Messe in Düsseldorf A+A 2025: Nichts mehr ohne Dehnung im Gewebe

Workwear und Schutzkleidung steht moderner Outdoorkleidung hinsichtlich Komfort und Design in nichts nach. Die Kleidung für den Beruf ist jedoch erheblich leistungs- und widerstandsfähiger, das zeigte die vergangene Fachmesse A+A erneut deutlich. Außerdem setzen die Hersteller die Anforderungen der Europäischen Union an Kreislauffähigkeit um.

SAK Helly Hansen AplusA Messe 2025
Die von Helly Hansen gezeigte, auf einem 4-Lagen-Laminat beruhende Multinormkleidung mit einer extremen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität, soll bei Reparaturarbeiten an Freilandleitungen bis 250 m Höhe eingesetzt werden. - © Anton-Katzenbach

Wie schon vor zwei Jahren war auch die A+A 2025 ein Feuerwerk der Hi-Vis-Farben. Beim Betreten der Halle 11, in der überwiegend Schutzkleidung ausgestellt war, und den auf Berufskleidung fokussierten Hallen 15 und 16, strahlte es in fluoreszierendem Gelb und – einer sich abzeichnenden Trendumkehr geschuldet – in erheblich mehr Hi-Vis Orange als in den Vorjahren.

Die optische Auffälligkeit kommt nicht von ungefähr: Neben typischer Warnkleidung und hoch sichtbarer Multinorm-Kleidung präsentierte die Messe erstmals auch Schutzkleidungskollektionen, die nach DIN EN 17353 zertifiziert sind. Diese Norm regelt die Ausstattung von Berufskleidung zur erhöhten Sichtbarkeit für mittlere Risikosituationen, die beispielsweise in Lagerhäusern oder Logistikhubs oder beim Aus- und Einsteigen in LKWs oder Transportern auftreten können.

Der Standard unterscheidet drei Typen und schreibt für diese die Verwendung einer Mindestfläche von fluoreszierendem und/oder Reflexmaterial vor. Dadurch ändert sich für den Träger und Bereitsteller einer solchen Kleidung alles: Die Berufskleidung ist nun eine Schutzkleidung, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellen, sachgerecht aufbereiten und bei Nichterfüllung der Anforderungen austauschen muss.

Noch mehr Kleidung zur erhöhten Sichtbarkeit

Obwohl die Norm bereits im Jahr 2020 veröffentlicht wurde, kommt die Umsetzung erst jetzt in Schwung. Eines der ersten Unternehmen, das den Standard aufgriff, war BP aus Köln.Zur Messe zeigte der Hersteller nun eine ganze Reihe zertifizierter Artikel in den Bereichen Workwear, Multinorm-Kleidung und Lebensmittelindustrie. In Zukunft will der Hersteller das gesamte Sortiment inklusive der Care-Kollektion erweitern, um Beschäftigten beim Ein- und Ausstieg aus ihren Fahrzeugen mehr Sicherheit zu bieten.

Auch Teamdress (Hamburg) hat die Anforderungen zum Schutz bei mittleren Risiken auf die neue Linie „ecoLight“ angewendet. Die Hosen und Jacken für Damen und Herren sowie eine Latzhose und Shorts sind neben einer Standardversion auch in einer nach DIN EN 17353, Typ B2, zertifizierten Variante erhältlich. Darüber hinaus ist die Kollektion aber auch ein Beispiel für eine Entwicklung, mit der sich die Branche seit Umsetzung der EU-Textilstrategie auseinandersetzt: Das in der „ecoLight“ verarbeitete Material ist mit ca. 15 Prozent zirkularen Fasern gefertigt.

Textile Kreislaufwirtschaft setzt sich in Gang

Auch HAKRO (Schrozberg), Schöffel PRO (Schwabmünchen) und Tricorp (RK Gilze, Niederlande) engagieren sich für zirkuläre Modelle. Die Unternehmen ermöglichen ihren Kunden die Rückgabe gebrauchter Kleidung. HAKRO macht mit einem Partner daraus eine Recyclingkollektion, die nur an Endverbraucher vertrieben wird, da die Kleidung keine dem Leasing angemessene Performance hat. Schöffel PRO bietet seinen Kunden zwei Lösungen. Zum einen kann Bekleidung an die eigens eingerichtete Service Factory zum Waschen, Nachimprägnieren, Ändern oder Reparieren gesendet werden. Zum anderen nimmt das Unternehmen ausgediente Altkleidung zurück. Aus dieser entsteht dann eine Recyclingkollektion für Endverbraucher, weil die hohen Echtheitsanforderungen für den B2B-Bereich nicht erfüllbar sind.

