Bundesinnungstreffen vom 16. bis 17. Oktober 2009 Besucherrekord in Bad Gleichenberg

150 Teilnehmer aus ganz Österreich reisten Mitte Oktober zum Bundesinnungstreffen in die Steiermark. Mit dieser rekordverdächtigen Besucherzahl hatte selbst Bundesinnungsmeister KommR Walter Imp nicht gerechnet.

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    Die Vertreter der Bundesinnung zusammen mit den Referenten des diesjährigen Bundesinnungstreffens.
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    Die Vertreter der Bundesinnung zusammen mit den Referenten des diesjährigen Bundesinnungstreffens.
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    Von links: Michael Klamminger und KommR Walter Imp mit Christine Siegel, Bürgermeisterin von Bad Gleichenberg.
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    Von links: Michael Klamminger und KommR Walter Imp mit Christine Siegel, Bürgermeisterin von Bad Gleichenberg.
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    Von rechts: KommR Walter Imp und Michael Klamminger bedankten sich bei Direktorin Gertrude Marek für ihr Engagement für den Nachwuchs der Branche.
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    Von rechts: KommR Walter Imp und Michael Klamminger bedankten sich bei Direktorin Gertrude Marek für ihr Engagement für den Nachwuchs der Branche.
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    Ing. Magister Georg Toifl gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Bedeutung des Handwerks in Europa.
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    Ing. Magister Georg Toifl gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Bedeutung des Handwerks in Europa.
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    Von links: Mag. Josef Wanas entwickelt zusammen mit der Bundesinnung ein Strategiepaket. Erste Ergebnisse stellte er auf der Bundesinnungstagung vor.
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    Von links: Mag. Josef Wanas entwickelt zusammen mit der Bundesinnung ein Strategiepaket. Erste Ergebnisse stellte er auf der Bundesinnungstagung vor.
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    KommR Walter Imp (rechts) bedankte sich bei Ing. Peter Trappl für die Vorstellung des Instituts für Ökologie, Technik und Innovationen.
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    KommR Walter Imp (rechts) bedankte sich bei Ing. Peter Trappl für die Vorstellung des Instituts für Ökologie, Technik und Innovationen.
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    Arno Friedl von Wozabal skizzierte den Aufbau und die Implementierung eines Energiemanagementsystems.
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    Arno Friedl von Wozabal skizzierte den Aufbau und die Implementierung eines Energiemanagementsystems.
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    Aufmerksam verfolgten die Zuhörer die Vorträge.
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    Aufmerksam verfolgten die Zuhörer die Vorträge.
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    KommR Walter Imp bedankte sich bei den Vertretern der Sponsoren: Veit, Limbach Warumatic und Kaiser.
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    KommR Walter Imp bedankte sich bei den Vertretern der Sponsoren: Veit, Limbach Warumatic und Kaiser.
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"Wir freuen uns, dass wir mit Vortragsthemen und Rahmenprogramm richtig lagen und die Bedürfnisse unserer Betriebe getroffen haben", resümierte der Bundesinnungsmeister. Zusammen mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftskammer Steiermark, Michael Klamminger, und dessen Team hatte er die Tagung in seiner Heimat bis ins Detail geplant.

Zur Freude der Veranstalter trafen bereits am Freitagabend noch mehr Besucher als angemeldet im stilvollen Hotel "life medicine RESORT Das Kurhaus" in Bad Gleichenberg ein. Zwei vollbesetzte Busse machten sich kurze Zeit später auf nach Riegersburg. Dort wartete ein ganz besonderes Erlebnis auf die Gruppe – ein Ausflug ins Reich der Schokolade. Beim bekannten Hersteller Zotter wird die Schokolade, die weit über Österreichs Grenzen hinaus für ihre fantasievollen Kreationen bekannt ist, hergestellt. Mehr als 160.000 Besucher aus aller Welt reisen jährlich an, um hinter die Kulissen der Schokoladenmanufaktur zu schauen.

