40.000 Fachbesucher kamen auf die Messe Altenpflege+ProPflege, die in diesem Jahr vom 20. bis 22. März in Nürnberg stattfand. In den Hallen 4 und 5 waren sowohl die Zulieferindustrie als auch die Textildienstleister vertreten, die sich rückblickend durchwegs positiv über die Fachmesse äußern.
2,1 Mio. Menschen sind derzeit nach Messeangaben in Deutschland pflegebedürftig – Tendenz steigend. Rund 25 Mrd. Euro werden mittlerweile jährlich in der stationären und ambulanten Altenhilfe umgesetzt. Hinzu kommen rund zehn Milliarden. Euro im Bereich „betreutes Wohnen“. Die Zahl der Alten- und Pflegeheime stieg von 2003 bis 2005 um sieben Prozent auf 10.400. Für Fach- und Führungskräfte aus diesem wachsenden Markt boten Konfektionäre, Hilfs- und Maschinenhersteller und -händler sowie textile Dienstleister ihre Produkte und Services auf der Altenpflege+ProPflege. Aber auch Wäschereileiter und Textilreiniger, v.a. aus dem süddeutschen Raum, informierten sich über Neuheiten und Bewährtes in Nürnberg.
Der dänische Konfektionär Beirholms Væverier A/S nahm zum ersten Mal an der Messe teil – und dies nach eigenen Angaben mit Erfolg. „Ziel ist es, Textillösungen zu schaffen, die den Anforderungen der Endverbraucher gerecht werden und sich gleichzeitig in Wäschereien optimal bearbeiten lassen“, sagt Stefan Kipp, regionaler Verkaufsleiter bei Beirholms. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand die flexible Konzeptbettwäsche „Verdi“, die aus den neu entwickelten Beirtex-Garnen gefertigt ist. Hierbei wird die Baumwolle um die Polyesterfilamente herum gesponnnen. 97 Prozent der Oberfläche bestehen aus Baumwolle. Die Ware kann auf beiden Seiten benutzt werden. Die Anfragen zur Bettwäsche seien sehr zufriedenstellend gewesen, berichtet Kipp. Auch sein Gesamtfazit für die Messe ist positiv:„Wir glauben, dass es uns gelungen ist, unseren Namen an viele Entscheidungsträger zu vermitteln.“
Der Kölner Konfektionär Bierbaum-Proenen (BP) zeigte aus seiner Linie Med & Care Unisex-Kasacks in Comfortec und Comfortec Stretchgewebe. Die Kleidung kann mithilfe von farbigen Applikationen nachträglich individualisiert werden. Außerdem am Messestand zu sehen:die BP-Jeansformen, auch als Cargohose mit Schenkeltasche in Comfortec-Stretchgewebe von Lauffenmühle sowie Workwear für die Haustechnik. Vor allem Leasingpartner, Objektentscheider, Pflegedienst- und Hauswirtschaftsleitungen, Endkunden und Selbstständige aus dem Bereich ambulanten der Krankenpflege kamen laut Karol Ast, Vertriebsleiter Leasing und Objekt, an den Messestand. „Die Altenpflege ist für BP eine wichtige Präsentationsplattform, um den Kontakt zu den Berufskleidungsträgern zu verstärken und die entsprechenden Anforderungen besser erfüllen zu können“, sagt Ast.
Am zweiten Messetag, dem 21. März 2007, luden Boco, Solingen, und Dyckhoff, Rheine, zur „kuscheligen“ Preisverleihung auf den Stand des Textildienstleisters ein. Übergeben wurden die Preise von Klaus Jahn, Geschäftsführer des Industrieverbandes Textil Service (Intex). Teilgenommen hatten 26 Studierende aus neun Textilhochschulen. Mit ihren Entwürfen verfolgten die Nachwuchsdesigner den Anspruch, Pakete zum Wohlfühlen zu stricken, die das neue Lebensgefühl der jungen Alten widerspiegeln. Dazu gehörten ein Bademantel, ein Duschtuch sowie ein Waschhandschuh. Den ersten Preis mit Schwerpunkt Funktionalität erhielt Joanna Chyla, Fachhochschule Krefeld, den ersten Preis mit Schwerpunkt Design bekam Claudine Boy, Hochschule Niederrhein. Einen Sonderpreis vergab die Jury an Tanja Dietrich, Hochschule Niederrhein.