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HAKRO nimmt Kundenkleidung zurück und verarbeitet diese zu Kleidung für ­Endverbraucher. - © Anton-Katzenbach

Diese Erfahrungen teilt auch Tricorp, weshalb die vom Unternehmen zurückgenommene Kundenkleidung zu modischen Artikeln weiterverarbeitet wird.

Recyclingfasern überall

Während zirkuläre, aus Textilien zurückgewonnene Materialien noch Seltenheitswert haben, gehört der Einsatz von Recyclingfasern (gewonnen aus Reststoffen vor und nach einem Gebrauch) inzwischen fast zum Branchenstandard. So zeigte Fristads (Norderstedt) erstmals eine Lösung im Schutzkleidungssektor. Ab Herbst 2026 wird es die „Multinorm-Green Collection“ mit Flamm- und Störlichtbogenschutz geben, die aus recyceltem Modacryl sowie weiteren nachhaltigen Materialien besteht und Unternehmensangaben zufolge nachhaltig produziert wird. Alle Produkte verfügen zudem über eine Environmental Product Declaration (EPD), die den ökologischen Fußabdruck – von Materialeinsatz über die Produktion bis hin zu Transport- und Lebenszyklusaspekten – transparent ausweist.

Faserrecycling steht auch hinter der neuen Gewebelinie „Oak“ von Getzner (Bludenz). Das leichtgewichtige 2-Wege-Stretchmaterial für Outdoorwear kombiniert drei Typen von Polyamid-Fasern: Eine aus LKW-Reifen recycelte Variante sowie eine aus Rizinusöl gewonnene, biobasierte Type und eine für den kühlenden Effekt verantwortliche Faser. Die Gewebe sind aktuell in hellem Blau und Grün erhältlich.

Klassiker: Gewebe mit Recyclingpolyester

In der Branche bereits ein Klassiker sind Gewebe, in denen Recyclingpolyester verarbeitet ist. Üblicherweise handelt es sich dabei um Fasern, die aus wiederverwendeten Produktionsresten und/oder aus Plastikflaschen produziert werden. Letztere dienen als Ausgangsmaterial für das neue, von Klopman (Frosinone) vorgestellte multifunktionelle Megaflex-Gewebe. In dem leasinggeeigneten Textil für Multinorm-Schutzkleidung sind 15 Prozent recyceltes Polyester enthalten.

Dassy aus Brügge (Belgien) wiederum verwendet Post-Consumer-Materialien, wo immer die Verwendung möglich ist. Die nach den Global Recycle Standard (GRS) zertifizierten Fasern werden bereits in den zur A+A gezeigten, mehrheitlich leasinggeeigneten Kollektionen „Icons“, „Essentials“ und „D-FX Flex Next“ eingesetzt. Mit der Zertifizierung ist garantiert, dass Erzeugnisse mindestens zu 50 Prozent aus Recyclingtextilfasern bestehen.

Ein bisher ungelöstes Problem ist das Recycling von Stretchgeweben, die aus mehreren Faserkomponenten bestehen. Lycra (USA) bietet nun eine Monomaterial-Lösung an. Die einkanalige Stretchfaser T400 kombiniert zwei Elastomultiester, die bei Hitze miteinander reagieren und aufgrund ihres unterschiedlichen Krumpfverhaltens zu einer dauerhaften Elastizität führen. Da die Grundbausteine der Faser auf demselben Chemismus beruhen, können sie nicht nur recycelt werden, sondern auch mit Dispersionsfarbstoffen in einer breiten Palette und in HiVis-Tönen gefärbt werden, was den Einsatz der industriell waschbaren Faser in Schutzkleidung ermöglicht.

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Mit der neuen, 270 g/m² leichten Warnkleidung „HiVis Light-Linie“ präsentierte Rofa erstmals auch den Digitalen Produktpass. - © Anton-Katzenbach

Digitaler Produktpass

Die Textilstrategie der Europäischen Union sieht aber weit mehr vor als die Kreislaufführung der Ressourcen. Ab dem Jahr 2027 ist auch ein digitaler Produktpass für jedes Produkt vorgeschrieben. Rofa (Schüttdorf) hat diesen bereits für die neue, 270 g/m² leichte „HiVis Light-Linie“ erstellt und erstmals auf der A+A präsentiert. Auf einem NFC-Chip hat das Unternehmen alle, in Zukunft regulatorisch geforderten Informationen bereitgestellt: Faserzusammensetzung, Färbemittel und Herkunft, Pflege, Reparierbarkeit und Produktlebensdauer, Recyclingfähigkeit und Rücknahmesysteme, Pflege- und Reparaturanleitungen. Die Daten können einfach mit einem NFC-fähigen Mobiltelefon ausgelesen werden.