Bundesinnung besucht Zotter

Im hauseigenen Kinosaal wurde zunächst gezeigt, wo die Kakaobohnen angebaut werden, die für die edle Süßigkeit verwendet werden. Schließlich beginnt die Geschichte jeder Tafel beim Bauern. In den Kakaowäldern von Panama, Costa Rica, Nicaragua, Peru, Bolivien, Ecuador, Brasilien und der Dominikanischen Republik findet Schokolatier Josef Zotter die besten Voraussetzungen. Er legt großen Wert auf beste Qualität der Rohstoffe und faire Arbeitsbedingungen für seine Kakaobauern. Gut informiert konnte die Verkostung für die Teilnehmer der Bundesinnungstagung beginnen. An verschiedenen Stationen, regelrecht als Naschstationen inszeniert, erfuhren die Besucher, wie frisch geröstete Kakaobohnen schmecken oder welcher Schokoladentyp sie sind. Der eine griff lieber zu den bekannten Sorten, Vollmilch- weiße oder dunkle Schokolade, andere waren mutiger und probierten Kreationen mit den klangvollen Namen wie Bergkäse-Walnuss, Ananas-Paprika oder Schafsmilch-Honignüsse.

Nicht nur für die Kinder ein Highlight: der große Schokoladenbrunnen, an dem man sich wie im Schlaraffenland bedienen konnte. Als Abschluss durften die Teilnehmer eine Trinkschokolade genießen. Serviert wurde die Schokolade, die langsam in warmer Milch aufgelöst wird, von einer Miniatur-Gondelbahn. Für diese weltweit kleinste Doppelmayr-Gondelbahn musste Zotter sogar strenge Sicherheitsvorschriften beachten. Am Ende des Besuchs hatten die Teilnehmer der Bundesinnungstagung einen ganz neuen Eindruck von Schokolade gewonnen. Da fällt es in Zukunft nicht schwer, Zotters Motto "nicht essen, sondern genießen", zu beherzigen.

Historische Kostüme beim Begüßungsabend

Der anschließende Begrüßungsabend in einem stilechten Rittersaal auf Schloss Kornberg war eine willkommene Gelegenheit, Kollegen und Freunde zu begrüßen und Revue passieren zu lassen, was sich seit dem letzten Treffen im vergangenen Jahr getan hat. Zur Begrüßung der Teilnehmer war eigens eine Garde aus Walter Imps Heimatort Feldbach in historischen Kostümen gekommen.

Am Samstag eröffnete der Bundesinnungsmeister die Vortragsreihe in den Räumen der Landesberufsschule für Tourismus. Er warf einen Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Situation und warnte davor, im Hinblick auf Schreckensmeldungen den Kopf in den Sand zu stecken. Der Bundesinnungsmeister sieht auch positive Aspekte im Bezug auf das Verbraucherverhalten. "Die Tracht kommt wieder, das ist eine Chance für uns", sagte er. Den Teilnehmern versprach er, auch weiterhin alles zu tun, um optimale Voraussetzungen für die Branche zu erreichen. So startet z.B. in Kürze wieder ein Schulungsprogramm, das genau auf die Bedürfnisse der Betriebe zugeschnitten ist. Außerdem werden derzeit wirksame Zukunftsstrategien für die Branche erarbeitet.

Besondere Gäste beim Bundestreffen

Besonders begrüßte Walter Imp Christine Siegel, die Bürgermeisterin von Bad Gleichenberg, Ing. Mag. KommR Georg Toifl, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, sowie Gertrude Marek, die Direktorin der Landesberufsschule Schrems. Einen besonderen Dank sprach Walter Imp den beiden Hauptsponsoren, den Firmen Limbach und Kaiser, sowie seinen Mitorganisatoren Michael Klamminger und dessen Team aus.

Bürgermeisterin Christine Siegel freute sich, die große Gruppe im steirischen Vulkanland willkommen heißen zu können. Sie gab einen Überblick über den Tagungsort. Bad Gleichenberg hat nicht nur eine 175-jährige Kurtradition, sondern ist ebenfalls ein Schulort. Die Landesberufsschule für Tourismus, die Tourismusschule der Wirtschaftskammer sowie eine Fachhochschule mit den Studiengängen Gesundheitsmanagement im Tourismus, Diätologie und Ergotherapie haben hier ihren Standort.

Berufsschule Schrems: Ausbildende fördern

Gertrude Marek berichtete den Anwesenden im Anschluss über die Berufsschule Schrems. Das Einzugsgebiet der Landesberufsschule ist groß: Außer Wien und Vorarlberg gehören bei den Textilreinigern alle übrigen sieben Bundesländer Österreichs zum Sprengel. "Wir wollen alle Auszubildenden so gut es geht, fördern", versicherte die Direktorin.

