Branchenaward RWin 2026: Das sind die Gewinner!

Trommelwirbel und Vorhang auf für unsere diesjährigen RWin-Gewinner! Drei Preise verleihen wir 2026 an ­herausragende Konzepte oder besonderes Engagement in der Textilpflegebranche. Herzlichen Glückwunsch an die Sieger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz!

R+WTextilservice Branchenaward RWin 2026 Wächerei des Jahres Textilservice
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Innovatives Energiemanagement in der Krankenhauswäscherei, eine konsequent digitalisierte Logistik sowie ein bemerkenswerter Einsatz für die Ausbildung des Textilreinigernachwuchses – die Preisträger des Branchenawards „RWin 2026“ zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert sich die Textilservicebranche heute aufstellt.

Bereits zum 15. Mal prämiert das Fachmagazin R+WTextilservice besondere Betriebe und Persönlichkeiten. Eine internationale Jury aus Branchen­experten wählte in diesem Jahr drei Preisträger aus.

„RWin 2026 – Wäscherei des Jahres“: Wäscheservice am Universitätsklinikum Freiburg

Mit einem wegweisenden Energieprojekt hat der Wäscheservice am Universitätsklinikum Freiburg gezeigt, wie technische Innovation, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit erfolgreich miteinander verbunden werden können. Im Mittelpunkt stand die Reduktion der Dampfdruckversorgung von 10 bar auf 4 bar – und damit die Energieversorgung neu zu denken. Was wie ein rein technischer Schritt klingt, wurde zum Auslöser für tiefgreifende Veränderungen.

In enger Zusammenarbeit mit dem technischen Management des Klinikums sowie unter Einbindung eines spezialisierten Energieberaters wurden Systeme angepasst, Prozesse optimiert und Maschinen feinjustiert – ohne Einbußen bei Qualität oder Leistungsfähigkeit. Im Gegenteil: Neben deutlich gesenkten Betriebskosten und einer signifikanten Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch weniger Wärmeabstrahlung konnte der CO₂-Ausstoß jährlich um 712 Tonnen reduziert werden. Hervorzuheben sind zudem die verlängerte Lebensdauer der Textilien sowie der etablierte kontinuierliche Verbesserungsprozess im Betrieb.

Wir berichteten bereits über den Gewinner im Artikel: "Wäscherei der Uniklinik Freiburg: Neues Niederdruckverfahren im Einsatz"

„RWin 2026 – Textilservice des Jahres“: ZWZ AG, Regensdorf (Schweiz)

Mit dem Projekt „Logistik 4.0 – Transformation der ZWZ Spedition“ hat die ZWZ AG ihre gesamte Logistikkette neu gedacht und auf ein digitales, hocheffizientes Fundament gestellt. Ziel war es, Transparenz, Prozesssicherheit und Kundenzufriedenheit nachhaltig zu steigern – von der Bestellung über die Kommissionierung bis zur Auslieferung der Textilien.

Kern des Projekts war die vollständige Digitalisierung des Bestell- und Lieferwesens inklusive der Entwicklung einer eigenen Packsoftware. Ergänzt wurde dies durch die Neugestaltung der Logistikflächen, die Einführung einer Stückverrechnung sowie die präzise Steuerung von Anlieferslots bei Großkunden. Automatisierungslösungen, Robotik und eine weiterentwickelte Teamleiterstruktur sorgen zusätzlich für hohe Qualität, Ergonomie und Ausfallsicherheit.

Die ZWZ AG zeigt eindrucksvoll, wie ein ganzheitlicher Logistikansatz Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit vereint. Das Projekt stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern wirkt sich auch positiv auf Unternehmenskultur, Mitarbeiterzufriedenheit und Servicequalität aus.

„RWin 2026“ – Sonderpreis des Jahres für Ausbildungsengagement: Textil­reinigung Franz Lang, Wien (Österreich)

Mit dem Sonderpreis für Ausbildungsengagement würdigt die Jury eine Persönlichkeit, die die Ausbildung in der österreichischen Textilreinigungsbranche über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat. Franz Lang, Geschäftsführer der gleichnamigen Textilreinigung in Wien, engagiert sich nicht nur konsequent für die Ausbildung im eigenen Betrieb, sondern ist seit Jahren eine tragende Säule der Branchenausbildung in Österreich – unter anderem als Berufsschullehrer in Wien und Schrems.

Franz Lang gibt sein Wissen uneingeschränkt weiter, erkennt Potenziale und eröffnet jungen Menschen Perspektiven – auch jenen, die intensivere Betreuung benötigen. Sein Engagement zahlt sich aus: Nachwuchsmangel kennt sein Betrieb nicht, Ausbildung wird hier aktiv gelebt und als Investition in die Zukunft verstanden.

Die Auszeichnung erfolgt auch vor dem Hintergrund, dass Franz Lang im Jahr 2026 in den Ruhestand gehen wird. Mit diesem Sonderpreis möchte die Jury eine Lebensleistung würdigen, die weit über den eigenen Betrieb hinaus Wirkung entfaltet hat.

Preisverleihungen und Reportagen folgen

Die Preisverleihungen des RWin 2026 erfolgen in den kommenden Wochen. Eine ausführliche Vorstellung der Preisträger erscheint in den nächsten Ausgaben von R+WTextilservice.

Alle Infos zum Branchenaward RWin gibt es hier.