Ein ganzheitliches Heimhygienemanagement bietet der Chemiehersteller Dr.Schnell, München. Darin enthalten ist laut Anbieter alles zur Objekt-, Küchen- und Textilhygiene inklusive Desinfektion gemäß VAH (40°C und 60°C) und RKI (60°C) sowie Personalhygiene und Arbeitsschutz, Qualitätsmanagement inklusive Hygienekontrollen, Mitarbeiterqualifikation gemäß IfSG, HACCP, Bio und Gefahrstoffverordnung. Dementsprechend breit war das Kundenspektrum des Anbieters auf der Messe: Es reichte von Betreibern von Alten- und Pflegeheimen, Führungskräften aus dem Hauswirtschafts- und Pflegesektor, Gebäudereinigern sowie Verantwortlichen in Ausbildungsstätten, Schulen für Pflegeberufe und Hauswirtschaft.
Zum Sortiment von Büfa, Bad Oldesloe gehören Produkte für Waschhygiene, für Objektreinigung und Großküche sowie Dosiertechnik u.a. für die Waschhygiene. Auf der Messe hatte das neue Produkt Lizerna Clean Premiere, ein Waschverstärker gegen Tannin- und Gewürzverfleckungen.Das Produkt ist laut Siegried Wedeking, Marketing-Service, für farbige Wäsche geeignet, da es farb- und faserschonende Eigenschaften hat.
Die Karl Dieckhoff GmbH zeigte auf der Altenpflege zum ersten Mal Produkte der Firma Gemini: die Inkontinenzunterlage „Boddie Pad“, das kleinere „Protection Pad“ und das Lätzchen „Dinner Pad“. Die Produkte zeichnen sich laut Kilian Dieckhoff durch sehr günstige Anschaffungspreise, niedrige Aufbereitungskosten, reduzierte Energiekosten beim Trocknen sowie durch eine hohe Zahl an Einsatzzyklen aus. Neben der Bekleidung, Bettwäsche und Bettwerk/Matratzen war die Nachfrage nach den Inkontinenzunterlagen und den Lätzchen sehr groß. Ein reges Interesse bestand auch an Lagerungskissen, deren Anwendung auch vorgeführt wurde. Dementsprechend zieht Dieckhoff ein insgesamt positives Fazit aus der Messe und freut sich, wenn sich die Ausstellung als regionale Alternative zur Medica weiter etablieren und weiteren Zielgruppen, wie z.B. Krankenhäusern, öffnen würde.
Neues gab es auch bei Electrolux Professional Wäschereisysteme, Tübingen, zu sehen. „Generation 4000“ heißt die neue Produktpalette, die Waschmaschinen, Wäschetrockner, Trennwandmaschinen und Wäschemangeln umfasst. Besonderes Interesse weckte laut Unternehmen das hygienische Waschen mit der neuen Pullmann-Maschine: Sie erleichtere das Be- und Entladen und sei dank „Touchscreen“-Steuerung noch komfortabler in der Bedienung. Zu den weiteren Neuheiten zählte die „Compass Control“-Steuerung für Waschmaschinen und Trockner. Mit ihr kann der Waschvorgang auf individuelle Prioritäten abgestimmt werden, z.B. auf Schnelligkeit, Wirtschaftlichkeit oder das bestmögliche Waschergebnis. Das Menü ist in 13 Sprachen verfügbar, so dass auch fremdsprachige Arbeitskräfte sie nutzen können.