Im Rahmen der Fachvorträge zeigte Mag. Josef Wanas auf, warum die richtige Strategie und somit eine gute Positionierung für die Zukunft wichtiger denn je ist. Auf Initiative von Walter Imp hat sich der Bundesinnungsausschuss Anfang Oktober getroffen und zusammen mit dem Marketingexperten Josef Wanas mit einer genauen Branchenanalyse bereits den ersten Schritt zur Erarbeitung von Erfolgsstrategien getan. Im weiteren Verlauf soll ein konkretes Strategiepaket erarbeitet werden, das die Betriebe für die Zukunft rüstet.

Verbraucher achten auf Qualität

Das Kernstück jeder Strategie, so begann Josef Wanas seinen Vortrag, ist es, zu erkennen, wo die eigene Kraft liegt. Unternehmen sollten keine Angst davor haben zu kooperieren. "Die Überlegung muss lauten: Wo ist ein Handeln als Einzelner sinnvoll und wo ist es sinnvoll, gemeinsam zu handeln?" Durch die Wirtschaftskrise haben sich Trends herausgebildet, neue Verhaltensweisen sind entstanden. Diese müsse man kennen, um seine Strategie anpassen zu können. "Die Verbraucher von heute sind gut informiert, Sie nehmen war, wie Unternehmen agieren, und sind auch in der Lage zu sanktionieren. Macht z.B. ein Unternehmen durch Datenklau Schlagzeilen, strafen die Kunden durch Nichtkonsum", erklärte Wanas einen Trend. Außerdem stünden ökologische und ökonomische Überlegungen wieder mehr im Vordergrund. "Werte werden wieder erhalten, statt Dinge einfach wegzuwerfen. Die Verbraucher achten wieder mehr auf Qualität", ist Wanas überzeugt. Weiterhin beobachtet er einen Trend zum Markenhopping. Kunden sind nicht mehr nur einer Marke treu. Auch wenn sie mit einem Produkt zufrieden sind, experimentieren und probieren sie. "Schließlich werden heute mehr als 70.000 Marken beworben", meinte Wanas.

Der Experte beobachtet aber auch rückläufige Trends: Ethische Überlegungen stehen wieder weniger im Vordergrund. Die Ausgaben für Fair-Traide-Produkte sinken wieder. Auch auf das Verhalten der Unternehmer wirkt sich die Krise aus. Wie Wanas feststellte, zwinge die wirtschaftliche Situation dazu, sich mit der eigenen Strategie zu beschäftigen. Die Herangehensweise könne unterschiedlich sein, wichtig sei jedoch, dass sich tatsächlich mit der Unternehmensstrategie befasst wird.

Den interessierten Zuhörern stellte Wanas auch die Ergebnisse vor, die zusammen mit den Vertretern der Bundesinnung auf der ersten Strategieklausur erarbeitet wurden. In einem ersten Schritt hatte man die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken der Dienstleistung Textilpflege ermittelt. "Die Stärken der Branche sind die Stammkundschaft, die sich jeder Betrieb über Jahre aufgebaut hat", erklärte Wanas. "Und auch die persönliche Ansprache, die Sie pflegen können, ist viel wert." Die hohe Fachkompetenz der Textilreiniger verbucht er ebenfalls auf der positiven Seite. Ebenso die technische Ausstattung der Betriebe. Durch die gesetzlichen Vorgaben in den vergangenen Jahren verfügen die Unternehmen der Branche über einen modernen Maschinenpark.

Image der Textilpflege-Branche schwächelt

Aber auch Schwächen habe man auf der Strategieklausur aufgedeckt. Dazu gehört das Image der Brache. Die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation müsse noch mehr ausgebaut werden. Auch die Kalkulation und Preispolitik sollte überdacht werden. Ebenso bergen ungünstige Öffnungszeiten und das Reklamationsmanagement Verbesserungspotenzial.

Chancen ergeben sich für den Textilpfleger aus einem großen Marktpotenzial, das derzeit noch brach liegt. Auch das wachsende Hygienebewusstsein der Bevölkerung komme der Textilreinigung zugute. "Danken Sie einmal daran, welche Befürchtungen die Verbraucher z.B. zum Thema Milben haben." Außerdem bestünden durch neue Kommunikationsmittel wie Handy, Internet und E-Mail mehr Möglichkeiten der Kundenansprache und Kommunikation. Chancen sieht der Experte auch in der Ansprache der starken Zielgruppe 50+.

