blechschmidt bringt der Zukauf die Gruppe ihrem Ziel, Emissionen zu reduzieren, ein großes Stück näher. Anfang 2025 wurde Lavatio durch den "Argos Climate Action"-Fonds der europäischen Beteiligungsgesellschaft Argos übernommen. Seitdem treibt das Unternehmen die Dekarbonisierung seines Geschäfts voran – durch optimierte Logistik und Modernisierung der Abläufe.