Einen Gemeinschaftsstand hatten die Firmen FUTSatec USA, Treyße Wäschereitechnik und Pallas Finish-Technik. Erstere stellten ihre Reinigungsmaschinen der Eazyclean-Serie vor. Außerdem konnten sich die Besucher über die neue schmale, unter 97 cm breite Maschine Eazyclean Smart und Smart+ (mit und ohne Destillation) informieren. „Wir waren positiv überrascht, dass so viele Textilreiniger sogar aus ganz Deutschland die Messe besucht haben“, berichtet Joseph Reuter, Leitung Vertrieb und Export bei FUTSatec USA. Die Treyße GmbH zeigte professionelle Waschschleudermaschinen mit Cygnus-Steuerung, Trockner und Mangeln. Das Angebot an flexiblen Finanzierungsmöglichkeiten rundete den Messeauftritt ab. Besondere Aufmerksamkeit wurde laut Anbieter der Nassreinigungstechnik gewidmet. Der Dritte im Bunde, die Pallas Finish-Technik, war neben dem Gemeinschaftsstand auch noch bei Stahl präsent. Viel Anklang fand laut Unternehmen der neue Universal-Finisher „Rondo PP“ des italienischen Produzenten Trevil mit eingebautem Dampfkessel. Die neue „Kombi-Vaporbox“ für Obergarderobe verfügt über eine Finishpuppe für Jacken und Mäntel sowie über eine Topperstation, die Hosen bearbeitet. Dampf liefert der eingebaute Kessel mit 12 kW Leistung. Der überraschend große Kundenandrang in Nürnberg bringt laut Firmenchef Hans-Peter Wesseling ein erfreulich hohes Maß an Messe-Nacharbeit mit sich. Für ihn steht auch fest: „Wir sind auch im nächsten Jahr in Hannover bei der Altenpflege-Messe dabei.“
Ein Pflichttermin ist die Altenpflege+ProPflege für den NeusserKonfektionär Gebrüder Heinemann, der bereits seit Jahren sowohl in Nürnberg als auch in Hannover an der Messe teilnimmt. Auch 2007 verlief die Veranstaltung laut Prokurist Bernd Scherrer „rundweg positiv“. „Unser Messehighlight war – laut Äußerungen unserer Standbesucher – die von einem Modeunternehmen eigens für uns entworfene Systembettwäsche Italia“, berichtet Scherrer und fügt hinzu: „Neben den Äußerungen der Heim- und Hauswirtschaftsleitungen der Alten- und Pflegeheime freuten wir uns ebenso über deutliche Reaktionen seitens der Großwäschereien.“
Der spanische Wäschereitechnik-Hersteller Girbau nutzte die Messe zur Vorstellung eines Produktequerschnitts. Auf dem Gemeinschaftsstand mit der Vertriebsfirma Heprotex konnten die Besucher ein auf die Bedürfnisse der textilen Dienstleistung im Bereich Altenpflege abgestimmtes Maschinenprogramm kennenlernen. An Waschschleudermaschinen wurden die Typen HS-6008, HS-6013 und HS-6017 aus der neuen 6er Baureihe gezeigt. Die hochschleudernden Maschinen mit den Beladegrößen 8, 13 und 17 kg wurden nach oben ergänzt durch die HS-4022, die pro Charge 22 kg bearbeiten kann. Besonderes Interesse galt laut Unternehmen der HS-6017, die in Verbindung mit der Inteli-Steuerung besondere Eignung für das Nassreinigungsverfahren besitzt. Im nassen Bereich war die 45 kg fassende Waschschleudermaschine in Hygieneausführung PCH-45 ausgestellt. Die neue Trocknerserie SLI war mit zwei Exemplaren vertreten. Den Flachwäsche-Finishbereich vertrat eine Zylindermangel des Typs PS-5119 mit einer Arbeitsbreite von 1,90 m und einem Zylinderdurchmesser von 510 mm. „Sehr positiv“ lautete dann auch das Resümee von Juan de Cruz Pujades, Direktor der Girbau-Niederlassung in Deutschland. „Wir freuen uns schon auf die Altenpflege nächstes Jahr in Hannover“, so der Deutschland-Chef.