Risiken befürchtet er hingegen durch die steigende Kostenentwicklung. Zudem gäbe es eine große Bevölkerungsgruppe, die nicht für die Dienstleistung Textilpflege empfänglich ist. Wanas spricht außerdem Einflüsse der Textilforschung an. "Künftig könnten z.B. selbstreinigende Stoffe entwickelt werden." Durch diese Analyse sind wichtige Größen bekannt geworden, die es nun zu beachten gilt. Verschiedene Stoßrichtungen für erfolgversprechende Strategien werden nun im zweiten Schritt entwickelt. Dazu treffen sich die Vertreter der Bundesinnung und der Experte bereits Anfang Dezember.

Georg Toift gibt Überblick der Branche

Ing. Magister Georg Toifl gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Bedeutung des Handwerks und Gewerbes in Europa. Er selbst betreibt erfolgreich ein Textilpflegeunternehmen und ist Spartenobmann für Gewerbe und Handwerk und engagiert sich selbst auf EU-Ebene für den Mittelstand. Er stellte in seinem Vortrag die Bedeutung des Handwerks für Europa heraus. "Mikro-, kleine und mittelgroße Unternehmen sind sozial und wirtschaftlich enorm wichtig, da sie 99 Prozent aller Unternehmen in der EU darstellen. Rund 100 Millionen Menschen werden in diesem Segment beschäftigt."

Georg Toifl ist seit dem Jahr 2007 Präsident der UEAPME (Union Européenne de l’Artisanat et des Petites et Moyennes Entreprises), ein Dachverband, der auf europäischer Ebene die Interessen des Handwerks sowie der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der Europäischen Union vertritt. Die UEAPME versteht sich als "Sprachrohr" der Handwerksbetriebe und der KMU in Europa, und das sei in der Praxis dringend notwendig. "Die europäische Wirtschaft besteht schließlich nicht nur aus Großkonzernen, die alle Möglichkeiten der Lobbyarbeit haben", so Toifl.

Mit dem Small Business Act für Europa (SBA), einem Paket aus praxisnahen und langfristigen Maßnahmen, wurde der politische Wille der Kommission deutlich, die zentrale Rolle des Mittelstandes für die Wirtschaft anzuerkennen und zu fördern, zeigte sich Toifl zufrieden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die grundsätzliche Haltung zum Unternehmergeist zu verbessern und die KMU in der europäischen Politik und in den Verwaltungen zu verankern.

Die Zukunft der kleinen und mittleren Betriebe sieht Toifl positiv. "In der Realwirtschaft wurde die Krise nicht verursacht", sagte er. "Hier wurden nicht großartig Stellen abgebaut, im Gegenteil, KMU bieten stabile Arbeitsplätze vor Ort."

Peter Trapple stellt OETI vor

Referent Ing. Peter Trappl stellte im Anschluss das Institut für Ökologie, Technik und Innovationen - kurz OETI vor und gab einen Einblick in die vielfältigen Aufgabengebiete. Das OETI wurde 1967 als Österreichisches Teppich-Forschungsinstitut auf Initiative der damals noch zahlreichen österreichischen Teppichhersteller gegründet. Heute ist das Institut ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit internationalem Aufgabengebiet und umfassendem Leistungs- und Betreuungsspektrum.

Der Schwerpunkt des Institutes liegt auf der Durchführung von Prüfungen. Das Standardprüfangebot umfasst mehrere hundert Verfahren. Darüber hinaus kann durch eine umfassende Normensammlung nach Anforderungen verschiedenster Organisationen geprüft werden. Für einen guten Teil der Prüfungen, die für Behördeneinrichtungen notwendig sind, ist das OETI akkreditierte Prüf- und Überwachungsstelle. Die Prüfstelle ist für die CE-Kennzeichnung von persönlicher Schutzausrüstung, Bauprodukten und Spielzeug notifiziert. Außerdem ist das OETI als Laboratorium für Bedarfsgegenstände nach österreichischem Lebensmittelgesetz zugelassen. Das Gründungsinstitut der Internationalen Gemeinschaft Öko-Tex prüft Textilien nach Öko-Tex Standard 100 und 1000. Neben mehreren eigenen Forschungsvorhaben jährlich werden Projekte, Studien und Auftragsforschung mit Industriepartnern und öffentlichen Einrichtungen durchgeführt.

