Lenzing Botanisches Handtuch vorgestellt

Intensive Farben bei Lenzing Modal Frottee (links) im Vergleich zu Frottee aus Baumwolle (rechts). Foto: Grebe/Lenzing AG - © E. Grebe/Lenzing AG

Botanisches Handtuch vorgestellt

Lenzing, Hersteller von innovativen Zellulosefasern, präsentierte auf der Heimtextil 2012 in Frankfurt am Main das Produktkonzept „botanisches Handtuch mit Edelweiß-Effekt“. Lenzing Modal wird nach Unternehmensangaben aus Buchenholz gewonnen. Der Rohstoff Buche vermehre sich von selbst durch sogenannte „Verjüngung“. Eine Aufforstung oder sogar Plantageanlage sei nicht nötig. Mehr als die Hälfte des in Lenzing eingesetzten Holzes stamme aus Österreich, der Rest aus umliegenden Ländern.

Doch nicht nur die Natürlichkeit soll überzeugen, sondern auch Eigenschaften wie Farbbrillanz, Saugfähigkeit und Weichheit. Speziell Farben glänzen und brillieren auf Lenzing Modal, verspricht das Unternehmen, allmähliches Verblassen oder Vergrauen sei kein Thema mehr. Zudem sollen die Handtücher aufgrund der Faserstruktur ein höheres Saugverhalten als Handtücher aus 100 Prozent Baumwolle aufweisen.

Bei Edelweiß handelt es sich um eine neue Technologie in der Modal-Produktion, welche auf sauerstoffbasierender Chemie beruht. Diese soll umweltfreundlicher als alle herkömmlichen Produktionsverfahren sein. Umweltargumente wie nachwachsender, natürlicher Rohstoff, CO2-Neutralität und höchster Landertrag sollen die neue Faser Lenzing Modal Edelweiß zur Ökofaser machen. Sie unterscheidet sich nach Herstellerangaben fasertechnisch nicht von der herkömmlichen Lenzing-Modal-Faser.

Susanne Jary, Marketing Heimtextil bei Lenzing, erklärt die Besonderheit von Edelweiß: „Das Faserwerk in Lenzing/Österreich ist das einzige weltweit, welches vollintegriert ist und alle Produktionsschritte - vom Zellstoff bis zur Faser - optimal unter Kontrolle hat.“ Die konsequente Realisierung des am Standort Lenzing gegebenen Integrationspotenzials in Kombination mit innovativen Verfahren der Umweltentlastung führe zu Energieüberschüssen und Herstellung von Feinchemikalien aus Holz. „Die Lenzing-Zellstofffabrik benötigt keine zusätzliche Energie, sondern ist selbst wichtigster Energielieferant für den Standort.“ Generell sei die thermische Verwertung von Holzbestandteilen CO2-neutral.