Ein neu aufgestelltes Unternehmen mit neuer Vertriebsmannschaft stellte die Rudolf Hoppe GmbH, Isenhagen vor. Neue Produkte wurden bei der Bettwäsche, den Inkontinenzunterlagen sowie bei der Frotteeware präsentiert;außerdem neue Berufsbekleidung im Baukastensystem, die laut Unternehmen in kleinsten Serien lieferbar ist. Am meisten gefragt waren laut Susanne Hoppe Bettwäsche, Inkontinenzunterlagen sowie die Berufsbekleidung. Die Geschäftsleiterin ist mit der Veranstaltung sehr zufrieden:„Eine hervorragende Messe mit einem grandiosen zweiten Tag, klasse Messekonzept und gute Werbung auch im Krankenhaus.“
Die Vorstellung des Kreussler-Systems „Hygiene Plus“ fand laut Unternehmen großen Anklang beim Messepublikum. Wasch- und Desinfektionsmittel, Waschverfahren, Dosiertechnik zusammen mit anwendungstechnischer Beratung sowie Service, Schulungen, Listungen, dermatologische Gutachten und vieles mehr:All dies bietet das System. Für kleinere Einrichtungen empfiehlt der Anbieter das Vollwaschmittel Trebon Plus zur manuellen Dosierung, das ein multifunktionelles Buildersystem auf Schichtsilikatbasis hat. Es entfaltet seine Waschwirkung bereits bei 40°C. Im sicheren schwach alkalischen pH-Bereich ist desinfizierendes Waschen bereits ab 40 °C möglich. Gelistet nach RKI Typ A und B ist das Produkt bei 60 °C. Für größere Einrichtungen bietet der Chemiehersteller das Esdogen-System zur automatischen Dosierung. Dieses besteht aus vier Komponenten: das Flüssigwaschmittel Detergent, die Waschkraftverstärker Booster und Alkaplex sowie das Bleich- und Desinfektionsmittel Desinfect, das gemäß RKI- und VAH- sowie DGHM-Anforderungen gelistet ist.
Erstmalig in Deutschland präsentierte das mittelständische Textilservicenetzwerk Leo System, Hamburg, zusammen mit dem niederländischen Maschinenhersteller Olmatic ein System zur vollautomatischen Ausgabe und Rücknahme von Berufsbekleidung. Die Resonanz war nach Unternehmensangaben an allen drei Messetagen überwältigend. Die Leo-System-Partner rechnen in Kürze mit ersten Installationen des Olmatic-Systems in Deutschland.
„Wir sind mit der Altenpflege 2007 sehr zufrieden“, sagt Guido Töpfer, Geschäftsführer der Löning Hospitex GmbH, Hamburg. Dass Textilien in Zukunft quasi gratis sind, habe an seinem Stand z.B. viele Einrichtungen interessiert. Das Prinzip: Über ein Bettenaudit untersucht der Anbieter in Zusammenarbeit mit der Wäscherei den Textileinkauf der Einrichtung auf Verbesserungspotenziale in Artikelauswahl und -anwendung. Dadurch ließen sich oft jährliche Einsparungen erzielen, die dem durchschnittlichen Einkaufsvolumen für Textilien entsprechen. Außerdem präsentierten die Hamburger Bekleidung mit Systemdesign: Die Kleidung ist modular, der Anbieter verspricht kurze Lieferzeiten. „Darüber hinaus haben wir einige neue Produkte mit Schlüsselkunden erörtert“, sagt Töpfer. Mehr werde aber noch nicht verraten.