Peter Trappl hatte den Teilnehmern des Bundesinnungstreffens Schadensfälle aus der Praxis mitgebracht. Er erklärte, wie die Schadensursache anhand des Schadensbildes von den Sachverständigen ermittelt wurde.

Arno Friedel skizziert EN 16001

Arno Friedl, Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltbeauftragter von Wozabal, skizzierte, wie Aufbau und Implementierung eines Energiemanagementsystems nach EN 16001 erfolgen und was dabei zu beachten ist. In der DIN 16001 Energiemanagement werden die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem beschrieben, die ein Unternehmen in die Lage versetzt, seine energetische Leistung kontinuierlich zu verbessern und dabei gesetzliche Anforderungen zu berücksichtigen.

Das Textilserviceunternehmen Wozabal beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit der Reinigung und Aufbereitung von Miettextilien und Mietwäsche – insbesondere der Bekleidung und Wäsche aus dem medizinischen Umfeld sowie des Gesundheits- und Sozialwesens. Umwelt- und Ressourcenmanagement nimmt im Unternehmen einen hohen Stellenwert ein. Wie der Referent aufzeigte, ist effizientes Energiemanagement eine Voraussetzung, um Energieeinsparpotenziale zu erkennen und zum Vorteil des Unternehmens zu nutzen. Der Referent warnte davor, dem Energie- und Ressourcenmanagement zu wenig Beachtung zu schenken. "Die Energiekosten werden auch weiterhin steigen", sagte er. Arno Friedl riet dazu, sich an die WKÖ zu wenden und sich über Fördermöglichkeiten zum Thema Energie zu informieren.

Vanessa Ebert stellt Branchenaward RWin vor

Vanessa Ebert, Chefredakteurin von R+WTextilservice, rief die Betriebe in ihrem Vortrag zur Teilnahme an der Ausschreibung zum "Betrieb des Jahres" auf. Bereits zum zweiten Mal vergibt das Fachmagazin im kommenden Jahr den Preis "RWin –Textilreinigung des Jahres" bzw. "RWin – Wäscherei des Jahres". Im vergangenen Jahr hatten Betriebe überzeugt, die schlaue Marketingideen verwirklicht haben, neue Kommunikationsmodelle nutzen oder ungewöhnliche Konzepte verwirklicht haben. "Machen Sie mit, es lohnt sich", appellierte Vanessa Ebert. Das Feedback der Gewinner im Jahr 2009 sei durchweg positiv gewesen. "Eine gute Gelegenheit, ihr Unternehmen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken", erklärte sie.

Veit zeigt Tricks am Bügeltisch

Im Anschluss zeigte Jürgen Waßhausen, Bügeltrainer bei der Firma Veit, live am Bügeltisch, welche Tricks und Kniffe zum erfolgreichen und effizienten Bügeln gehören. Doch nicht nur auf die Technik konzentrierte er sich in seinen Ausführungen. Er rief im Speziellen dazu auf, das Wissen, das in jedem Betrieb schlummert, auch zu nutzen. "Wenn ein Mitarbeiter einen bestimmten Arbeitsschritt besonders gut ausführt, sollte er das auch seinen Kollegen weitergeben." Außerdem riet er, Weiterbildungsmaßnahmen richtig zu kommunizieren. "Machen Sie deutlich, dass ein Fortbildungsseminar keine Strafe ist. Im Gegenteil, zeigen Sie, dass Sie dem Mitarbeiter diese Förderung anbieten, weil er Ihnen wichtig ist."

Ein Highlight wartete am Abend, als die Bundesinnung zum Vier-Gänge-Menü lud. Auch an die Unterhaltung war gedacht. Markus Hirtler bot mit seinem Programm "Urlaub in der Toskana" Kabarett vom Feinsten. Der Kabarettist arbeitete mehr als 20 Jahre lang als Krankenpfleger, Pflegedienstleiter, Heimleiter und Sozialmanager. Er hat die Kunstfigur "Ermi-Oma" erschaffen, um seine Stimme für die Menschen zu erheben, die in unserer Gesellschaft nicht gerne gehört werden. Dabei zeichnet der preisgekrönte Kabarettist die Altenheimbewohnerin liebevoll, facettenreich und mit viel Einfühlungsvermögen nach.