Auf Einsatzbereiche zugeschnittene PSA

Mit neuen Spezialkollektionen gewinnt das Thema Schutz und Sicherheit bei der Arbeit immer mehr Tiefe. Diese Entwicklung zeigen etwa Kollektionen, die gegen extreme Kälte schützen und die beispielsweise bei der Reparatur von Seilbahnen oder Fahrzeugtests im hohen Norden entwickelt wurden. Die ursprünglich von Helly Hansen (Oslo) für Lachsfarmen entwickelte Multinormkleidung „Njord“ soll hierzulande bei Reparaturarbeiten an Freilandleitungen bis 250 m Höhe eingesetzt werden. Das 4-Lagen-Laminat biete Schutz gegen zahlreiche Risiken. Es ist nach Unternehmensangaben die erste Schutzkleidung mit einer ungeschlagen hohen Wasserdichtigkeit (Wassersäule von 30.000 mm) und Atmungsaktivität, die unter anderem durch Klimaöffnungen verbessert werden kann. Neu im Programm der Norweger ist zudem eine Bundhose mit spezieller Messschiebertasche, die das Herausfallen des empfindlichen, teuren Präzisionsmessgeräts im Arbeitsbereich Elektrotechnik und Vermessung verhindert.

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Die komplett metallfreie „ArcFlash Pro“von HB Protective Waer richtet sich an Industrie, bei denen kein Metall in die Produkte gelangen darf. - © Anton-Katzenbach

Um Kälteschutz ging es auch bei „Tempex“, einer Marke von HB Protective Wear (Thalhausen). Erstmals präsentiert das Unternehmen eine leasingfähige Kälteschutzbekleidung für den Tiefkühlbereich, die sich durch eine moderne Optik, eine ergonomische Schnittführung und eine neue Farbigkeit in Grau/Schwarz auszeichnet.

Eine metallisierte Hitzeschutzkleidung für das Arbeiten am Hochofen war dem anderen Ende der Temperaturskala gewidmet. Mit der vollständig metallfreien Störlichtbogenschutzkleidung „Arcflash Pro“ zeigte HB eine weitere Spezialkollektion. Diese ist für Industrien gedacht, in denen kein Metall in die Produkte gelangen darf (z.B. Turbinenherstellung).

Dank dem neuesten, metallfreien Vislon-Reißverschluss von YKK sind solche Produkte möglich. Der Zipper und weitere Verbindungselemente der flamm- und hitzeresistenten Reihe halten einer Beflammung von 260° C über 5 Minuten stand und sind danach immer noch funktionsfähig. Die auch in einer antistatischen und regendichten Version erhältlichen Reißverschlüsse bieten neben der hohen Hitzebeständigkeit einen weiteren Vorteil: Sie ermöglichen eine Gewichtsreduzierung schwerer Schutzanzüge.

Nackte Hosen, individuelle Taschenlösungen

Eine interessante, aber keineswegs neue Entwicklung sind Handwerkerhosen mit individuellen Taschenlösungen. Anstelle fest aufgenähter Holstertaschen werden Hosen quasi „nackt“ ausgeliefert und gewerkespezifische Taschen nach Bedarf angebracht. Bei Mascot (Silkeborg) geschieht dies mit einem „Click Pocket“ System, bei dem die Werkzeugtaschen aufgeklippt werden, ohne dass sie verrutschen oder sich lösen können.

Eine andere, von Dassy gezeigte Lösung, basiert auf einem am Bund angebrachten „Schlittensystem“, auf dem bis zu vier frei verschiebbare Taschensysteme untergebracht werden können. Alternativ werden starke Magnete mit bis zu 20 Kilogramm Haltekraft genutzt (Fristads), mit denen zwei seitlich hängende Werkzeugtaschen am Hosenbund befestigt werden können. Durch die „Hose + Taschen“-Lösung können sich Handwerker flexibel auf ihr tagesaktuelles Arbeitsgeschehen vorbereiten. Das Konzept hat aber noch einen weiteren Nutzen: Hersteller und Abnehmer können die Lagerbestände für Hosen deutlich reduzieren.