Eine Neuheit auf dem Stand von Michaelis Wäschereimaschinen, Hohenbrunn, waren die Spirit Proline mit einem Fassungsvolumen von 8, 10 oder 12 kg mit elektrischer Beheizung. Außer einem Grafikdisplay in 17 Sprachen verfügen diese Maschinen über zehn Spezial- und 30 Profiprogramme. Als Optionen sind u.a. ein Flüssigwaschmittelanschluss, eine Netzsperrung, ein Ablaufventil- oder Ablaufpumpe und das Wash-Card-System zu nennen. Die kleinen Maschinen mit einem Fassungsvolumen von 5,5 oder 6,5 kg sind ebenfalls mit diesen Optionen erhältlich. „Erfreulich an dieser Messe war, dass viele Entscheider anwesend waren: vom Wäschereileiter über die Hauswirtschaftsleitung bis hin zum Heimleiter“, sagt Andreas Geutner, Geschäftsführer vonMichaelis. „Ein besonderes Lob ist es jedoch, die ersten Aufträge nach der Rückkehr von der Messe auf seinem Schreibtisch zu finden.“
Der Anbieter von Wäschereitechnik Miele, Gütersloh, präsentierte Maschinen und Geräte für unterschiedliche Wäscheposten. Für Messebesucher gab es auch diesmal Vorführungen zum Nassreinigungssystem „Miele-System Kreussler“, mit dem Textilien im Wasserbad gereinigt werden. Waschmaschinen und Trockner bis 6,5 kg Füllgewicht sind für den Einsatz auf Pflegestationen geeignet. Größere Maschinen ab 10 kg Füllgewicht eignen sich für Wäschereien in Alten- und Pflegeheimen. Sie sind mit der freiprogrammierbaren Steuerung „Profitronic M“ mit 199 Programmplätzen ausgestattet. In Waschmaschinen bis 32 kg Füllgewicht, die die eine Trennung in unreine und reine Seite ermöglichen, können Textilien desinfizierend gewaschen werden. Eine Ergänzung hier ist ein Trockner mit Schontrommel, der bei einem Füllverhältnis von 1:25 mit 32 kg Wäsche gefüllt werden kann. Für das Finish bietet Miele eine Generation von Muldenmangeln an, deren Wäscheabnahmetische in Anlehnung an die Schontrommel entwickelt wurden: Jeder Tisch verfügt über eine gewölbte Wabenstruktur mit integrierten Löchern, durch die die warme Luft nach oben entweichen kann.
„Unser erster Auftritt bei dieser wichtigen Fachmesse war ein voller Erfolg“, sagt Dieter Kampmann, Geschäftsführer von Multimatic, Melle. Und Willi Dietrich, Geschäftsführer der Wäschereimaschinentochter ergänzt: „Unsere Lösungen für die mittleren und kleinen Altenheime, die in Teilbereichen an die Rückkehr zur eigenen Wäscherei denken, kamen hier besonders gut an.“ Besonderes Interesse fand laut Unternehmen die neue Waschtechnik in Trennwandausführung. Ein weiterer Publikumsmagnet sei die Livevorführung des Finishers Multi Shirty gewesen. „Das Ergebnis hat uns ermutigt, beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mitzumachen,“ resümiert Dietrich. Unser Maschinenprogramm ist für diesen wachsenden Markt besonders gut geeignet.“
Ein textiles Vollsortiment für das Pflege- und Gesundheitswesen präsentierte Heinrich Seegers, Stadthagen. Neu waren dabei flüssigkeitsabweisende Tischwäsche sowie Hüftschutzhosen. Besonders nachgefragt wurden laut Dorit Rusch, Verkaufsleiterin, besonders Lagerungshilfen, Inkontinenzhilfen sowie Berufsbekleidung. Ihr Fazit:„Die Altenpflege ist die wichtigste Fachausstellung für die Branche.“
Erstmals auf der Altenpflege stellte die Firma Seibt+Kapp, Erdmannhausen, dem Fachpublikum die neu entwickelte Hygiene-Waschschleudermaschine Cleanfex 30 vor. Dieser Durchlader mit einer Nennfüllmenge von 30 kg ist serienmäßig mit allen für den gewerblichen Dauereinsatz erforderlichen Ausstattungen, wie z.B. einer automatischen Planfahreinrichtung, einer Edelstahlverkleidung, einer elektronischen Steuerung und einem Frequenzumrichterantrieb, versehen. Besondere Aufmerksamkeit vieler Fachbesucher zog laut Unternehmen das in Funktion gezeigte automatische und zugleich für die Raumtrennung uneingeschränkt zugelassene Beladesystem Pneuma-Load in Verbindung mit den Waschschleudermaschinen der Variofex-Baureihe auf sich. Mit diesem System können einzelne oder eine Kombination mehrerer, auch unterschiedlich großer Waschschleudermaschinen der Modellreihe Variofex, nach den Vorschriften für die Bearbeitung von Wäsche aus dem Gesundheitswesen beladen und warenspezifisch gewaschen werden.