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Mit dem Click Pocket System von Mascot werden Werkzeugtaschen tagesaktuell zusammengestellt und einfach auf die Arbeitshose aufgeklippt. - © Anton-Katzenbach

Mehr Design auch in Details

Ebenfalls auffällig ist das weitgehende Verschwinden der starren Reflexstreifen auf Schutzkleidung. Stattdessen finden sich häufig segmentierte Reflexstreifen auf der Kleidung. Diese sind leichter, sehen sportlicher aus und gewähren eine höhere Flexibilität. Sie lassen jedoch an Reparaturfreundlichkeit fehlen. Wenn die aufgepatchten Streifen durch wiederkehrende, unsachgemäße Aufbereitung einen Orangenhaut-Effekt entwickeln, können sie nicht einfach abgetrennt und neu appliziert werden. Je nach Produkt und Hersteller werden daher verschiedene Artikelgruppen nach wie vor mit den klassischen Reflexstreifen versehen. Diese haben im Regen jedoch eine große Schwäche: Werden sie nass, verlieren sie ihre Sichtbarkeit. Als Alternative setzt BP daher auf Prismen-Reflexstreifen, die ihre Wirkung auch bei Nässe nicht einbüßen.

Nichts geht mehr ohne Stretch und Damenmodelle

Zu den weiteren, nicht mehr aus der Arbeitswelt wegzudenkenden Faktoren gehören längst „Stretch“ und „Komfort“. Ob Berufskleidung, Schutzkleidung, Corporate Fashion oder Stationskleidung – nichts geht mehr ohne Dehnung im Gewebe. Allerdings hat die Verwendung von elastischen Fasern in Workwear, Warnkleidung und Schutzkleidung, die nicht nach ISO 11611 oder ISO 11612 zertifiziert ist, einen kleinen Schönheitsfehler: Treffen Funken auf das Gewebe, entstehen Löcher. Manche Hersteller haben bereits darauf reagiert; sie verwenden bei ihren Workerhosen rückseitig ein Stretch-Material und frontseitig ein robusteres, unempfindlicheres Textil, um einer frühzeitigen Zerstörung der Kleidung entgegenzuwirken.

Außerdem hat sich die Ergänzung von Berufs- und Schutzkleidungkollektionen um Damenmodelle als ein Muss herauskristallisiert. Selbst wenn in einzelnen Berufen nur wenig oder gar keine Frauen beschäftigt sind, hat sich die gleichberechtigte Ausstattung zu einer generellen Forderung von Betriebsräten ausgewachsen. Wer keine entsprechenden Modelle anbieten kann, bleibt in Ausschreibungen außen vor. Gleiches gilt übrigens auch verstärkt im Gesundheitswesen: Statt Unisex ist eine auf die individuellen Körperformen von Frauen und Männern zugeschnittene Pflegebekleidung in hautsympathischen, elastischen Materialien (z.B. 48/48/4 Lyocell/PET/EOL) gefragt.

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Business-Kleidung für das Gastgewerbe (wie hier am Messestand von Greiff) wird legerer und dank unempfindlicher Strickqualitäten komfortabler. - © Anton-Katzenbach

Im Business informeller gekleidet

Eine besondere Form von Komfort etabliert sich inzwischen auch in der Business-Kleidung für den Beruf, berichtet Greiff (Bamberg). Den Unternehmenserfahrungen zufolge entsprechen formelle Sakkos und Blazer nicht mehr dem Geschmack der Zeit. Stattdessen wünschen die Kunden „legerere“ Alternativen. So ersetzt das Blouson immer häufiger das Sakko oder man trägt legere Jacketts oder Janker in einem unempfindlichen Strickstoff. Auch für die klassische Bluse hat das Unternehmen neue Artikel wie die Hemdblusen im Shirt-Schnitt entwickelt. Vor allem sei das Konzept „Mix & Match“ gefragt, das eine gute Kombinierbarkeit unterschiedlicher Teile erlaubt, einem Team aber immer noch ein einheitliches Auftreten ermöglicht. Dieses kommt in neuen Farben: Neben den Klassikern Schwarz, Anthrazit und Marine hat Greiff die Palette um Olivgrün und Italien Blue ergänzt.

Neue Farben

Natürliche, gedeckte Farben sind inzwischen auch häufiger in Berufskleidungskollektionen zu sehen, etwa bei Engel (Haderslev). Die neue, für einen modernen Arbeitsalltags entwickelte Kollektion „Entire“ orientiert sich farblich an nordischen Landschaften. Neben einem klassischen Mix von Schwarz und Anthrazit führt das Unternehmen auch Kombinationen wie Deep Blue/Dark Sea, Bone White/Anthrazite und nun auch Tomato Red/Anthrazite Grey im Programm. Die Farbigkeit zieht sich konsequent durch das gesamte 40-teilige Sortiment, das vielfältige Damen- und Herrenartikel für Innen- und Außenarbeiten umfasst.

Kostenbewusste Kollektionen

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Stretchgewebe (wie hier am Messestand von Carrington) sind in allen Bereichen des Arbeitslebens ein Muss. - © Anton-Katzenbach

Gegenüber den vielen, auf eine immer höhere Funktionalität bedachten, kostspieligen Produktneuheiten scheint sich ein Gegentrend abzuzeichnen. So hat Uvex (Fürth) sein „Suxxeed“-Sortiment um die industriell waschbare Einstiegskollektion „Essentials“ ergänzt. Diese aus Mantel, Bundjacke, Latzhose, Damen- und Herrenbundhose bestehende Linie folgt der Design- und Farbsprache der Gesamtkollektion, so dass auch eine einheitliche Einkleidung unterschiedlicher Arbeitsbereiche eines Betriebs möglich ist.

Eine neue Einstiegskollektion im Multinormbereich zeigte Kübler (Plüderhausen). Die „Safety X Compact“ vereint zertifizierten Schweißerschutz, Schutz vor Hitze, Feuer, Funken, elektrostatischer Aufladung und den thermischen Auswirkungen von Störlichtbögen sowie einen leichten Chemikalienschutz. Die Ausstattung konzentriert sind jedoch auf das Wesentliche. So bietet sie eine preiswerte Alternative für PSA, die aufgrund hoher Schmutzkontamination und starker mechanischer Belastung in kurzen Intervallen ersetzt werden muss.

Gezielt zu Workwear und PSA informieren

Angesichts der zunehmenden Angebotsvielfalt scheint die viertägige Dauer der A+A deutlich zu kurz. Die von der Messegesellschaft Düsseldorf gezählten 67.000 Fachbesucher waren in der Zeit vom 4. bis 7. November 2025 jedoch zumeist sehr gezielt unterwegs, was zu einer unterschiedlichen Frequenz in den 13 Hallen führte. Wer sich intensiv mit Neuentwicklungen im Bereich Workwear und PSA auseinandersetzen wollte, hatte dazu meist am späteren Nachmittag Gelegenheit dazu. Dann war in den Hallen, die der Branche zugewiesen waren, meist weniger los.

Das war die A+A 2025: Leitthema "Der Mensch zählt"

Die A+A 2025, weltweit führende Messe für Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, hat 2025 nach vier Messetagen mit einem beeindruckenden Ergebnis abgeschlossen. Unter dem Leitthema „Der Mensch zählt“ konnte die Messe nach Angaben der Messe Düsseldorf nahtlos an die Erfolge der Vorveranstaltungen anknüpfen. Insgesamt präsentierten 2.340 Ausstellende aus 70 Ländern in 13 Messehallen die gesamte Bandbreite an Produkten, Technologien und Innovationen für eine sichere, gesunde und nachhaltige Arbeitswelt. Rund 67.000 Fachbesucherinnen und -besucher aus 150 Nationen kamen nach Düsseldorf, um sich über die Trends und Zukunftsthemen der Branche zu informieren.

Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, betont: „Die A+A hat ihre Rolle als globaler Treffpunkt für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und als wichtiger Wirtschaftsmotor für die Branche erneut eindrucksvoll bestätigt. Hier werden Investitionen getätigt, Partnerschaften geschlossen und Innovationen erlebbar, die weltweit Standards setzen. Die A+A 2025 hat gezeigt, welche gestalterische Kraft in dieser Branche steckt – und wie eng nachhaltiger Erfolg mit sicherem und gesundem Arbeiten verbunden ist.“

Mit rund 3.000 Teilnehmenden aus dem In- und Ausland bestätigte auch der 39. Internationale Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (A+A Kongress) 2025 seine Rolle als führende Plattform für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Der von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) veranstaltete Kongress bot rund 100 Veranstaltungen mit 330 Referierenden.

Die nächste A+A findet vom 19. bis 22. Oktober 2027 in Düsseldorf statt.

www.aplusa.de