Der Chemiehersteller Seitz, Kriftel, bewarb auf der Messe sein Geniox-System, ein flüssiges Feinwaschsystem für den Niedertemperaturbereich, das nach EN-Norm gelistet ist. Außerdem:„Durch die Neuentwicklung unseres Produktes Viva Uni haben wir es geschafft, die Palette zu komplettieren, so dass jetzt nicht nur die klassische Nassreinigung, sondern auch alle anderen Artikel, die im Altenheim anfallen, hygienisch sauber gewaschen werden können“, berichtet Alexander Seitz, geschäftsführender Gesellschafter in Kriftel. Hygienisches Waschen und die Geruchseliminierung seien die Hauptthemen auf der Messe gewesen. Vor allem Vertreter von Wäschereien in Altenheimen und Wäscher, die sich mit der Pflege von Altenheimgarderobe beschäftigen, kamen an den Stand. Seitz’Fazit:„Die demografische Entwicklung spricht für sich und deswegen werden diese Art von Messen wie die Altenpflege immer wichtiger, da dies ein stark wachsender Markt ist.“
Anhand von ausgewählten Beispielexponaten zeigte Stahl Wäschereimaschinenbau, Sindelfingen, welche Bandbreite an Wäschereimaschinen das Familienunternehmen produziert. Schwerpunkt dabei waren die Maschinen in Trennwandausführung: die beiden Durchladetypen Divimat S mit seitlicher Beladung und Divimat D mit gegenüberliegender Be- und Entladung. Neu war die Durchladewaschmaschine Divimat D, die mit 22, 40 und 60 kg Fassungsvermögen präsentiert wurde. Hervorzuheben sind bei diesen Hygienemaschinen die Luftfederung, die laut Hersteller für eine absolute Laufruhe sorgt, sowie die stabile beidseitige Lagerung der Waschtrommel. „Die Zahl der Wäschereibetreiber, die diese Messe und unseren Stand besucht haben, war erfreulich hoch“, berichtet Rainer Leddin. „Wir haben den Eindruck, dass sich diese Messe immer besser entwickelt.“
Bei Thermotex Nagel, Schutterwald, stand diesmal der Thermotransferdruck im Mittelpunkt. Handliche Drucker wie der TT3-L und dazu passende vorgestanzte Etiketten bieten laut Unternehmen eine flexible und preisgünstige Kennzeichnungslösung und sind auch für kleinere Einrichtungen interessant. Die vorgestanzten Etiketten gibt es zum einen im Stil von Abrissetiketten der Qualität CT2006. Zum anderen bietet das Unternehmen für die Kennzeichnung der Bewohnerwäsche vorgestanzte Etiketten der Qualität CT2008 und CT2009, die gerade für die Kennzeichnung innen im Textil ideal sind. Eine weitere Neuheit war die P3-Futura, eine pneumatische Patchmaschine mit großem Öffnungswinkel, die in neuem Design vorgestellt wurde. So wurde z.B. die Öffnungsmechanik überarbeitet und ein neue Display installiert. Die Besuchsfrequenz und die Stimmung am Thermotex-Stand waren nach Unternehmensangaben sehr gut, die Messeteilnahme insgesamt sehr erfolgreich.
Bewährte Technik stellte der Anbieter von Bügeltechnik, Veit, Landsberg/Lech, aus. Hierzu gehören Kleingeräte wie Absaug- und Saug-,Blas- und Bügeltechnik sowie zwei verschiedene Arten von Standardbügelpuppen als Universalgeräte. „Wir konnten neue Kontakte knüpfen und unsere Geräte für den Alten- und Pflegemarkt präsentieren“, sagt Jürgen Pfattheicher, Sales Management und Key Accounts Textile Care Service bei Veit. „Auch die verstärkte Besucherfrequenz von professionellen Textilpflegern haben wir positiv zur Kenntnis genommen.“
Insgesamt 747 Aussteller waren in diesem Jahr auf der Altenpflege+ProPflege vertreten. Rund 2.000 Teilnehmer besuchten den begleitenden Fachkongress. Die nächste Messe findet wieder vom 12. bis 14. Februar 2008 in Hannover statt.